Infotafel an Grenzstein enthüllt

Dörfer wachsen weiter zusammen

Die Bürgermeister Marlies Plate und Johann-Dieter Oldenburg enthüllten die Infotafel am Grenzstein.
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Die Bürgermeister Marlies Plate und Johann-Dieter Oldenburg enthüllten die Infotafel am Grenzstein.

Schwarme/Martfeld - Von Max Brinkmann. Vor zwei Jahren haben Schwarme und Martfeld an der Gemeindegrenze einen Grenzstein aufgestellt – jetzt enthüllten die Bürgermeister Marlies Plate (Martfeld) und Johann-Dieter Oldenburg (Schwarme) neben dem Stein an der Landesstraße 331 eine Infotafel. Darauf finden die Bürger Informationen zur Geschichte des Steins und zum Findling mit der Aufschrift „300 Jahre Frieden Martfeld-Schwarme“ auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Bei der Einweihung der Infotafel sagte Plate, dass sie zufrieden sei mit der aktuellen Situation in den zwei Dörfern: „Beide Orte sind mit der Zeit mehr und mehr zusammengewachsen, und die Streitigkeiten, von denen ohnehin nur noch Wenige den Grund wissen, sind lange beendet.“

Die Grenze zwischen Schwarme und Martfeld hatte jahrhundertelang für die Bewohner eine große Rolle gespielt, immer wieder gab es Differenzen. Am 16. Juni 1613 schlossen der Bremer Erzbischof Johann Friedrich und der Celler Herzog Christian in Martfeld einen völkerrechtsgültigen Vertrag, in dem sie die genaue Grenze zwischen Martfeld, das einst der Grafschaft Hoya und später der welfischen Regierung in Celle unterstand, und Schwarme (damals Teil des Erzbistums Bremen) festlegten. Trotzdem soll es weiterhin handfeste Auseinandersetzungen gegeben haben. Der Celler Herzog Georg Wilhelm befahl im Jahr 1704 beiden Seiten den Frieden.

Heute ist von dem einstigen Streit nichts mehr zu spüren, freute sich Plate. Die Kindergärten beider Gemeinden arbeiten eng zusammen, und die Grundschulen haben sogar eine gemeinsame Schulleitung. Schwarmes Bürgermeister Oldenburg stimmte ihr zu und bedankte sich beim Heimat- und Verschönerungsverein (HVV) Martfeld sowie beim Heimat-, Umwelt- und Kulturverein (Eule) Schwarme, die das Aufstellen der Infotafel initiiert hatten.

Hergestellt hat die Tafel der Schmied Albert Till. Er ist gebürtiger Schwarmer, lebt nun aber in Martfeld.

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