Verlängerungsantrag für fünf Jahre

Grundschulen Schwarme und Martfeld sollen weiter eine Einheit bilden

Martfeld/Schwarme - Die Grundschulen in Schwarme und Martfeld werden auch in Zukunft organisatorisch zur Grundschule Schwarme-Martfeld zusammengefasst. Der Schulausschuss der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, einen Verlängerungsantrag für fünf weitere Jahre bei der Landesschulbehörde zu stellen. Das letzte Wort hat der Samtgemeinderat, mit dessen Zustimmung ebenfalls zu rechnen ist.

Seit dem Schuljahr 2014/15 und zunächst bis 2019/20 hat die Grundschule Schwarme-Martfeld ihren Hauptsitz in Schwarme, während Martfeld eine Außenstelle ist. Beide Standorte sind aber gleichberechtigt, wie Michael Albers (SPD) in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses betonte. Daran soll sich auch nach Bewilligung des Verlängerungsantrags nichts ändern.

Lösung sichere beide Standorte

Nachdem der damalige Schulleiter aus Martfeld ausgeschieden war, erklärte sich die kommissarische Leiterin der Grundschule Schwarme, Christine Grimpe, vor vier Jahren bereit, beide Schulen bis zum Beginn ihres Ruhestands 2015 zu leiten – allerdings nur unter der Bedingung einer Zusammenlegung. Sie und auch die Politiker versprachen sich davon einen geringeren organisatorischen Aufwand. Außerdem hoffte die Samtgemeinde auf bessere Chancen für eine Neubesetzung der Stelle nach Grimpes Abschied. Denn die Zahl der Lehrer, die eine Grundschule leiten möchten, ist klein. Aber wenigstens verdienen sie an einer größeren Grundschule wie Schwarme-Martfeld mehr als an einer kleinen wie Martfeld oder Schwarme.

Tatsächlich fand die Samtgemeinde mit Jessica Dove zum Schuljahr 2015/16 eine neue Leiterin. Die Pädagogin warb im Schulausschuss dafür, die Zusammenlegung beizubehalten: „Dadurch ist es möglich, an beiden Standorten auch Fächer wie Religion abzudecken. Dafür haben wir nämlich nur einen Lehrer“, erklärte sie und ergänzte: „Die Kollegen schätzen es sehr, sich jahrgangsintern abzusprechen und Unterrichtseinheiten gemeinsam zu planen.“ Es sei ein großer Vorteil, die Aufgaben auf mehr Schultern verteilen zu können: „Das ist einfacher, wenn man 14 Kollegen hat, als wenn an einem Standort nur fünf sind.“

Auch Dove ist der Meinung, dass nur auf diese Art ihr Posten besetzt bleiben kann: „Das geht nur so. Die Leiterstellen an Grundschulen sind zurzeit sehr unattraktiv. Das hat mit der Besoldung zu tun.“

Die jetzige Lösung sichert nach Ansicht des Schulausschusses auch die beiden Standorte. Die Schülerzahl ist seit Sommer 2013 von insgesamt 204 auf 173 gesunken. 

mah

Rubriklistenbild: © Mediengruppe Kreiszeitung / Anne Schmidtke

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