Umrüstung von HQL auf LED schreitet voran

Kataster für Straßenbeleuchtung ist fertig

Br.-Vilsen - Der Wegeausschuss des Fleckens Bruchhausen-Vilsen empfahl während seiner Sitzung am Mittwochabend im Rathaus einstimmig die Haushaltszahlen 2018 für den Bereich Straßen, Straßenbeleuchtung und Grabenreinigung. Außerdem gab Timo Heuer von der Verwaltung eine ausführliche Einführung in das neu erstellte Kataster für die Straßenbeleuchtung.

Seit fast zwei Jahren arbeitet Heuer an der Erstellung des Katasters, mit dem man jede Straßenlaterne in der Samtgemeinde lokalisieren kann. In dem Register steht, welche Lampe welche Höhe hat, wo sie sich befindet, welches Leuchtmittel benutzt wird und wie alt sie ist. „Die Lage der Lampen können wir visualisieren. Dazu nehmen wir noch Attribute auf, etwa ob es Holz- oder Metalllaternen sind, ob es eine Steckdose gibt, was für die Weihnachtsbeleuchtungen von Interesse ist, und wie die Schaltzeiten aussehen“, zählte Heuer auf.

Für den Flecken zeigt das Kataster, dass 79 der 1 263 Masten aus Holz bestehen, „überwiegend in Uenzen und Süstedt“, wie Heuer anhand einer Karte zeigte. In dem Kataster kann die Verwaltung auch sehen, welche Laternen zusammengeschaltet sind. Und sie hat eine stetige Kontrolle über den Stand der Umrüstung auf LED-Leuchten.

Auf diese Umrüstung ging Heuer näher ein. Bisher hat der Flecken rund 275.000 Euro ausgegeben, um von Hochdruck-Quecksilberdampflampen (HQL) auf Leuchtdioden (LED) umzustellen, 120.000 Euro kommen dieses Jahr dazu. „Wenn wir 2019 noch einmal 50.000 Euro in den Haushalt einstellen, haben wir keine HQL mehr“, sagte Heuer. Die alten Natriumdampf-Hochdrucklampen (NAV) im Flecken bleiben dagegen bestehen. Sie gelten anders als HQL nicht als gesundheitsgefährdend.

Ziel: Stromkosten sparen

Von der Umstellung auf LED-Leuchten verspricht sich der Flecken Einsparungen bei den Stromkosten, auch wenn Bauamtsleiter Torsten Beneke die Summe auf Nachfrage von Bernd Brümmer (Die Grünen) nicht beziffern konnte. „Das hängt ja immer mit dem momentanen Strompreis zusammen“, sagte Beneke und ergänzte: „Der Stromverbrauch sinkt um 70 Prozent.“ Dazu komme, dass die alten HQL nicht mehr produziert werden. Fördergeld vom Bund gebe es für die Umstellung zudem, in diesem Jahr 1.000 Euro.

Das Straßenbeleuchtungskataster soll nicht das Ende der Fahnenstange sein. „Geplant ist eine Erweiterung des Katasters um Brücken, Gräben, Bushaltestellen, Regen- und Schmutzwasserkanal“, zählte Beneke auf. Daran werde bereits gearbeitet.

Im diesjährigen Haushalt ergeben sich kostenmäßig für den Bereich der Straßen wenig Änderungen im Vergleich zum Vorjahr. Resultierend aus der Wegebereisung 2017 werden in diesem Jahr die Straßen Auf der Loge (neue Deckschicht, 75.000 Euro), Alte Drift (neue Deckschicht auf Teilbreite, 15.000 Euro) und Müggenburg (Eichenbäume zurückschneiden, 15.000 Euro) in Teilbereichen bearbeitet. Eine Eyterbrücke soll ausgebessert werden und ein neues Geländer bekommen. Kostenpunkt: 15.000 Euro.

Wanderweg in Heiligenberg wird saniert

Beneke nannte weitere geplante Maßnahmen: „Der Wanderweg hinter der Klostermühle Heiligenberg wird saniert für rund 6000 Euro, 6000 Euro stehen für Ausbesserungen am Pflaster im Vilser Ortskern im Haushalt. Für ein Wartehäuschen in Dahrelsen gibt es 3000 Euro und für den Schwarmer-Uenzer Damm 4000 Euro.“ Letzterer bereitet der Verwaltung aufgrund von Abbrüchen des Seitenraums große Sorgen und muss ausgebessert werden.

Bauamtsmitarbeiter Matthias Klausing gab bekannt, dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf dem Damm auf 30 Stundenkilometer reduziert werde: „Das können wir sonst aus Verkehrssicherheitsgründen nicht verantworten.“ Die Alternative wäre eine Vollsperrung mit Ausnahme für den landwirtschaftlichen Verkehr. Eine Komplettsanierung der Straße wäre kostenmäßig „eine Hausnummer“, betonte Beneke.

Investiert wird in diesem Jahr auch in den Regenwasserkanal im Gewerbegebiet Kreuzkrug (38.000 Euro), in die Ortskernverschönerung in Vilsen (60.000 Euro, unter anderem ist der Platz vor dem Bavendamschen Haus dran) sowie in einen Fußweg durch das Baugebiet Pattacker (54.000 Euro).

Bernd Schneider (Die Grünen) drängte mit Blick auf die im Ortskern gewünschte Barrierefreiheit auf einen schnellen Sitzungstermin. „Wir reden da schon so lange drüber, da muss jetzt was passieren“, sagte er.

Nach langer Diskussion entschied der Ausschuss, die nächste Wegebereisung zugunsten einer Sitzung zur Platzgestaltung und Barrierefreiheit zu verschieben. 

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