Gymnasiasten beeindrucken mit erstem Kleinkunstfestival

Die Museumseisenbahn auf der Mensa-Bühne

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Cassandra Mysegades löste Begeisterungsstürme im Publikum aus.

Br.-Vilsen - Von Regine Suling. Der Pariser Eiffelturm, das Brandenburger Tor, die Londoner Tower Bridge und auch die Museumseisenbahn aus Bruchhausen-Vilsen: Sie alle entstanden auf der Bühne, als einige Schüler des Gymnasiums Bruchhausen-Vilsen am Samstagabend ein Feuerwerk der Kleinkunst abbrannten. Die Jugendlichen hatten zum rund 20 Programmpunkte zählenden Kleinkunstfestival in der Mensa-Halle eingeladen – und präsentierten mehreren hundert Besuchern ein überaus rundes Angebot.

Die Darbietungen der Akrobatik-AG waren zweifellos der Höhepunkt im Programm. Die Gruppe nahm das Publikum mit auf eine Weltreise – und die führte nach Paris, Rio de Janeiro und eben auch in den heimischen Luftkurort. Dabei bildeten die Mädchen und Jungen mit ihren Körpern die jeweiligen Wahrzeichen der Metropolen nach. Eine starke Leistung. Mal Jesus-Statue, dann Museumseisenbahn oder das Colosseum in Rom, in dem Gladiatoren gegeneinander antraten – der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Die Schüler bewiesen, dass man mit viel Training und ein bisschen Wagemut Bauwerke, ihr Innenleben und auch eine Lok in bis zu drei Menschen-Etagen nachbilden kann. Die Gäste des Festivals belohnten so viel Einsatz mit einem lauten Applaus.

Nicht minder beeindruckend der Projektchor der sechsten bis zwölften Klassen: Mit dem Song „Hello“ der britischen Sängerin Adele sorgte er im Publikum für Gänsehaut-Momente. Kunstvoll-waghalsige Vorführungen am Trapez, garniert mit Gitarrenmusik, verzauberten die Zuschauer im Anschluss.

Das Schwarzlichttheater-Ensemble „Dunkle Kunst“ ließ Vögel über die Bühne flattern, die sich schließlich in winkende Hände verwandelten und anschließend ein „Danke“ für den langen Applaus formten.

Cassandra Mysegades begleitete sich bei ihrem Gesang selbst mit der Gitarre: Ihre Interpretation des Lieds „Wie schön du bist“ von Sarah Connor löste Begeisterungsstürme im Publikum aus.

Nicht anders war es, als sich die 18-köpfige Akrobatik-AG als Geisterjäger versuchte: Unter dem Motto „Ghostbusters“ fegten die Mädchen und Jungen über die Bühne, bauten einen menschlichen Turm nach dem anderen und legten auch schon mal einen Spagat in der Luft hin. Professionell, sicher und mutig: So präsentierte sich die eingeschworene Truppe.

Zwei Stunden lang zeigten die Gymnasiasten, was musikalisch und sportlich in ihnen steckt. Und wie man Live-Musik mit Akrobatik verbinden kann.

Mit ihrem ersten Kleinkunstfestival legten die Sechst- bis Zwölftklässler die Messlatte für weitere Veranstaltungen dieser Art fürwahr hoch. Denn das, was sie am Sonnabend in der Mensa zeigten, lässt sich am besten in zwei Worte fassen: professionell und beeindruckend.

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