„Düt un Dat ut’n Schapp“ auch beim fünften Mal ein Renner

Schlange stehen für Schönes und Seltenes

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Stühle, technische Artikel, Werkzeuge – das Angebot war groß. Hunderte Besucher schauten sich im und am „Treffpunkt Haendorf“ um.

Haendorf - Von Regine Suling. „Um Viertel vor zehn waren die ersten Leute da. Und bis elf Uhr hatten wir schon 30 Tassen Kaffee verkauft“, erzählte Bernd Cordes. Er war einer von rund 50 Helfern, die am Sonnabend mit anpackten, als sich der „Treffpunkt“ in Haendorf während der Aktion „Düt un Dat ut’n Schapp“ in ein Kaufhaus für einen Tag verwandelte.

Hunderte Besucher nutzten ab dem Beginn um Punkt elf Uhr die Gelegenheit zum Stöbern und Kaufen. Zum Beispiel in der Möbel-Ecke, die Bernd Cordes und Günter Helmke als Helfer betreuten. „Vor zwei Stunden stand hier noch alles eng an eng“, berichteten sie am Mittag, als bereits viele Teile den Besitzer gewechselt hatten. Alte, massive Holztüren zum Beispiel, für zwölf Euro das Stück. Die neuen Eigentümer haben ein altes Bauernhaus gekauft und erwarben passend dazu die Türen, die – einmal aufgemöbelt – wieder in neuem Glanz erstrahlen sollen.

Alte Radios und Koffer, ein Ackerwagen für 40 Euro und alte Holztische mit passenden Stühlen und Tortenplatten: Das Angebot in der Ecke, die Bernd Cordes und Günter Helmke betreuten, war vielfältig. In den Tag waren die Helfer um die beiden Organisatorinnen Nadine Meyer und Michaela Meyer mit einem Gläschen Sekt gestartet. Dann begann der Verkauf der Gegenstände, die 160 Leute gebracht hatten. Wie viele Teile warteten insgesamt auf neue Besitzer? Michaela Meyer zuckte mit den Schultern. „Es ist schon viel weggegangen, auch an Möbeln“, erzählte sie mittags. Bereits zum fünften Mal stellte sie zusammen mit ihrer Mitstreiterin und vielen anderen Haendorfern die Börse auf die Beine.

80 Prozent des Erlöses gehen dabei an den früheren Besitzer, 20 Prozent an den Förderverein des Schützenvereins Haendorf. Die Börse für Antikes und Ausgefallenes hat sich zu einer Aktion der ganzen Dorfgemeinschaft entwickelt: „Die Dorfjugend macht den Grillstand“, nannte Michaela Meyer ein Beispiel. Das Team entwickelt die jährliche Veranstaltung immer weiter fort. „Wir haben jetzt in einem Zelt auch ein Abhollager.“ Das heißt: Wer ein großes Teil erworben hat, kann dies nach dem Bezahlen dort zwischenlagern und weiterstöbern. Und erspart sich damit einen Gang zum Auto. Denn das stand in den meisten Fällen weit weg – so groß war der Andrang auf Tischdecken und Schränke, Sättel und Deckenlampen, Autoreifen und Bügeleisen, Nippes und Weihnachtsschmuck.

Auch Helga Blume sah sich um und entdeckte schon bald einen Kerzenständer, der demnächst ihren Garten schmücken soll. „Außerdem sammele ich alte Sachen“, erzählte die Hustedterin, die unter anderem nach Silberbesteck und Kristallschalen Ausschau hielt.

Dass „Düt un Dat“ erneut ein Renner war, wusste Helfer Matthias Brockob: „Die Börse war wieder eine feste Adresse für all jene, die etwas Besonderes oder Bestimmtes suchen.“

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