Kaleidoskop aus Bruchhausen-Vilsen und Evergreens aus Sulingen

Zwei Chöre sangen beim Sonntagskonzert statt einem

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Der Sulinger Männerchor „Evergreens“ sang beim Sonntagskonzert.

Br.-Vilsen - Von Dieter Niederheide. Auf den Flügeln bunter Melodienträume entführten am Sonntag im Kurpark Bruchhausen-Vilsen die 35 Sänger des Chors „Kaleidoskop“ der Liedertafel und die Sulinger „Evergreens“, ein Männerensemble, das Publikum. Beide Chöre sangen im Rahmen der Sonntagskonzerte.

Der Gemischte Chor trat bei seinem Heimspiel, von Chorleiterin Natascha Befort (Sulingen) bestens eingestimmt, überzeugend auf. Ein aus allen Stimmlagen heraus ausdrucksstarker Klangkörper, dessen gemeinsame Freude am Gesang spür- und hörbar war. Eine gelungene Überraschung und eine Bereicherung waren die „Evergreens“, die sich wie „Phönix aus der Asche“ (so ihr Moderator Norbert Hämmerling) aus dem ehemaligen MGV Sulingen erhoben und seit Februar auftreten. Das mit seinen Stimmen beeindruckende Ensemble steht auch unter der Leitung von Natascha Befort.

Mit alten Liedern wie beispielsweise den mit einem Hauch von Frivolität behaftete Song „Lass mich dein Badewasser schlürfen“ (Comedian Harmonists, 1920 in den USA als „Whispering“ von Vincent Rose komponiert) oder das bekannte „Ich sage dir Adieu“ („Just walking in the Rain“) begeisterten sie das Publikum.

Mit dem Popsong im A-capella-Stil „Männer mag man eben“ kamen sie dem Song entsprechend etwas vollmundig daher, aber wie heißt der Song so selbstherrlich? „Männer mag man eben!“.

Mit „If you’re happy“ (Kinderlied) leitete der Chor „Kaleidoskop“ der Liedertafel von 1835 das Sonntagskonzert ein. Locker führte Annette Kempf durch ein abwechslungsreiches Liederprogramm, in dessen erstem Abschnitt unter anderem der aus dem Jahr 1939 stammende Evergreen „The Lions sleeps to Night“ oder die „Capri-Fischer“ (Welterfolg als Schlager von Rudi Schuricke gesungen). Den zweiten Teil seines Auftritts leitete der „Kaleidoskop“ mit „Come follow me“ („Komm folge mir“) ein, um unter anderem mit „Auf den Flügeln bunter Träume“ erneut an Rudi Schuricke, aber auch an Milva zu erinnern. Franz Grothe schrieb den Altschlager.

Sicher klang vom Chor das „Hallelujah“, ein Kirchenlied. Auch die irische Weise „Es war so schön mit dir“ oder das schwungvoll vorgetragene „Yellow Submarine“ (ein Song der Beatles aus Jahr 1966) kamen bei den Zuhörern bestens an. Bei einigen Liedern begleitete Dorothea Ruster den Chor mit der Gitarre. Wenn auch die ersten Regentropfen am Ende eines ansprechenden Sonntagskonzerts fielen, auf die per Beifall gewünschte Zugabe musste die zahlreichen Besucher nicht verzichten.

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