236 Ja-Sager

118 Paare haben im vergangenen Jahr in der Samtgemeinde geheiratet

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Die Noltesche Mühle in Süstedt ist der beliebteste Trauort in der Samtgemeinde. 46 Paare gaben sich dort 2017 das Ja-Wort. Ob an ihrem Hochzeitstag Schnee lag oder die Sonne schien, ist in der Standesamt-Statistik nicht erfasst.

Samtgemeinde - Von Mareike Hahn. Die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen ist beliebt bei Heiratswilligen: 118 Pärchen – neun mehr als 2016 – haben sich dort im vergangenen Jahr standesamtlich trauen lassen. Längst nicht alle kommen aus der Region. „Wir hatten sogar Brautpaare aus Baden-Württemberg, Hamburg, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen“, sagt Standesbeamtin Angelika Leder. „Manche haben hier Wurzeln, andere waren mal bei einer Hochzeit dabei und fanden den Ort schön, wieder andere stoßen übers Internet auf Bruchhausen-Vilsen.“

88 Paare aus der Samtgemeinde haben 2017 „Ja“ gesagt. 76 von ihnen taten das auch in der Samtgemeinde. Heißt im Umkehrschluss: 42 der 118 Brautpaare leben in anderen Orten und kamen extra für ihren großen Tag hierher.

Laut „Statistik des Standesamts Bruchhausen-Vilsen“ haben es Auswärtigen und Einheimischen die besonderen Trauorte angetan: 35 der 42 außerhalb lebenden Liebespaare vermählten sich an einem anderen Ort als im Rathaus Bruchhausen-Vilsen. Von den 76 heimischen Paaren waren es 39. Macht insgesamt 74 Pärchen, die besondere Trauorte wählten.

„Am gefragtesten ist nach wie vor die Noltesche Mühle in Süstedt“, sagt Leder. Dort heirateten im vergangenen Jahr 46 Pärchen. 44 Liebespaare entschieden sich fürs Rathaus Bruchhausen-Vilsen. Es folgen im Ranking die Behlmer Mühle in Engeln (14 Trauungen), Robberts Huus in Schwarme (7), die Fehsenfeldsche Mühle in Martfeld (6) und die Museumseisenbahn (1).

Trauung im Freien, in der guten Stube oder im Backhus

In Süstedt und Martfeld können sich Verliebte auch unter freiem Himmel trauen lassen. „Dieses Angebot wurde letztes Jahr 20 Mal gebucht“, sagt Leder. „Zum Teil wurden die Trauungen dann wegen schlechten Wetters aber doch in die Mühlen verlegt.“

Bei Robberts Huus in Schwarme kann man seit Frühling nicht nur in der guten Stube und auf der Diele heiraten, sondern auch im kleinen Backhaus. „Im Mai hatten wir dort die erste Trauung“, sagt Leder. „Im Backhaus kann allerdings nur in den Sommermonaten geheiratet werden, weil wir dort schlecht heizen können.“ Sie lacht. „Dort passen nur zehn Leute inklusive Brautpaar rein. Und ich sitze direkt vor dem Ofen.“

Den ersten Platz in der Reihe der „beliebtesten Heiratsmonate 2017“ teilen sich Juli und September mit jeweils 18 Eheschließungen. Im Oktober waren es 15, im November 13. „Das ist ungewöhnlich, so viele hatten wir im November noch nie“, sagt Leder. „In den Jahren davor waren es durchschnittlich nur vier Trauungen im November.“ Über die Gründe kann die Standesbeamtin nur spekulieren: „Das ein oder andere Paar überlegt sich vielleicht aus steuerlichen Gründen, noch im alten Jahr zu heiraten.“

86 Frauen nahmen den Namen des Mannes an

Das Angebot, freitagnachmittags oder samstags „Ja“ zu sagen, kommt gut an: Dafür entschieden sich im vergangenen Jahr trotz eines Wochenend-Zuschlags von 80 Euro 62 Brautpaare.

Zwei lesbische und zwei schwule Paare nutzten zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember die neue Möglichkeit, ihre Lebenspartnerschaft in eine echte Ehe umzuwandeln, indem sie sich noch einmal das Ja-Wort gaben. Im neuen Jahr gab es bisher eine Umwandlung, zwei weitere sind nach Leders Angaben anberaumt. „Und das erste homosexuelle Paar ohne bestehende Lebenspartnerschaft hat sich für den Sommer zur Eheschließung angemeldet.“

Was die Namensführung angeht, denken die meisten Verliebten traditionell. 86 Frauen nahmen den Nachnamen ihres Mannes an, umgekehrt waren es nur neun Männer. Für einen Doppelnamen entschieden sich 14 Personen. Bei 19 Paaren behielten Braut und Bräutigam einfach den eigenen Namen. Die vier homosexuellen Paare, die ihre Lebenspartnerschaft zur Ehe umwandeln ließen, machten den Lebenspartnerschaftnamen zum Ehenamen.

Interessant ist auch ein Blick auf die Zahl der Scheidungen, die das Standesamt Bruchhausen-Vilsen 2017 beurkundet hat. 111 Paare, die in der Samtgemeinde geheiratet hatten, ließen ihre Ehe auflösen. Statistisch gab es also sieben Hochzeiten mehr als Scheidungen.

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