Initiative kämpft gegen geplante Fusion mit Bruchhausen-Vilsen / Zwei Infoveranstaltungen / „Bürgerentscheid ist ein Instrument der direkten Demok ...

„Die Gemeinde Süstedt kann eigenständig bestehen“

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Diese Süstedter Bürger setzen sich dafür ein, dass ihre Heimatgemeinde auch in Zukunft eigenständig bleibt.

Süstedt - „Eigenständigkeit ist möglich, eine Chance und gut“ – so lautet die Meinung einiger engagierter Süstedter. Wie ihre Heimatgemeinde erhalten bleiben kann, wollen sie bei zwei Informationsveranstaltungen zum bevorstehenden Bürgerentscheid erklären. Das teilt die Initiative für den Erhalt der Gemeinde Süstedt in einer Pressemeldung mit. Wie berichtet, möchte die Gruppe die vom Gemeinderat beschlossene Fusion von Süstedt und dem Flecken Bruchhausen-Vilsen verhindern. Am Sonntag, 19. April, dürfen die Süstedter abstimmen, ob sie den Zusammenschluss wünschen oder nicht.

„Berücksichtigt werden bei den Veranstaltungen brisante Themen wie angespannte Haushaltslagen der beiden fusionierenden Gemeinden, Abgaben und die Anpassung von Hebesätzen“, heißt es in der Pressemitteilung. Außerdem gehe es um Visionen zur finanziellen Zukunft Süstedts: „Denn eines ist den Bürgern klar geworden: Die Gemeinde Süstedt kann eigenständig bestehen und ihre Finanzhoheit erhalten.“ Der ortsansässige Landwirt Volker Schweers sagt: „Es ist elementar, dass unser Geld in unserer Gemeinde bleibt und unserer Gemeinschaft zugutekommt.“

Kleinere Gemeinden böten bessere Strukturen für politisches Ehrenamt und für eine aktive Beteiligung in Vereinen als größere. „Unsere Gemeinschaft ist von einer starken Identifikation mit unseren drei Dörfern geprägt“, sagt Vera Nolte. „Ohne diese Identifikation würden ehrenamtliche Beiträge zum Gemeindeleben zurückgehen.“ Ein Beispiel seien die unentgeltlichen Hilfen von lokalen Landwirten bei den Instandhaltungsarbeiten für Straßen und Flur.

Anwohner Timo Lüllmann ergänzt: „Nur bei einer eigenständigen Gemeinde haben wir einen Gemeinderat, der sich ausschließlich um die Belange kümmert, die für unser direktes Umfeld relevant sind. Ansprechpartner vor Ort und kurze Entscheidungswege sind dabei wichtig.“

Die Initiative betont indes, dass sie die Arbeit des Rats der Gemeinde Süstedt schätze und den Politikern des Gremiums Vertrauen entgegenbringe. Dennoch habe sie in Bezug auf die geplante Fusion eingegriffen. „Bei einer so weitreichenden und unumkehrbaren Entscheidung sollten die Bürger einbezogen werden“, erklärt Oliver Stellmann, der sich nach eigenen Angaben von Anfang an für eine hohe Transparenz im Fusionsprozess eingesetzt hat. „Da unser Wunsch nach Transparenz und Mitbestimmung auf anderem Wege ausgeschlagen wurde, haben wir den Bürgerentscheid initiiert. Dabei sehen wir den Bürgerentscheid als das, was er sein sollte: nämlich ein Instrument der direkten Demokratie. Am Ende soll eine Entscheidung mit einer möglichst hohen Akzeptanz in der Bevölkerung stehen, ob Fusion oder Eigenständigkeit.“

Die Gruppe wolle jedem Bürger der Gemeinde die Möglichkeit bieten, sich über die Vor- und Nachteile einer Fusion zu informieren und auszutauschen.

mah

www.uenzen-

ochtmannien-suestedt.de

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