Teilnehmer des Musikprojekts „Haste Töne“ treten in der Asendorfer Kirche auf

Hörenswertes Ergebnis

Gemeinsam auf der Bühne im Altarraum der Asendorfer Kirche intonierten gestern Nachmittag die drei Workshops des Projekts „Haste Töne“ das Lied „Du bist mein Zufluchtsort“ (von links): Perkussionsgruppe, Chor und Band. Zuvor gab es ein Musikprogramm, in das die Zuhörer zum Mitmachen einbezogen wurden. Foto: Horst Friedrichs

Asendorf - Von Horst Friedrichs. Musik, Musik, Musik – aus allen Richtungen klang es am Wochenende im Herzen von Asendorf. Bei strahlendem Spätsommersonnenschein ertönten Instrumente und Singstimmen rund um Kirche und Gemeindehaus. Mit dem Musikprojekt „Haste Töne“ betrat der Musik- und Kulturausschuss des Kirchenvorstands Neuland – und das mit vollem Erfolg. Insgesamt 30 Teilnehmer kamen am Samstag und Sonntag zusammen. Zuvor waren die Initiatoren wochenlang mit der Frage „Welche Talente gibt es in Asendorf?“ auf die Suche gegangen. Dafür hatten sie alle verfügbaren Medien genutzt, vom Gemeindebrief über Zeitungsartikel, Flyer und Plakate bis hin zur bewährten Mundpropaganda.

„Keiner wusste, was auf uns zukommt“, sagte Dagmar Focke vom Musik- und Kulturausschuss am Samstagnachmittag während eines Gesprächs mit der Kreiszeitung im Gemeindehaus. Ronald Steinbrügger, ebenfalls Ausschussmitglied, fügte hinzu: „Alle haben ihre Ideen eingebracht, und das Ergebnis kann sich sehen lassen.“ Dem Organisationsteam gehörten außerdem die Ausschussmitglieder Katja Sturhan und Joanna Menke an. Das sehens- und hörenswerte Ergebnis der umfangreichen Vorbereitungen waren drei für die Teilnehmer kostenlose Workshops, die am Samstag stattfanden. Es gab zudem ein gemeinsames Mittagessen, eine Kaffeepause und schließlich eine Abschlussbesprechung. Das Alter der Teilnehmer reichte von sechs bis zu 60 Jahren.

Die insgesamt 30 Musikbegeisterten, die sich gemeldet hatten, teilten sich auf in einen Workshop „Chor“ mit 16 Sängern, einen Workshop „Percussion“ mit acht und den Workshop „Band“ mit sechs Teilnehmern. Die musikalische Gesamtleitung des Projekts hatte Kirchenmusiker Dietrich Wimmer aus Bruchhausen-Vilsen übernommen.

Als Chorleiterin hatte der Musik- und Kulturausschuss Daniela Predescu aus Bassum gewonnen. Die Perkussionsgruppe leitete Rolf Sannemann aus Asendorf, und die Band kam unter der Leitung von Wanja Sturhan aus Graue zusammen. Während die Band in der Kirche probte, fand der Chor sein vorübergehendes Domizil im Gemeindehaus. Dort traf sich auch die Perkussionsgruppe.

Gestern fand in der Asendorfer Kirche kein regulärer Gottesdienst statt. Dafür gab es – nach der Generalprobe am frühen Nachmittag – eine besinnlich und schwungvoll gestaltete Abschlussveranstaltung. Die drei Workshops erfreuten ihre Zuhörer mit einer Kostprobe ihres erarbeiteten Repertoires und sangen und spielten schließlich gemeinsam als Abschlussstück das Lied „Du bist mein Zufluchtsort“. Für die Technik war Felix Grampp verantwortlich.

Ob sich die Mitwirkenden des Projekts „Haste Töne“ später wieder zu gemeinsamen musikalischen Unternehmungen treffen, ist noch offen. „Es wird jedenfalls nicht gezielt darauf hingearbeitet“, sagt Dagmar Focke. Das lasse alle Möglichkeiten offen. Fest steht indes, dass die meisten der 30 Workshopteilnehmer keiner der bestehenden Gruppen in der Kirchengemeinde Asendorf angehören. Das sind die Gitarrengruppe, der Posaunenchor, der St.-Marcellus-Chor, die Rumpeltruppe (Gesang und Begleitung) sowie die Flötengruppe. „Bei vielen dieser Gruppen gibt es Nachwuchssorgen“, erklärt Ronald Steinbrügger. „Außerdem hat die Kirchengemeinde zurzeit keinen Organisten. Wir sind immer auf Aushilfen angewiesen.“

Finanziert wurde das Projekt aus dem Kartenverkaufserlös zweier Konzerte der Gruppe „medlz“, die Vilsa-Geschäftsführer Henning Rodekohr engagiert hatte. Aus demselben Finanztopf war bereits die Anschaffung einer Küchenzeile im Gemeindehaus finanziert worden.

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