Künstler zeigen ihre Werke im Skulpturenpark

Ein Hauch Peru weht durch Kuhlenkamp

Künstlerin Anne Hollmann präsentiert ihren Windengel. - Fotos: Dagmar Voss

Kuhlenkamp - Von Dagmar Voss. Ein weitläufiger Parkgarten, in dem an vielen Stellen Kunstwerke stehen, dazu die Möglichkeit, sich mit kleinen Leckereien zu verwöhnen und damit zwischendurch mal Entspannungspausen einzulegen – so lässt sich das Wochenende bestens genießen. Dazu liebreizende Klänge des peruanischen Musikers und Künstlers Reynaldo K’akachi. Er spielt Panflöte und Gitarre. So lässt es sich in Otterpohls Skulpturenpark in Asendorf-Kuhlenkamp aushalten, auch wenn es am Sonntag leicht feucht wurde. Schutz fanden die Gäste in einer Galerie, in der Bilder und keramische Objekte peruanischer Künstler zu sehen waren.

Der Kunstverein Artes-Asendorf hatte zu einer künstlerischen Open-Air-Erlebniswelt eingeladen, und die Eheleute Otterpohl öffneten dazu ihren Garten. Zu sehen waren eine Vielzahl von kreativen Schöpfungen von Alex Otterpohl sowie etliche Werke regionaler Künstler. Monika Mohrmann-Wulff zeigte Malereien, Anne Hollmann ihre ungewöhnlichen Betonskulpturen, die mit einer grünlichen Patina eher an Metall-objekte erinnerten. Der Dötlinger Fotograf Gerd Battermann hat seine bearbeiteten Fotos mit witterungsbeständiger Tinte auf Leinwand gedruckt, sodass diese Werke sogar draußen ein paar Jahre haltbar sind. Bildhauerische Werke des Sykers Otto Kirmse, der Bruchhausen-Vilserin Karin Rosenbaum sowie von Sibelt Lengert aus Sandkrug luden dazu ein, sich mit deren Holz-, Stein- und Stahl-skulpturen auseinanderzusetzen. Oder auch dazu, mit den Kunstschaffenden ins Gespräch zu kommen. Dabei erfuhren die Besucher, wie die grünliche Patina auf dem kleinen Windengel entstanden ist, warum Kirmse seiner bearbeiteten Wurzel den Titel „Verwirrung“ gegeben hat oder auf welch amüsantem Hintergrund der Sensenmann von Sibelt Lengert entstanden ist.

Gabriele Thomas aus Ganderkesee schützte ihre Bilder und der Bremer Ulrich Graf-Nottrodt seine Holzskulpturen unter einem kleinen Pavillon. Viel Anklang fanden Nottrodts Bücher mit witzigen Fotos winziger Figuren: „Das war ein Jahresprojekt, bei dem ich 365 Fotos von Modellbahnfiguren im Maßstab 1:87 in witzigen, nachdenklichen und skurrilen Szenen fotografiert und dabei eigene Miniaturwelten geschaffen habe.“

Besonders sehenswert waren die Werke der peruanischen Künstlergruppe „Expresión Perú“, die in der Galerie des 5 000 Quadratmeter großen Parks ausgestellt waren. Ölbilder, Skulpturen und Keramiken der südamerikanischen Künstler luden ein, sich mit diesen ungewöhnlichen Werken zu befassen. Otterpohl gab dazu eine kleine Einführung: „Was die jungen Künstler verbindet, ist der Wunsch, ihre reiche und spirituelle Geschichte, Elemente aus ihrer Mythologie und die heute noch vorhandene Verbundenheit von Mensch, Natur und Ritual zum Ausdruck zu bringen.“ Dabei verwendeten sie eine ungewöhnliche Farbpalette.

Dieses Wandern durch die Fantasiewelten der Künstler ist noch mehrere Male möglich, nämlich an folgenden Wochenenden: 4. und 5. Juni, 11. und 12. Juni sowie letztmalig am 18. und 19. Juni, jeweils von 11 bis 18 Uhr.

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