Eröffnung noch für dieses Jahr geplant

Thöle-Hotel im Flecken: Arbeiten gehen rasant voran - „alle vier Wochen eine neue Etage“

Besitzer Wilhelm Thöle und Bauleiter Peter Krompholz (von links) sind guter Hoffnung, noch in diesem Jahr eröffnen zu können.
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Besitzer Wilhelm Thöle und Bauleiter Peter Krompholz (von links) sind guter Hoffnung, noch in diesem Jahr eröffnen zu können.

Br.-Vilsen – Auf der Baustelle in Bruchhausen-Vilsen geht es in großen Schritten voran. Die Keller-Etage ist bereits fertiggestellt. Besitzer Wilhelm Thöle plant noch in diesem Jahr zu eröffnen.

Die Keller-Etage ist bereits fertiggestellt. Aktuell setzen Bauarbeiter Stein auf Stein, um dem Erdgeschoss des neuen Thöle-Hotels in Bruchhausen-Vilsen die gewünschte Form zu verpassen. Jeder Block trägt eine Nummer, sodass man sich nur an die Anleitung halten muss. „Es ist wie Lego zusammenzustecken“, sagt Bauleiter Peter Krompholz. Zwar handelt es sich bei dem Vorhaben auf der rund 1 600 Quadratmeter großen Fläche am Kohlwührensee nicht um das Hochziehen eines bunten Miniaturhauses, sondern um den Bau eines Hotels mit ganzen 30 Zimmern und 59 Betten.

Doch es geht ähnlich schnell voran. „Alle vier bis fünf Wochen kommt eine neue Etage hinzu“, verrät Peter Krompholz bei einem gemeinsamen Rundgang mit Eigentümer Wilhelm Thöle über die Baustelle. Letzterem gehören auch die drei gleichnamigen Hotels in Bücken, Hoya und Verden, die er jedoch an die Thöle Betriebs GmbH verpachtet hat.

Zwar ist Wilhelm Thöle schon 63 Jahre alt und damit fast reif für den Ruhestand, doch schon so bald in Rente zu gehen, das sei ihm zu langweilig. „Ich wollte mir einfach nochmal etwas gönnen“, sagt er und grinst. Das ist jedoch nicht der einzige Grund für den Bau des Hotels in Bruchhausen-Vilsen. Er wolle damit etwas für die nächste Generation erschaffen. Sein Sohn leite bereits die drei Häuser in Verden, Hoya und Bücken, in Bruchhausen-Vilsen solle nun seine Tochter Alena den Hut aufhaben. Wilhelm Thöle und seine Frau Jutta werden das Führungsteam ergänzen.

Wilhelm Thöle erwartet viele Fahrradtouristen - Vom Hotelbau profitiert auch die Gastronomie

Seine Vision, wie das neue Hotel einmal aussehen soll, wird deutlich, als er durch den Rohbau spaziert. Im Eingangsbereich ist bereits annähernd eine großzügige Rezeption zu erkennen, dahinter erstreckt sich der Büfett- und Frühstücksbereich – allesamt lichtdurchflutet. „Hier wollen wir später bis zu 60 Gäste bedienen“, sagt er. Ein Stückchen weiter schließen sich auch schon die ersten Hotelzimmer an. Zwar müssen dort noch die inneren Wände hochgezogen werden, doch der Gang, von dem die knapp 32 Quadratmeter großen Räume einmal abgehen sollen, ist bereits zu erkennen. Viele der späteren Gäste werden laut Wilhelm Thöle Fahrradtouristen, Kurzurlauber und Geschäftsleute sein.

Stein auf Stein setzen die Bauarbeiter das Hotel in Bruchhausen-Vilsen zusammen.

„Durch die Pedelecs und E-Bikes hat sich mittlerweile eine ganz neue Urlaubswelt entwickelt“, sagt der Hotelier und weist auf die große Fahrradstellfläche im Keller hin. Bruchhausen-Vilsen mit seinen zahlreichen Attraktionen wie der Museums-Eisenbahn, dem Kurpark und dem Brokser Markt würde besonders Radler aus Bremen anlocken. Was den eingeschworenen Hotelier jedoch ärgert, ist, dass der beliebte Weser-Radweg durch eine Verlegung nicht mehr direkt durch die Städte führt. Er hoffe daher, dass sich eine ähnliche Route auch von Bremen nach Bruchhausen-Vilsen etabliere. „Davon würde nicht nur später das Hotel profitieren, sondern gleichzeitig auch die örtliche Gastronomie“, ist er überzeugt.

Apropos Gastronomie: Diese müsse keine Konkurrenz durch Wilhelm Thöle fürchten, denn er baue ein Hotel garni, also ein Haus, in dem ausschließlich Frühstück, nicht aber warme Speisen angeboten werden. „Kürzlich war auch schon einer der Gastronomen auf der Baustelle und erkundigte sich, wie es vorangeht“, berichtet der Hotelier. „Unsere Gäste können abends vor Ort in den Restaurants essen gehen und für einen Absacker in Bruchhausen-Vilsens Kneipen zusammenkommen.“

Bauarbeiten am neuen Hotel im Flecken liegen im Zeitplan - Eröffnung noch für dieses Jahr geplant

Wilhelm Thöle will aber nicht nur Kurzurlauber und Fahrradtouristen beherbergen, sondern auch Geschäftsleute. Und für die will er einige der geplanten Zimmer mit einem Büro ausstatten. „Dort können sie dann ähnlich wie im Homeoffice arbeiten.“

Bis alles soweit ist und tatsächlich Gäste in Bruchhausen-Vilsen einchecken können, ist es aber noch ein weiter Weg. Ursprünglich wollte Wilhelm Thöle die Türen seines neuen Hauses schon zum Brokser Heiratsmarkt öffnen, „ich bin mir jedoch nicht sicher, ob wir das schaffen werden“, sagt der 63-Jährige. Denn coronabedingt ließ die Baugenehmigung lange auf sich warten, sodass die Erdarbeiten erst im November vergangenen Jahres starten konnten. „Alles in allem liegen wir aber trotzdem gut im Zeitplan“, sind sich Bauleiter und Eigentümer sicher.

Nach derzeitigem Stand stehe einer Eröffnung noch in diesem Jahr nichts im Wege. „Nach Fertigstellung des Rohbaus ist der nächste Schritt das Dach und dann kann Richtfest gefeiert werden“, blickt Wilhelm Thöle positiv in die Zukunft. Eine so große Baustelle mache ihm überhaupt keinen Stress, für ihn sei das eher ein Hobby, an dem er sich erfreue.

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