Ausschuss für Erarbeitung

„Ja“ zum Klimaschutzkonzept

Br.-Vilsen – In einigen Kommunen gibt es bereits ein Klimaschutzkonzept, so in Stuhr und Weyhe. Andere Kommunen, wie etwa Bassum, beschäftigen sich derzeit mit dem Thema. Am Mittwochabend hat der Planungsausschuss der Samtgemeinde nun ebenfalls die Erstellung eines Klimaschutzkonzepts empfohlen.

„Wir haben uns lange mit dem Thema beschäftigt, jetzt ist der richtige Zeitpunkt, es anzudenken“, erklärte Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann. Zwei Gründe nannte er dafür. „Zum einen sollten wir als Kommune mit gutem Beispiel vorangehen und die Treibhausgase nachhaltig reduzieren. Zum anderen gibt es ab 2021 neue Förderungen der EU, dabei wird der Klimaschutz sicher einen hohen Stellenwert bekommen. Wollen wir also Fördermittel abrufen, sollten wir uns darauf einstellen.“

Der Samtgemeinderat wird während seiner Sitzung am Donnerstag, 12. Dezember, darüber entscheiden, ob es ein Konzept gibt. Dies, so die Vorstellung der Verwaltung, könnte bis Ende nächsten Jahres erarbeitet sein, „in Zusammenarbeit mit der Klimaschutzagentur des Landes“, wie Bernd Bormann weiter erklärte. In den Haushalt 2020 sollen 10 000 Euro zur Vorbereitung des Prozesses eingestellt werden.

Die Fraktionen begrüßten den Vorschlag, ein Klimaschutzkonzept zu entwickeln. „Das passt in die heutige Zeit“, sagte Reinhard Thöle (SPD). Er erkundigte sich danach, ob es einen Klimaschutzmanager geben werde, oder ob diese Aufgabe Mitarbeiter des Rathauses übernehmen könnten. Bernd Bormann erklärte dazu: „Eine feste Stelle im Haus halte ich für weniger sinnvoll. Mir schwebt ein externer Berater für zwei oder drei Jahre vor.“

Johann-Dieter Oldenburg (SPD) gab zu, „ich hatte Probleme, die Sitzungsvorlage zu verstehen, das ist schon sehr abstrakt alles. Die 10 000 Euro sind gut angelegtes Geld.“ Er erkundigte sich, ob dann bei öffentlichen Bauvorhaben oder anderen Maßnahmen geguckt werden müsse, ob diese ins Klimaschutzkonzept passen. Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann bejahte dies.

Bernd Schneider (Die Grünen) wollte wissen, ob es nur um eine CO2-Einsparung gehe oder eine Klimaanpassung. „Geht das Konzept also auch auf Ereignisse wie Hitze oder Starkregen ein? Etwa bei der Bauleitplanung?“, fragte er. Auch dies beantwortete der Samtgemeindebürgermeister mit einem „Ja“.

Am Ende empfahl der Planungsausschuss einstimmig die Erarbeitung eines Klimaschutzkonzepts und damit den Auftrag an die Verwaltung, die Rahmenbedingungen zu erarbeiten und dem Samtgemeinderat zur Beschlussfassung vorzulegen.

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Viele tote Urlauber bei Vulkanausbruch in Neuseeland

Viele tote Urlauber bei Vulkanausbruch in Neuseeland

„Hello Abstiegskampf, my old friend“ - die Netzreaktionen zu #SVWSCP

„Hello Abstiegskampf, my old friend“ - die Netzreaktionen zu #SVWSCP

Gutachten: Berliner Mietendeckel nicht verfassungswidrig

Gutachten: Berliner Mietendeckel nicht verfassungswidrig

Hartes Ringen bei UN-Klimagipfel - Thunberg nutzt Medienhype

Hartes Ringen bei UN-Klimagipfel - Thunberg nutzt Medienhype

Meistgelesene Artikel

Neue Anbieter auf dem Weihnachtsmarkt in Martfeld

Neue Anbieter auf dem Weihnachtsmarkt in Martfeld

Trotz Regenwetters: Syker lassen sich Weihnachtliche Kulturtage nicht vermiesen

Trotz Regenwetters: Syker lassen sich Weihnachtliche Kulturtage nicht vermiesen

THW Bassum baut Löschwassertank

THW Bassum baut Löschwassertank

Plötzlich war der Schimmelpilz da: Ehepaar sucht verzweifelt nach neuer Wohnung

Plötzlich war der Schimmelpilz da: Ehepaar sucht verzweifelt nach neuer Wohnung

Kommentare