Jugendhäuser in Bruchhausen-Vilsen öffnen

Jugendleiter freuen sich auf den Neustart

Die hauptamtlichen Jugendleiter der Jugendhäuser und Cattrin Siemers (links), Leiterin des Fachbereichs Bildung, blicken gespannt und mit Vorfreude auf die Wiederöffnung. Foto: Jannick Ripking
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Die hauptamtlichen Jugendleiter der Jugendhäuser und Cattrin Siemers (links), Leiterin des Fachbereichs Bildung, blicken gespannt und mit Vorfreude auf die Wiederöffnung.

Samtgemeinde – Toben, rangeln und mit anderen Kindern spielen, das geht noch nicht. Aber Treffen sind wieder möglich. Die Jugendhäuser der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen öffnen in der nächsten Woche ihre Türen wieder für Besucher.

„Das ist ein Zeichen, um den Kindern zu zeigen, dass sie nicht vergessen wurden“, sagt Cattrin Siemers, Fachbereichsleiterin Bildung der Samtgemeinde, zur Öffnung der Jugendhäuser. Auch die Leiter der fünf Einrichtungen sehnen sich den Start herbei. „Wir freuen uns wie Bolle, dass wir die Kinder nach Monaten wiedersehen dürfen“, meint Jugendpfleger Michael Wegner, der sich hauptsächlich um das Jugendhaus Broksen kümmert. Das Wichtigste an der Öffnung sei der persönliche Kontakt zu Kindern und Jugendlichen, betont Aytac Dinc, Jugendleiter in Schwarme. „Die Kinder haben zu uns Jugendleitern eine Beziehung auf Vertrauensbasis aufgebaut“, meint der Jugendleiter aus Martfeld, Sven Böhm. Daher sei es umso wichtiger, dass die Häuser wieder öffnen dürfen, damit es nicht zu einem vollständigen Bruch der Bindungen komme. Für die regelmäßigen Besucher sei es wichtig, mit den Betreuern vor Ort einfach einmal reden zu können.

Erster Schritt in Richtung Normalität

Die Jugendleiter räumen ein, dass „natürlich noch nicht alles beim Alten“ ist, dennoch sei die Öffnung der Einrichtungen für die Kinder aus der Samtgemeinde ein erster und wichtiger Schritt in Richtung Normalität. Johannes Rohlfs, Leiter der Jugendhäuser in Scholen und Asendorf, ist sich sicher, dass sich alle Beteiligten auf den Neustart freuen. „Ich habe immer mehr Anfragen bekommen, ob und wann wir wieder öffnen dürfen“, erinnert sich der 25-Jährige. Das Bedürfnis der Kinder zu den Jugendhäusern zu kommen, sei groß.

Beim Hygienekonzept (siehe Infokasten) habe man sich an den Empfehlungen des Landesjugendrings Niedersachsen orientiert. „Es ist kein ganz normaler Betrieb“, sagt Michael Wegner. Deswegen gebe es auch eingeschränkte Öffnungszeiten: „Etwa zwei Drittel der eigentlichen Zeit haben wir offen.“ Aytac Dinc betont, dass alle Betreuer in den Einrichtungen darauf achten werden, dass das Hygienekonzept eingehalten wird. „Wir wollen kein Risikoherd für neue Infektionen werden“, stellt er klar. Um das zu verhindern, sei die Besucherzahl in allen Häusern auf maximal acht oder sechs Personen (siehe Infokasten) begrenzt.

Dezentrale Lage als Vorteil der Häuser

Einen großen Vorteil habe die Samtgemeinde dadurch, dass es insgesamt fünf dezentrale Jugendhäuser in Bruchhausen-Vilsen gibt. „Das ist ein Pfund in der jetzigen Zeit mit dem Coronavirus“, meint Michael Wegner. Die Jugendhäuser in Asendorf, Broksen, Martfeld, Scholen und Schwarme seien zwar insgesamt alle etwas anders aufgebaut, aber sie alle verfügen über ein großes weitläufiges Gelände, das die Einhaltung des Mindestabstands möglich mache.

„Wir sind total gespannt, was uns erwartet“, sagt Michael Wegner. In ungefähr drei bis vier Wochen wollen sich die Jugendleiter der Einrichtungen noch einmal treffen und die Situation neu bewerten. Dann soll es darum gehen, ob weitere Lockerungen möglich sind.

Zur Info: Hygieneregeln und Wiederöffnungszeiten

Bei Eintritt und immer dann, wenn man sich in den Häusern bewegt, muss ein Mundschutz getragen werden. Die Hände müssen am Anfang und während des Besuchs regelmäßig gewaschen werden, dazu dient unter anderem die Hygienestation. Die Jugendleiter notieren den Namen, die Telefonnummer und die Besuchszeiten auf einer Gästeliste, um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können. An und in den Häusern gilt es, einen Abstand von mindestens 1,5 Meter einzuhalten. Spiele und Spielgeräte, bei den die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können (Tischkicker, Kartenspiele Kontaktsport), dürfen nicht benutzt werden. Kochen ist bis auf Weiteres nicht erlaubt. Broksen (maximal acht Besucher): Dienstag bis Freitag, 15 bis 19 Uhr, ohne Anmeldung. Martfeld (maximal acht Besucher): Dienstag, 15 bis 18 Uhr für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren, ohne Anmeldung. Donnerstag, 15 bis 19 Uhr für Kinder ab 13 Jahren, ohne Anmeldung. Schwarme (maximal sechs Besucher): Dienstag und Mittwoch, 15 bis 19 Uhr, ohne Anmeldung. Scholen (maximal sechs Besucher): Dienstag, 15-18 Uhr, ohne Anmeldung. Asendorf (maximal sechs Besucher): Mittwoch und Donnerstag, 15 bis 18 Uhr, mit Anmeldung unter Telefon 04253 / 801511.

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