Die Band „Oh Schreck blas nach“ begeistert das Publikum im alten Gaswerk

Jazz, Schnulzen und Weltmusik querbeet und kreuz und quer

Die Musiker spielten unter anderem Titel wie „Rollmops“ oder „Ohne Krimi geht die Mimi“ und sorgten so für ausgelassene Stimmung im Publikum. - Fotos: Dagmar Voss

Br.-Vilsen - Von Dagmar Voss. Einen Schreck gab es eigentlich nicht, eher eine angenehme Überraschung beim Konzert der Band „Oh Schreck blas nach“. Denn das Quintett füllte die Ohren seiner Zuhörer im alten Gaswerk in Bruchhausen-Vilsen am Freitagabend mit einer bunten musikalischen Mixtur – und das nicht nur mit Blasmusik.

Ab und zu bewiesen die fünf Musiker, also Manfred Kraatz (Trompete und Flügelhorn), Klaus Deutschmann (Tuba), Lutz Sanner (Posaune, Eufonium und Ukulele), Werner Dumski (Sopransaxofon, Ukulele, Gesang) und Helmut Schümann (Percussion, Gesang), dass sie auch mit Saiteninstrumenten zu musizieren wussten.

Hörbar war der Spaß an schrägen Tönen und eigenwilligen Variationen altbekannter Lieder gleich zum Auftakt mit „Do watcha wanna“, einem flotten New-Orleans-Brass-Klang. Der Titel bedeutet ins Deutsche übersetzt ungefähr: „Mach, was du willst“. Das taten sie dann auch, die vier Bremer und der eine Harpstedter. Zu etlichen weiteren Orleans-Jazz-Stücken gesellten sich im Laufe des unterhaltsamen Abends auch polyrhytmische Balkanklänge und Blödelrock, Klezmerstücke und bekannte Schlagermelodien, karibische Melodien und afrikanische Klänge.

Kreuz und quer füllten sie die historische Halle des alten Gaswerks mit guter Laune, mit Big-Band-Titeln sowie Jazzstandards. Wunderbar getragen ein altes New Orleans Beerdigungslied, oder auch mal temperamentvoll wie „I got my Mojo“. Die „Kalaschnikow“ hatten sie entschärft und daraus ihren Song „Oh Schreck blas nach“ gemacht.

Die Band „Oh Schreck blas nach“ unterhielt die Gäste im alten Gaswerk bestens.

Dazu gesellten sich komische Anekdoten, zum Beispiel die von einem Gasanstaltsdirektor, der zu seinem Gasanstaltsinspektor sprach: „Es ist so lausig kalt in unsrer Gasanstalt, steck den Behälter an, dass ich mich wärmen kann“. Das Ganze endet nicht so gut. So weit kam es beim Konzert nicht, obwohl es draußen ziemlich kühl wurde. Drinnen wärmte die Musik eher und verführte zu guter Laune. Vor allem bei Stücken wie: „Rollmops“ oder „Ohne Krimi geht die Mimi“. Immer wieder gab es den Hinweis, dass sich die Gäste zwischendrin ein Getränk holen könnten: „Wir spielen Unterhaltungsmusik, da kann man sich unterhalten.“ Die Zuhörer ließen sich jedoch von ihrem faszinierten Hinhören nicht abbringen und orderten nur in den Pausen Wein, Bier oder Wasser.

„Wir haben eine große Sammlung von Klassik bis heute, denn im Laufe der Jahrzehnte – uns gibt es schon fast 30 Jahre – haben die unterschiedlichen Mitspieler ja auch immer mal was Neues mitgebracht“, sagte Helmut Schümann. Für Lutz Sanner, den jüngsten der Band und „erst“ seit zwölf Jahren dabei, wurde „Delmenhorst“ intoniert, denn er komme auf dem Weg zum wöchentlichen Üben dort immer vorbei.

„Klasse Musik“, lautete der knappe, aber begeisterte Kommentar einer einheimischen Zuhörerin.

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