Neue Fahrbahn der Holzmaase: Arbeiten starten am 15. April

„Die K 145 hat die Note 5“

Die Kreisstraße 145 (in der Grafik als K 145 gekennzeichnet) zwischen Martfeld und Heidmühle wird von April bis Mai ausgebaut. Foto: Niedersächsiche Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr

Martfeld/Schwarme - Von Vivian Krause. Die anstehende Fahrbahnerneuerung der Kreisstraße 145 (Holzmaase) von Martfeld in Richtung Beppener Kreisel stellten die Zuständigen am Dienstagabend während einer Informationsveranstaltung im Gasthaus Zur Post in Schwarme vor. Volker Sangmeister von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Nienburg, erläuterte den Anwesenden die geplante Baumaßnahme und sagte, es sei „allerhöchste Zeit“ für die Arbeiten an der Kreisstraße. Die Bauzeit beträgt rund vier Wochen. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich am 15. April und sollen am 17. Mai beendet sein. Grundstücke sind während der gesamten Zeit nur eingeschränkt erreichbar.

„Keine Baumaßnahmen gehen ohne Behinderungen“, sagte Sangmeister. Insbesondere das Wetter könnte die Maßnahme beeinträchtigen. „Der Plan ist von der Leistung her machbar“, sagte Bauleiter Martin Bormann von der bauausführenden Firma F. Winkler aus Bremen.

Entlang der Kreisstraße 145 gebe es laut Sangmeister viele Flickstellen. Im Rahmen der Bauvorbereitung zur anstehenden Maßnahme waren umfangreiche Untersuchungen der Fahrbahn unternommen worden. Generell würden die Zustände von Straßen danach in einem System erfasst, welches in Schulnoten unterteilt ist. Die schlechteste Bewertung ist eine 4,5 bis 5. „Die K 145 hat die Note 5“, sagte Sangmeister.

Die Straße wird durch die Maßnahme nicht breiter, machte Sangmeister deutlich. Warum nicht? Je breiter eine Straße ist, desto schneller werde gefahren, führte Bernd Fredrich vom Fachdienst Umwelt und Straße des Landkreises Diepholz als Auftraggeber der Maßnahme aus. Zudem müsse der Raum neben der Fahrbahn einer breiteren Straße bis zu einem bestimmten Maße frei von Hindernissen sein. Dies würde bedeuten, dass Bäume gefällt oder Schutzplanken aufgestellt werden müssten. Auch könne eine Verbreiterung der Straße das Verschieben von Gräben nach sich ziehen. Dafür würde dann Land benötigt werden. „Es war eine ganz bewusste Entscheidung für die Erhaltung des Status quo“, sagte Fredrich.

Die Straßenbreite von rund sechs Metern ist auch ein Grund dafür, dass diese während der Arbeiten teilweise für den Verkehr voll gesperrt werden muss. Dies erläuterte Sangmeister genauer: Eine Arbeitsschutz-Richtlinie schreibe bestimmte Abstände in Baustellenbereichen vor. Diese Mindest- und Schutzabstände ließen bei einer halbseitigen Verkehrsführung während der geplanten Asphaltarbeiten nur einen Fahrstreifen von 1,95 Meter für etwaige Fahrzeuge übrig. Lastwagen benötigen mindestens 2,75 Meter, Autos 2,20 Meter. Heißt: Bei den Asphaltarbeiten kann der Verkehr nicht halbseitig vorbeigeführt werden. Zu anderen Zeitpunkten der Baumaßnahme, wenn beispielsweise Nacharbeiten anstehen, könne der Anliegerverkehr jedoch halbseitig an der Baustelle vorbeigeführt werden.

Dies bedeutet wiederum, dass es eine Vollsperrung für den Durchgangsverkehr gibt. Eine Umleitung werde über die Kreisstraße 143 (Bruchhauser Straße/Borsteler Straße) sowie die Landesstraße 331 (Hoyaer Straße/Bremer Straße/Hauptstraße) eingerichtet. „Wir schicken Sie nicht in die Baustelle im Landkreis Verden“, sagte Sangmeister. Denn: An der Landesstraße 331 (Rieder Straße, Bremer Straße, Felder Dorfstraße) zwischen Emtinghausen und Weyhe-Ahausen wird laut der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Verden seit gestern die Straße und in Teilbereichen der Radweg erneuert. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Mai an (ein ausführlicher Bericht dazu findet sich auf www.kreiszeitung.de oder über folgenden Direktlink: https://bit.ly/2WHvgFO).

Zurück zur Kreisstraße 145: Der Anliegerverkehr ist bis zur Baustelle frei. Für die Asphaltarbeiten jedoch gebe es eine Vollsperrung in Abschnitten. In der Ortschaft betreffe dies voraussichtlich den Zeitraum vom 23. bis zum 26. April, sagte Bormann, außerhalb der Ortschaft dann die darauffolgenden Tage bis zum 4. Mai.

Für den Schulverkehr sei ein Ersatzfahrplan eingerichtet, der an die Betroffenen verteilt wird.

Die dann erneuerte Fahrbahn sollte laut Sangmeister eine Lebensdauer von rund 20 Jahren haben. Jene bei Bundes- und Landesstraße liege bei fünf bis zehn Jahren. Er fügte an, es sei insbesondere die Zunahme des Schwerlastverkehrs, der die Straßen zerstöre.

Neben der Straße geht es auch um die Seitenräume. Diese werden befestigt. Die Maßnahme solle mehr Standfestigkeit bringen, wenn Fahrzeuge in den Seitenraum ausweichen müssen.

Derzeit gilt entlang der Holzmaase eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 Kilometern pro Stunde. Wie diese nach der Fahrbahnerneuerung aussieht, das müsse nach Abschluss der Maßnahme geklärt werden. Dann werde eine Verkehrsschau stattfinden. „Bloß nicht 100“, war die Anmerkung einer Bürgerin. Der Lösungsvorschlag eines anderen Anwohners: „Eine Geschwindigkeitsbegrenzung oder ein Verbot für 40-Tonner.“

Nach den Erläuterungen zur Baumaßnahme sprachen die Verantwortlichen mit den anwesenden Anwohnern über individuelle Anliegen. Sie standen diesen aber nicht nur am Dienstagabend als Ansprechpartner bereit, sie sind auch während der Maßnahme erreichbar. Dazu verteilten sie Flyer mit Kontaktdaten.

Zudem finden sich weitere Informationen zur Baumaßnahme an der Kreisstraße unter www.diepholz.de („Bauen und Umwelt“ – „Bau von Kreisstraßen“).

Eckdaten 

Länge: 4,973 Meter 

Kosten: rund 750 000 Euro 

Kostenträger: Landkreis Diepholz 

Geplante Maßnahmen: Abfräsen der oberen Asphaltschichten, Erneuerung der Tragschichten in Teilflächen, Einbau einer Deck- und Binderschicht über die gesamte Fahrbahnbreite, Seitenraumbefestigung und Fahrbahnmarkierung.

vik

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