„Historischer Erntetag“ an Behlmer Mühle

Mit Sense und Strohpresse ab aufs Feld

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Hermann Tasto, Heiko Albers und Kurt Früchtenicht (von links) vom Heimatverein freuen sich auf den „Erntetag“. Dann bringt Früchtenicht auch diesen 61 Jahre alten Unimog mit.

Engeln - Von Mareike Hahn. Einen Ausflug in vergangene Zeiten bietet der Heimatverein Engeln zusammen mit mehreren anderen örtlichen Vereinen am Sonntag, 13. September, dem bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“. Die Organisatoren nennen ihre Veranstaltung „Historischer Erntetag“ – und der Name ist Programm: Sie zeigen von 10 bis 18 Uhr rund um die Behlmer Mühle, wie die Bauern früher geerntet haben.

Ganz neu ist die Idee nicht: Ende der 90er-Jahre gab es bereits eine ähnliche Aktion auf den Feldern an der Galerie-Holländer-Mühle. „Damals kam das sehr gut an“, sagt Hermann Tasto vom Heimatverein. Und sein Vereinskollege Kurt Früchtenicht ergänzt: „Wir wollen nicht immer nur Kaffee und Kuchen anbieten, sondern mal wieder etwas Besonderes machen. Bei uns können sich auch Kinder und Jugendliche ein Bild davon machen, wie die Ernte früher ablief, als es noch keine moderne Technik gab.“ Um ein vielfältiges Programm bieten zu können, hat der Heimatverein die Schützenvereine Engeln, Oerdinghausen, Scholen und Weseloh, die Alteisen-AG Asendorf und die Freiwillige Feuerwehr Engeln mit ins Boot geholt. Die Mitglieder haben sich in den vergangenen Wochen mehrfach getroffen, um alles vorzubereiten.

Los geht der „Historische Erntetag“ um 10 Uhr mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel. Ab 11 Uhr steht ein Frühschoppen mit den Kolkmusikanten auf dem Plan, bevor um 13 Uhr die Erntevorführungen beginnen. Es gibt Kaffee und Kuchen, Erfrischungsgetränke, Bratwurst, Pommes Frites, Ofenkartoffeln sowie Erbsensuppe.

Ein Hufschmied zeigt seine Arbeit und beschlägt auf Wunsch auch die Pferde von Besuchern;Anmeldungen sind unter Telefon 04247/612 erbeten.

Die Alteisen-AG bringt einige technische Geräte und alte Maschinen mit. Die Besucher können sich anschauen, wie Getreide und Kartoffeln einst geerntet wurden. Ein Mähdrescher aus den 50er-Jahren, eine Seilwinde und alte Strohpressen sind in Aktion zu sehen, bei der Weizenernte sind auch Sensen im Einsatz. Die „Mühlenfrauen“ des Heimatvereins führen die Arbeit am Spinnrad vor. Seilmachen ist ebenso geplant wie Kartoffelroden. Die Kinder können kostenlos Kartoffeln aufsammeln und mit nach Hause nehmen. Der Kindergarten Scholen sorgt für ein unterhaltsames Programm. Pferde pflügen und eggen das Feld wie in alten Zeiten.

Außerdem ist die 1876 erbaute Behlmer Mühle geöffnet, wer möchte, kann auch die Galerie betreten.

„Das wird ein schöner Tag“, ist sich Heiko Albers, Vorsitzender des Heimatvereins Engeln, sicher. Damit möglichst viele Besucher die Veranstaltung besuchen, ist der Eintritt frei. Parkplätze sind eingerichtet. Vorbeizukommen lohnt sich übrigens auch bei Regenwetter: Dann finden die Gäste in mehreren Zelten Schutz.

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