Keine Spritze verfällt

Zum mobilen Impfauftakt in Bruchhausen-Vilsen kommen viele und manche zum ersten Mal

Impf-Registratur.
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Impf-Registratur: Koordinator Dirk Seifert (links, stehend) schaut, dass alles seine Richtigkeit hat.

Zum Impfauftakt kamen viele und manche zum ersten Mal. Das mobile Impfzentrum gastierte am Donnerstag im Forum des Schulzentrums in Bruchhausen-Vilsen. In einer Kooperation zwischen dem DRK und dem Rettungsdienstwesen touren die Impf-Teams derzeit durch den Landkreis Diepholz.

Br.-Vilsen – Andreas Schnichels zeigt sich zufrieden: 56 Menschen haben sich am Donnerstag bis 10 Uhr impfen lassen – mit der Auffrischungsimpfung, dem sogenannten Booster, oder zur Erstimpfung. „Und der Tag ist noch jung“, freut sich der Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen. Denn: Mit jedem weiteren Piks wird das gemeinsame Leben in der Gesellschaft wieder sicherer.

Der Amtsleiter weißt außerdem darauf hin, dass jeder Angemeldete stets seine vollständigen Unterlagen zu den kommenden Impfterminen mitbringen muss. Auch, um unnötige Wartezeiten zu vermeiden. Insbesondere sind das der Impf- und Personalausweis. Außerdem: „Ganz wichtig: Die Anamnesebögen müssen vom 4. November sein, nicht älter.“ Die aktuell gültigen Einwilligungsbescheinigungen seien unter anderem im Rathaus und im Internet erhältlich. Zwar habe auch Schnichels gültige Zettel bei sich, doch müsse man diese erst vor Ort in der Kälte ausfüllen. Erst danach ging es weiter in die warmen Räume zum Impfen.

Ganz wichtig: Bringen Sie Ihre Unterlagen mit. Die Anamnesebögen müssen vom 4. November sein, nicht älter.

Andreas Schnichels, Mitarbeiter des Ordnungsamtes Bruchhausen-Vilsen

Das mobile Impfzentrum gastierte am Donnerstag im Forum des Schulzentrums in Bruchhausen-Vilsen, Auf der Loge 5. In einer Kooperation zwischen dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und dem Rettungsdienstwesen des Landkreises Diepholz tourt die reisende Impfeinrichtung in den kommenden drei Wochen durch alle 15 Kommunen des Landkreises, berichtet Dirk Seifert. Er koordiniert die Organisation der Impfeinsätze. Insgesamt seien drei DRK-Teams und eines der Gesellschaft Rettungsdienst im Landkreis Diepholz unterwegs. Dabei müsse zudem gewährleistet werden, dass Erstgeimpfte in drei bis vier Wochen ihre Auffrischungsimpfung erhalten.

Insgesamt standen gestern den telefonisch angemeldeten Impfwilligen 200 Impfdosen gegen das Coronavirus zur Verfügung. Doch was passiert, wenn jemand nicht auftaucht? „Es geht keine Impfdose verloren“, sagt Seifert und versichert: „Das ist bisher auch noch nicht vorgekommen.“ Sollte doch mal jemand auf der Liste ausfallen, werde emsig telefoniert, so der Koordinator. Beispielsweise fragen sie dann bei der Polizei, der Feuerwehr, den Rettungsdiensten oder der Verwaltung nach, ob jemand spontan eine Impfung bekommen könne. „Bisher klappte das stets sehr gut.“ Wobei laut Seifert sehr selten jemand nicht zum Termin erscheine. Wenn doch, müsse man eben ein bisschen logistisch flexibel werden.

Damit auch der restliche Betrieb reibungslos abläuft, weiß Seifert eine gute Mannschaft hinter sich. Das Impfteam zählt acht Mitglieder aus dem Rettungsdienst, darunter zwei Ärzte. Das sei so gesetzlich vorgeschrieben. Dazu kämen unterstützend Verwaltungsmitarbeiter des Landkreises hinzu.

Guten Tag, stehen Sie auf der Liste?

Zunächst wurden Impfwillige vor dem Eingang von Andreas Schnichels in Empfang genommen. An diesem Tag übernahm er diese Aufgabe. Er betont, dass grundsätzlich nur Leute mit einer vorherigen telefonischen Anmeldung geimpft werden könnten. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel. In mindestens einem Fall hat eine angemeldete Person ihren Termin nicht wahrgenommen und zumindest vorher abgesagt. Glücklicherweise erschienen doch ein paar wenige ohne Anmeldung beim Impfzentrum. Angeblich wegen einer fehlerhaften Angabe in einer anderen Zeitung. Schnichels reagiert schnell und gelassen. Er setzt kurzerhand die wartende Person anstelle der abgesagten auf die Liste. Wieder ein kleiner Erfolg. „Jede Impfung zählt“, sagt er. Da hänge man sich gerne rein.

Bis zu zehn Prozent Erstimpfungen

Bis zum Mittag seien laut Schnichels sogar zwei bis drei Erstgeimpfte unter den Registrierten gewesen. Koordinator Seifert ergänzt, dass sein Team am Vortag in Rahden zum Impfen war. Dort zählten sie von 100 Impfungen ganze zehn Erstgeimpfte.

Bettina Beißner kommt mit ihrem Vater Karl Beißner aus Asendorf. Sie gehen aus Überzeugung zum Impftermin. „Es ist wichtig, dass man sich impfen lässt“, sagt Bettina Beißner. Sie begleitete ihren Papa gestern zu dessen Booster-Impfung. Die vorherigen beiden Corona-Impfungen habe der Senior im Impfzentrum Bassum erhalten. „Biotech war das, den habe ich sehr gut vertragen.“

Für einander: Bettina Beißner begleitet ihren Vater Karl Beißner zur Booster-Impfung

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