Kirchliches ist allgegenwärtig

Katja Sturhan kandidiert für Vorstand der Marcellus-Gemeinde Asendorf

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Farbtupfer im noch winterlichen Garten sind ein Beispiel aus der künstlerischen Arbeit Katja Sturhans. Die Malerin, Kunsttherapeutin und Waldorfschullehrerin kandidiert für den Kirchenvorstand.

Graue - Von Horst Friedrichs. In ihrer westfälischen Heimat würde sie sich für das „Presbyterium“ ihrer Kirchengemeinde bewerben: Als Katja Sturhan und ihr Ehemann Kalle Dütschke-Sturhan in Niedersachsen heimisch wurden, erfuhren sie, dass es hier „Kirchenvorstand“ heißt.

Und heute, nachdem das aus Münster stammende Ehepaar seit 22 Jahren am Liebenauer Weg im Asendorfer Ortsteil Graue lebt, kandidiert Katja Sturhan (51) für ein Mandat als Kirchenvorsteherin der evangelisch-lutherischen St.-Marcellus-Gemeinde Asendorf. Am Sonntag, 11. März, findet die Wahl statt.

Kirchliches war im Leben Katja Sturhans allgegenwärtig, als sie in Münster aufwuchs. Ihr Großvater väterlicherseits war Pfarrer in Bückeburg; ein Onkel wirkte als Pfarrer in Hannover, ein weiterer Onkel war Diakon, und eine Tante gehörte einem evangelischen Orden an. Katja Sturhans Vater war Wissenschaftler, während ihre Mutter im „Presbyterium“ ihres Heimatorts aktiv war. „Die Konfirmandenzeit hat mich geprägt“, erinnert sich Katja Sturhan. „Es war die Zeit der politischen Ausrichtung der Kirche, die Zeit der Friedensgebete und der Ostermärsche.“

Jene Zeit wird für sie heute umso mehr lebendig, als ihre Söhne Wanja und Joscha 15 und 13 Jahre und somit im Konfirmandenalter sind.

Asendorfs Pastorin Melanie Simon war für Katja Sturhan mit ausschlaggebend, sich für die Kandidatenliste der Kirchenvorsteherwahl aufstellen zu lassen. „Ich bin gespannt auf die Zusammenarbeit mit den bisherigen und den neuen Mitgliedern des Kirchenvorstands“, sagt die Kandidatin, „und auf die neuen Wege, die wir möglicherweise gemeinsam einschlagen werden.“

Wurzeln liegen in Münster

Seit 32 Jahren sind Katja Sturhan und ihr Ehemann Kalle zusammen. Aus Münster stammen sie beide, und gemeinsam suchten sie sich für ihr Studium die Fachhochschule für Kunst in Ottersberg aus. Katja Sturhan erwarb dort ihr Diplom für Kunstgeschichte und Kunsttherapie und wurde Waldorfschullehrerin für Kunstgeschichte. Ihr künstlerischer Schaffensschwerpunkt ist die Malerei, während sich Kalle Dütschke-Sturhan dem bildhauerischen Schwerpunkt zugewandt hat.

1996 haben sie das Haus am Liebenauer Weg in Graue gekauft und 1997 dort die Werkstatt Artenreich eröffnet. Noch in frischer Erinnerung ist das Sommerfest zum 20-jährigen Bestehen der Werkstatt, das vergangenes Jahr mit Musik und vielen Gästen gefeiert wurde.

Ob Mosaike, Gemälde oder Skulpturen, die Arbeiten der beiden Künstler sind überall in der Umgebung zu betrachten – so etwa ein Kreuz an der Asendorfer Kirche. Vor etwa 15 Jahren haben Konfirmanden Tontafeln zum Thema Diakonie erstellt, die Sturhan und ihr Mann in Kreuzform zusammengefügt und mit einem Holzrahmen versehen haben. Das mehrere Meter hohe Kreuz hängt bis heute an der Außenseite der Kirche.

Zudem sind beiden unter anderem in Schulprojekten engagiert, veranstalten Kurse und arbeiten als Kunsttherapeuten im Krankenhaus in Stolzenau.

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