Sammelstelle für 2019 noch offen

Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“: Ingrid Lemke sucht einen Nachfolger

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Ingrid Lemke hofft, dass jemand die Aufgabe als Sammelstellen-Leiterin von ihr übernimmt.

Martfeld - Von Regine Suling. „Das ist einfach eine tolle Sache“, sagt Ingrid Lemke über die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“, für die sie sich seit 2008 engagiert. Jetzt will die Hustedterin diese ehrenamtliche Arbeit aus beruflichen Gründen abgeben und sucht jemanden für 2019, der die Tätigkeit für „Weihnachten im Schuhkarton“ als Sammelstelle oder Sammelpunkt von ihr übernimmt.

„Als Sammelstelle schaue ich die Kartons durch, sortiere aus und fülle sie bei Bedarf auf. Ich verklebe die Schuhkartons, verpacke sie in Umkartons, und erst vor Ort werden sie von dem Empfängerkind wieder geöffnet“, erläutert sie. „Als Sammelpunkt darf ich die Schuhkartons unkontrolliert, verpackt in Umkartons, nach Berlin schicken. Das Durchschauen wird dann in Berlin gemacht.“ 

Ob als Sammelstelle oder als Sammelpunkt – die Aufgabe ist wichtig: „Für die Jungen und Mädchen ist es unglaublich schön, dass jemand an sie denkt“, sagt Ingrid Lemke über die Aktion des christlichen Werks „Geschenke der Hoffnung“. Denn die fertig gepackten Kartons gehen an bedürftige Kinder in Osteuropa.

Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 172 Kartons, die über Ingrid Lemke den Weg zu Mädchen und Jungen fanden, die zuvor oftmals noch nie in ihrem Leben ein Geschenk erhalten hatten. Die Päckchen, die an den Annahmestellen in der Schwarmer Apotheke, im Spielzeugtraum in Martfeld und im Modehaus Siemers in Asendorf zusammenkamen, wurden von Ingrid Lemke als Sammelstelle noch einmal auf ihren Inhalt hin überprüft. Denn gebrauchte oder gefährliche Gegenstände sowie Kaffee, Tee, Kekse, Schokolade mit Füllungen und Süßigkeiten mit Gelierstoffen dürfen nicht im Päckchen landen.

Noch bis zum 15. November nehmen die Annahmestellen Kartons an. Es empfiehlt sich, eine Mischung aus den folgenden Artikeln für die Altersgruppen zwei bis vier, fünf bis neun oder zehn bis 14 Jahre zusammenzustellen: Mütze, Schal, Handschuhe, Socken, Kuscheltiere, Murmeln, Autos, Bälle, Malbücher, Zahnbürsten und Zahnpasta, Hefte, Bunt- und Bleistifte, originalverpackte Süßigkeiten wie Bonbons, Lutscher und Vollmilchschokolade. 

Auch ein persönlicher Gruß sowie ein Foto sollte in dem Päckchen stecken, damit das Empfängerkind weiß, wer ihm den Schuhkarton geschickt hat. Sofern möglich, bittet „Geschenke der Hoffnung“ darum, acht Euro pro Geschenk zurückzulegen. Denn damit wird die Gesamtaktion finanziert.

Die Geschenk-Päckchen gehen dann auf die Reise zu den Kindern in die Empfängerländer – in diesem Jahr zum Beispiel nach Moldau, in die Ukraine sowie nach Serbien, Rumänien und Georgien.

Zu Ingrid Lemkes ehrenamtlicher Tätigkeit als Sammelstellen-Leiterin gehörte außerdem das Bestellen und Verteilen von Infomaterial, die Entgegennahme und Überweisung von Geldspenden sowie die Absprache mit den Annahmestellen und dem Spediteur, der die Kartons bei ihr abholt.

„Ich würde auch noch weiter mit unterstützen“, sagt Ingrid Lemke. „Denn es sind einfach viele Leute dabei, die ihre Päckchen mit Herzblut packen.“ Deswegen hofft sie auf jemanden, der Interesse daran hat, diese Aufgabe von ihr zu übernehmen. „Mir würde es einfach leidtun, wenn sich niemand finden würde.“

Außerdem hat sie viele Wollreste als Spende erhalten. „Auch die gebe ich gerne an jemanden ab, der daraus etwas für diese Aktion stricken will.“ Weitere Informationen bei Ingrid Lemke unter Telefon 04255/1672.

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