Heimat- und Fremdenverkehrsverein lässt alte Tradition wieder aufleben: Feuerwehr-Musikzug spielt am Tretbecken Heiligenberg

Flotte Musik, nette Gespräche und Sonnenschein im „herrlichen Flecken“

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Der Musikzug spielte am idyllischen Heiligenberg volkstümliche Musik.

Heiligenberg - Von Dieter Niederheide. Kaltes Quellwasser im Tretbecken, ein ähnlich kühles Bier im Glas, flotte volkstümliche Musik in den Ohren und Gespräche mit netten Leuten, die man nicht jeden Tag trifft. Das gab es gestern beim Frühkonzert, zu dem der Heimat- und Fremdenverkehrsverein Heiligenberg eingeladen hatte.

Die gute Resonanz aus der Bevölkerung bestärkte die Organisatoren in ihrer Idee, das traditionelle Konzert nahe dem Kneippbecken Heiligenberg wieder aufleben zu lassen. Heinrich Bomhoff, an den ein Gedenkstein am Eingang zum Tret- und Armbecken erinnert, hatte als langjähriger Vorsitzender des Heimat- und Fremdenverkehrsvereins einst den Anstoß zu dieser Veranstaltung gegeben.

Die Premiere soll 1971 stattgefunden haben. Nach einigen Jahren kam dann das Aus. Jetzt wagte der Vereinsvorstand mit Bomhoff-Sohn Heiner, dem stellvertretenden Vorsitzenden Heinrich Heuermann und Geschäftsführer Hermann Westermann an der Spitze einen erneuten Versuch – mit Erfolg. Für volkstümliche Klänge sorgte der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Bruchhausen-Vilsen, der unter den Bäumen sitzend flott spielte.

Hans-Heinrich Meyer hat keine Angst vor kalten Füßen. Er nutzte gestern das Tretbecken.

Heinrich Heuermann, schon damals unter Heinrich Bomhoff zweiter Vorsitzender des Vereins, erinnert sich noch an die ersten Konzerte, als das Musikkorps aus Bremen-Mahndorf unter der Leitung von August Schröder auftrat. „Wir hatten schon früher immer Glück mit dem Wetter“, sagte Heuermann und freute sich gestern über den Sonnenschein. „Es ist schön, dass der Heimatverein Heiligenberg dieses Konzert in diesem herrlichen Flecken beim Tretbecken wieder aufleben lässt“, lobte Fleckenbürgermeister Peter Schmitz. Tatsächlich waren die meisten Bänke besetzt. Einige Besucher zogen vor Beginn des Konzerts ihre Schuhe und Socken aus und marschierten im Storchengang durch das etwa acht Grad kalte Quellwasser des Tretbeckens. Zum Beispiel Ulla Klein. Die 71-Jährige aus Kirchlinteln erzählte, dass sie oft zum Heiligenberg kommt: „Mir gefällt es hier gut, und wenn ich hier bin, nutze ich das Tret- und Armbecken gleich mit.“ Nicht minder abgehärtet ist Hans-Heinrich Meyer (77) aus Bruchhausen-Vilsen, der das Quellwasser ebenfalls sehr schätzt und auch gestern keine Angst vor kalten Füßen hatte.

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