„Ovos di campo“ bringt Lebensfreude

Martfelder Samba-Gruppe: Heiße Musik sorgt für gute Laune

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Die Martfelder Gruppe „Ovos di campo“ mit Leiter Bernd Krämer (vorne links).

Martfeld - Von Dagmar Voss. Sie machen eindeutig heiße Musik für gute Laune, die jeden mitreißt. Die die Schultern und Hände, Füße und Beine ihrer Zuhörer in Bewegung setzt. Ihre Musik ist Samba, „die niemanden unbeteiligt lässt, man fühlt die Musik und muss mitmachen“, darüber sind sich Nicole Gehlen und Bernd Krämer einig.

Die beiden teilen sich mit Lisa Hellbig die Leitung der immer herrlich farbenprächtigen Landeier, oder besser auf Brasilianisch „Ovos di campo“ aus Martfeld. Sie bringen Rhythmus und Lebensfreude bei Straßenfesten und Jubiläen, wie zur Feier des 40-jährigen Bestehens des Heimat- und Verschönerungsvereins (HVV) Martfeld im vergangenen Sommer.

Die Truppe wurde vor knapp 20 Jahren gegründet, als einige Martfelder nach einem Auftritt einer Bremer Samba-Gruppe „Blut geleckt hatten“, erinnert sich Bernd Krämer. Für ihn kamen dann rhythmische Gehversuche bis hin zu einer zweieinhalbjährigen Ausbildung bei einem Brasilianer. 

Die Faszination für die südamerikanischen Rhythmen zusammen mit den durchdringenden Trommelschlägen führte damals – und heute ist es immer noch so – mehr als 20 Sambistas zusammen. Sie sind nicht abgehoben, sondern spielen am liebsten mitten zwischen ihren Zuschauern. Nicole Gehlen sagt: „Unser Spaß am Musikmachen ist zu fühlen, und der Funke springt schnell auf die Zuhörer über.“

Musik ist ihre Sprache

Musik ist ihre Sprache, bei Auftritten in Norddeutschland oder als Botschafter Martfelds beim Nachtmarathon in Luxemburg und bei Besuchen in La Bazoge, der französischen Partnergemeinde von Martfeld. 

Für Krämer und seine Sambistas ist „ein Wiedersehen mit vielen Freunden aus Deutschland und umzu in jedem Jahr der Bremer Samba-Karneval, der größten Samba-Veranstaltung Europas.“ Dort dabei zu sein, ist für sie und sicherlich für die Zuschauer auf den Bremer Straßen Emotion pur.

Bunt kostümiert, gemeinsam mit über 1.500 Musikern, präsentiert die Gruppe vor mehr als 20.000 Zuschauern die neuesten Grooves. Dazu schneidern sich die Musiker ihre Kostüme passend zum Thema selbst. Man darf also gespannt sein, was sie aus dem Thema „Wunderwelten“ machen, zu dem sie am 17. und 18. Februar in die Hansestadt reisen. 

„Wir Landeier sind eine offene Gruppe, unsere regelmäßigen Proben kann man gern besuchen, Interessierte sind willkommen“, sagt Krämer. Ihr Repertoire besteht aus zehn bis zwölf Stücken, unter anderem „Motown“ oder „Mix Beat“. Natürlich sind sie immer auf der Suche nach Neuem, sie haben auch schon Experimentelles auf die Bühne gebracht. So eine Mischung mit Balkanrhythmen, zu denen Thomas Denker zum Akkordeon griff.

Die Martfelder Samba-Gruppe probt immer sonntags von 19 bis 21 Uhr im Theaterestaurant „Kastanie“ in Hollen 30.

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