Alter Name, neues Gebäude

Grundsteinlegung für den Kindergarten Löwenzahn in Bruchhausen-Vilsen

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Einige Kinder halfen Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann (links) und Bauingenieur Oliver Keese (hinten) beim Einbetonieren der Dokumentenrolle. 

Im Kindergarten Löwenzahn in Bruchhausen-Vilsen gab es seit 1974 viele Veränderungen: Nachmittagsgruppen, Hortgruppen, Integrationsgruppen, Spielgruppen, zählte Leiterin Anja Marcks am Dienstag bei der Grundsteinlegung auf. Die nächste, zumindest räumlich wohl größte Veränderung steht nun 2020 an. 

Br.-Vilsen - Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann dankte nicht nur dem Samtgemeinderat, der den Bau durch seinen Beschluss letztlich erst ermöglichte, sondern auch dem Bauunternehmen Anton Eiken aus Lohne sowie dem Ingenieurbüro Keese aus Wagenfeld. Bauingenieur Oliver Keese lobte auch im Namen seiner Frau Franziska, Architektin, die Zusammenarbeit mit der Samtgemeinde, allen voran mit Cattrin Siemers, Ressortleiterin Bildung bei der Samtgemeinde, sowie mit Anja Marcks und ihrem Team. Das Ehepaar Keese stellte Ende des vergangenen Jahres das Modell des Kindergarten-Neubaus vor (wir berichteten). Nun ist der Grundriss in Hufeneisenform bereits deutlich zu erkennen. Seit Beginn der Bauarbeiten Anfang April sei laut Oliver Keese bereits viel Erde bewegt worden. Bis jetzt seien außerdem rund 280 Kubikmeter Beton mit entsprechendem Stahl verlegt worden. Nebenbei sei die Erschließungsstraße geplant und mittlerweile „so gut wie umgesetzt“ worden. Fast schon Tradition sei es, dass das Unternehmen eine Dokumentenrolle spendet, die Bernd Bormann und einige Kindern am Dienstag in den Grundstein des Gebäudes einbetonierten.

Davor pflanzten ebenjene Akteure eine Kastanie neben der Bodenplatte ein. An diese hängten die Mädchen und Jungen anschließend auf Zettel geschriebene Wünsche für den neuen Kindergarten – darunter eine Turnhalle, ein Garten, eine Schaukel, eine Kuschelecke und ein Gemüsebeet.

Der Einzug in den Neubau ist laut Cattrin Siemers für April oder Mai nächsten Jahres geplant. Sie bezeichnete diesen Zeitplan bei einer Größe von etwa 1 250 Quadratmetern als „sportlich“. Zum Vergleich: Die Einrichtung Auf der Loge 15 hat rund 900 Quadratmeter Fläche.

Der neue viergruppige Kindergarten soll drei Kindergarten- sowie einer Krippengruppe Platz bieten, insgesamt also Raum für bis zu 90 Kinder. Die jetzige Einrichtung hat fünf Gruppen und ist laut Cattrin Siemers „einfach zu klein“. Hinzu käme, dass es insgesamt mehr Kinder gebe. Weiterhin geplant seien im Neubau unter anderem eine Bewegungshalle und eine Küche. Die Kinder bekommen zudem eine kleine Mensa mit Essbereich sowie einer Kinderküche.  Die Kosten für den Neubau belaufen sich laut Siemers auf rund drei Millionen Euro. Wie berichtet, hat die Samtgemeinde eine Privatspende in Höhe von 2,5 Millionen Euro für den Neubau erhalten. Die Differenz zahlt die Samtgemeinde. Das Deutsche Rote Kreuz wird nach Fertigstellung der neuen Kita den jetzigen Kindergarten Löwenzahn übernehmen. Dann folgen dort Umbaumaßnahmen.

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