Bewerbung als Kirchenvorsteher

Peter Schmitz: „Ich möchte etwas zurückgeben“

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Die Kirche immer im Blick: Peter Schmitz wohnt direkt neben der St.-Cyriakus-Kirche in Vilsen (links). Schon als Kind hat er unter ihrem Turm gespielt, und 1971 kaufte er das Haus (rechts) an der Assessorstraße, in dem er aufgewachsen ist.

Br.-Vilsen - Von Horst Friedrichs. „Ich weiß, dass Gott mich behütet hat“, sagt Peter Schmitz, und er weiß, wovon er spricht. Schwere Krankheiten und einen nicht minder schweren Unfall hat er im Laufe seines Lebens glücklich überstanden.

Bis vor Kurzem war er ehrenamtlich Bürgermeister des Fleckens Bruchhausen-Vilsen, und nun kandidiert er bei der Wahl zum Kirchenvorstand am Sonntag, 11. März. „Im April werde ich 70“, erklärt er. „Ich fühle mich fit genug, etwas Neues zu tun. Deshalb möchte ich jetzt meine Erfahrungen aus der Kommunalpolitik in die kirchliche Arbeit einbringen.“

Seit seiner Taufe 1948 gehört Peter Schmitz der evangelisch-lutherischen Kirche an. In seinem Haus an der Assessorstraße, in unmittelbarer Nachbarschaft der St.-Cyriakus-Kirche in Vilsen, wohnt er seit 1958. 

Schon als Kind hat er auf dem Platz zwischen Gotteshaus und Elternhaus gespielt, und 1971 kaufte er ebendieses Haus, das er gemeinsam mit seiner Ehefrau Regina zu einem schmucken Heim ausgebaut hat. In Bruchhausen-Vilsen geboren, getauft und zur Schule gegangen, ist er seinem Heimatort aufs Engste verbunden.

Dankbar für seine Gesundheit

„Ich bin dankbar für meine Gesundheit“, sagt er, „und ich möchte etwas zurückgeben. Die Kirchengemeinde gehört zum Gemeinwesen. Darauf beruht meine Motivation, für das Amt des Kirchenvorstehers zu kandidieren. „Wenn ich gewählt werde, will ich der Kirchengemeinde meine Erfahrungen aus der kommunalen Arbeit zur Verfügung stellen.“ 

25 Jahre lang – bis 2016 – war Peter Schmitz Mitglied des Gemeinderats und des Rats der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen. 1996 zum Bürgermeister des Fleckens gewählt, hatte er dieses Amt 20 Jahre lang inne.

Gern erinnert er sich an die Zeit zurück, in der er Vorsitzender des Segelflugvereins Hoya war und die „Lizenzen“ für Segelflieger und Motorsegler hatte. Dann jedoch, nach einem Herzinfarkt 1989, war es mit der Flugtauglichkeit vorbei, und auch den Vereinsvorsitz gab er demzufolge ab.

Mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Nach seiner beruflichen Tätigkeit beim Arbeitsamt Nienburg war er von 1991 bis 2008 Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit in Syke. Seit 2008 im Ruhestand, erlitt Schmitz 2009 einen schweren Unfall während der Ausübung seines Amts als Bürgermeister. Von dem Unfall hat er sich inzwischen bestens erholt. 

Für seine Verdienste wurde er vor Kurzem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Sein Resümee: „Bürgermeister im Flecken Bruchhausen-Vilsen zu sein, ist der schönste Job der Welt. Immerhin ist es der einzige Luftkurort zwischen Bremen und Hannover.“

Peter Schmitz will seinen Tatendrang noch lange nicht bremsen. Deshalb hat er nicht lange überlegt und zugestimmt, als er aus dem Kirchenvorstand die Anfrage in Sachen Kandidatur erhielt. „Kommune und Kirche arbeiten in vielen Bereichen zusammen“, sagt er. „Da würde ich mich gern einbringen.“

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