Investor aus Wildeshausen

Im Amtshof in Bruchhausen-Vilsen entstehen Wohngemeinschaften für Senioren

Planzeichnung eines großen Gebäudes aus dem 18. Jahrhundert
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Investoren aus Wildeshausen haben Pläne für den denkmalgeschützten Amtshof in Bruchhausen-Vilsen. Dort soll bis Ende nächsten Jahres eine neue Form von Seniorenwohnen möglich sein.

Br.-Vilsen – Die Tinte unter den Verträgen ist trocken: Der 1775 in Bruchhausen errichtete Amtshof hat neue Besitzer gefunden. Sandra Stöver aus Goldenstedt und Frank Stöver aus Hanstedt bei Wildeshausen haben das denkmalgeschützte Gebäude gekauft.

Das Ehepaar will inklusive der Verkaufssumme drei bis vier Millionen in ein besonderes Projekt investieren: Stövers planen, zwei Senioren-Wohngemeinschaften mit jeweils zwölf Zimmern sowie vier separate Wohnungen für junge Menschen einzurichten. „Die Lage ist toll, wir sind von unserer Idee überzeugt, und wir wollen das zusammen mit dem Denkmalschutz realisieren“, sagt Frank Stöver, der zusammen mit seiner Frau, die Geschäftsführerin eines Planungsbüros ist, bereits das völlig marode Bahnhofsgebäude in Wildeshausen zu einem Schmuckstück umgestaltet hat.

Auf den Amtshof in Bruchhausen-Vilsen sei er durch Zufall gestoßen, berichtet Landwirt Frank Stöver. Es habe einige Interessenten für den einstigen Verwaltungssitz der Drosten und Amtmänner gegeben, der seit den 1970er-Jahren eine Zahnarztpraxis beherbergt hatte, heißt es von der Hamburger Maklerfirma. Sie hatte den Amtshof im Auftrag des Süstedters Steffen Nolte angeboten. „Uns wäre es lieb, einen Käufer zu finden, der etwas Schönes aus dem Amtshof macht“, sagte Steffen Nolte im Gespräch mit der Kreiszeitung vor dem Verkauf. Diese Idee scheint mit der Veräußerung an das Ehepaar Stöver aufgegangen zu sein: Sie wollen aus dem Amtshof mit seinen 27 Zimmern und rund 1 300 Quadratmetern Nutzfläche ein ganz besonderes Gebäude machen.

Das Paar interessiert sich für herausfordernde Projekte: Da sie einen Bekannten hätten, der gerade ein neuartiges Seniorenwohnen aufziehe, wollten sie ein ähnliches Projekt verwirklichen. „Die älteren Leute mieten sich ihr eigenes Zimmer mit Bad“, so Frank Stöver. „Es gibt dazu aber wie bei einer Wohngemeinschaft auch Gemeinschaftsräume.“ Zudem könnten die Bewohner Pflege- oder Betreuungsleistungen dazu buchen. Senioren, die derlei Angebote nutzen wollten, bekämen vom Staat einen Mietzuschuss von 120 Euro pro Monat – unabhängig von den Vermögensverhältnissen, so Stöver. „Gleichzeitig geben sie ihre großen Wohnungen für jüngere Interessierte frei“, glaubt der Hanstedter an einen Vorteil für die gesamte Gesellschaft.

Er wolle auf jeden Fall, dass die Wohnungen im neuen Amtshof erschwinglich seien. In den nächsten Tagen stehen zunächst Gespräche mit dem Denkmalschutz an. „Wir werden da sehr behutsam rangehen“, sagt Stöver. Es sei geplant, die Wohngemeinschaften Ende 2022 zu eröffnen.

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