Bund bewilligt 25 000-Euro-Förderung im Jahr

Kindergarten Löwenzahn ist „Sprach-Kita“

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Löwenzahn

Br.-Vilsen - Von Mareike Hahn. Der Kindergarten Löwenzahn in Bruchhausen-Vilsen ist in das Bundesförderprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ aufgenommen worden. Ab diesem Monat und bis Ende 2020 erhält die Einrichtung jährlich 25.000 Euro für die Sprachförderung, insgesamt werden es 85.419 Euro sein. Das teilt Bundestagsmitglied Axel Knoerig (CDU) mit.

Es handelt sich bereits um die zweite Kindertagesstätte aus der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen, die es in das Programm geschafft hat. Der Kindergarten Haendorf wird laut Knoerig bereits seit der ersten Förderwelle, also seit dem 1. Juni 2017, und ebenfalls bis zum 31. Dezember 2020 gefördert.

„Sprache ist der Schlüssel zur Welt“

„Ich freue mich, dass ein weiterer Kindergarten aus meinem Wahlkreis in das Bundesprogramm aufgenommen wurde. Es sind nunmehr 23“, erklärt der Politiker, der zuvor zur Bewerbung für das Interessenbekundungsverfahren aufgerufen hatte. „Wie der Programm-Name schon sagt, ist Sprache der Schlüssel zur Welt, und jedes Kind sollte von Anfang an die Chance auf gute Bildung erhalten.“ Im gesamten Förderzeitraum fließen rund eine Milliarde Euro in 7000 Kitas.

„Ziel des Programms ist es, die alltagsintegrierte sprachliche Bildung, die inklusive Pädagogik und die Zusammenarbeit mit Familien in den Kindergärten zu stärken“, sagt Knoerig. Es richte sich vor allem an Einrichtungen mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit besonderem sprachlichen Förderbedarf. Die Kita-Teams würden durch eine zusätzliche Halbtagskraft mit Expertise in sprachlicher Bildung und durch ergänzende Fachberatung unterstützt.

Nach Angaben von Cattrin Siemers, Ressortleiterin Bildung bei der Samtgemeinde, haben Kindergärten mindestens eine von zwei Voraussetzungen zu erfüllen, um für die Förderung infrage zu kommen: Entweder müsse die Quote der Kinder aus Familien, in denen nicht überwiegend Deutsch gesprochen wird, bei mindestens 22 Prozent liegen, oder mindestens 17,6 Prozent müssen aus Familien mit Leistungsbezug nach dem Zweiten Buch des Sozialgesetzbuchs kommen.

Am Stichtag für die Bewerbung, dem 1. August 2016, hätten gut 24 Prozent der 111 Kids des Kindergartens Löwenzahn aus Familien mit Migrationshintergrund gestammt, erklärt Siemers. Die Quote der Mädchen und Jungen aus sozial schwachen Familien sei knapp nicht erfüllt gewesen. 

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