Hoyaer Shanty-Chor singt über Frauen und Freiheit, Männer und Geld

Seereise nach Noten begeistert 320 Konzertgäste

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Die „Jungs aus Hoya“ dürfen gerne wieder in den Kurpark Bruchhausen-Vilsen kommen.

Br.-Vilsen - Von Dieter Niederheide. Mit schwerem Gepäck reisten die Shanty-Sänger vom Wassersportverein Hoya zum Sonntagskonzert im Kurpark in Bruchhausen-Vilsen. Bevor die Männer die rund 320 Besucher auf eine stimmungsvolle Seereise entführten, verwandelten sie die Konzertmuschel mit großen Stellwänden in eine maritime Landschaft mit einem rot-weißen Leuchtturm, wogenden Wellen und einem Schiff mit grünen Segeln.

Nachdem der Chor die Bühne hergerichtet hatte, hieß es unter dem Dirigat von Monika Stollmann „Leinen los“ – die Seereise nach Noten begann. Zur Einstimmung sang die stimmstarke Gruppe das Lied „Wir sind die Jungs aus Hoya“ nach der Melodie von „Eine Seefahrt, die ist lustig“.

Zum Repertoire gehörten auch „So viel Wind und keine Segel“, „Seemann, deine Heimat ist das Meer“ und „Kleine weiße Möwe“. Sicher vorgetragen wurde zudem der Shanty „Santiano“ aus dem Jahr 1960, der an Shanty-Chöre einen gewissen Anspruch stellt, den der Chor aus Hoya voll erfüllte.

Bestens kamen beim Publikum die Solostimmen an. So überzeugten Manfred Haar mit seiner Bassstimme bei „Hamborger Veermaster“, Tenor Walter Seegers bei „Bye bye, my Roseanna“ und Heinz Barth mit dem bekannten Stück „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“. Viel Applaus gab es auch für ein Potpourri mit Songs wie „Schön ist die Liebe im Hafen“ und „Schwer mit den Schätzen des Orients beladen“.

Nach der Zeile „Keine Frau ist so schön wie die Freiheit“ aus dem gleichnamigen Lied applaudierten die männlichen Zuhörer ganz begeistert – und die Frauen klatschten, als es kurz darauf hieß: „...und kein Mann ist so schön wie sein Geld“.

Für den musikalischen Hintergrund waren Gitarrist Wolfgang Riedel und Akkordeonspieler Werner Langner zuständig, während Moderator Edgar Lange und Karl-Heinz Barth einige Lieder per Mundharmonika begleiteten.

Am Ende trug der Chor passenderweise „Und dann geht es mit Volldampf nach Hause“ vor. Mit „Doswidanja“, zu Deutsch „Auf Wiedersehen“, verabschiedete sich der Shanty-Chor des Wassersportvereins Hoya dann endgültig.

Die Fans der Sonntagskonzerte im Kurpark hoffen nach diesem gelungenen Auftritt auf ein „Doswidanja“ im nächsten Jahr.

Zunächst aber geht es in der Konzertreihe mit dem Blasorchester Kirchweyhe weiter – und zwar am Sonntag, 5. Juli, um 15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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