Frühkonzert am Heiligenberg

Da haben die Vögel keine Chance

Das Konzert der Feuerwehrmusiker kam beim Publikum gut an.

Heiligenberg - Von Dieter Niederheide. Beim Frühkonzert am Sonntagmorgen zwischen den Bäumen am Heiligenberg ließ sich die Vogelwelt nicht zweimal bitten. Selbst als die Blasmusiker des Musikzugs der Freiwilligen Feuerwehr Bruchhausen-Vilsen so richtig in ihre Instrumente bliesen, versuchten die Vögel mitzuhalten. Ihr Gesang, der aus den Bäumen erklang, war nicht zu überhören. Dennoch: Die Feuerwehrmusiker unter der Regie von Klaus Bracht waren die lautstärksten Interpreten. Und ihre Blasmusik klang im Wald am Tretbecken unterhalb des Forsthauses Heiligenberg ausgezeichnet.

Die Blasmusiker und ein Schlagzeuger spielten bei unstetem Wetter beispielsweise das Volkslied „Hohe Tannen“. Der Marsch „Wien bleibt Wien“ von Johann Schrammel hörte sich ebenfalls bestens an, und die Melodie von „Rehbraune Augen hat mein Schatz“ (Klaus & Ferdl) klang im Wald nicht minder gut.

Unter der Leitung seiner Dirigentin Irmtraut Gehrt bereicherte auch der Männergesangverein Orpheus aus Bruchhausen-Vilsen das Frühkonzert – unter anderem mit „Überall auf der Welt scheint die Sonne“ (nach dem Gefangenenchor aus der Oper „Nabucco“ von Guiseppe Verdi). Der aus etwa 15 Sängern bestehende Chor bekam für diesen schwierigen Beitrag besonders starken Beifall.

Auch das Lied „Oh Herr, welch ein Morgen“ von Otto Groll wusste der Männergesangverein gut hörbar vorzutragen, ebenso Freddy Brecks „Rot, rot, rot sind die Rosen“. Gut kam zudem „Mala Moya“ bei den Zuhörern an.

Ratsvertreter Lars Bierfischer hob in seiner Ansprache das Wirken des gastgebenden Heimatvereins Heiligenberg hervor. Er zitierte den Schriftsteller Berthold Auerbach (1812-1882) mit den Worten: „Musik allein ist eine Weltsprache und braucht nicht übersetzt zu werden. Da spricht die Seele.“

Bei Bier und alkoholfreien Getränken saßen die Besucher, die ruhig mehr hätten sein dürfen, gemütlich beisammen. Sie bedankten sich bei den Musikern mit lautem, verdientem Applaus.

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