Grundschule stellt drei neue Geräte auf / „Hof wird komplett verändert“

Schritt für Schritt zu einem schöneren Schulhof

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Noch stehen auf dem Hof der Grundschule Bruchhausen-Vilsen zu wenig Spielgeräte für die gut 300 Schüler. Das soll sich in den nächsten Jahren ändern. Anne-Katrin Schwarze vom Schulförderverein (links), Rathaus-Mitarbeiterin Cattrin Siemers (rechts), Schulleiter Lutz Hoffmeyer und seine Stellvertreterin Yvonne Buch freuen sich auf die Umgestaltung des Geländes.

Br.-Vilsen - Nach den Sommerferien werden die Mädchen und Jungen der Grundschule Bruchhausen-Vilsen große Augen machen. Denn dann sollen auf ihrem Schulhof drei neue Geräte stehen: ein Dreifach-Reck, eine Schaukel mit mehreren Sitzen sowie eine große Spielkombination mit sechseckigem Turm, Leiter, Rutsche und Rutschstange. Voraussichtlich rund 30000 Euro kostet der erste Schritt der lange geplanten Hof-Umgestaltung, in dessen Rahmen die Geräte aufgestellt werden.

Ein Ingenieurbüro aus Hannover hat ein detailliertes Konzept für den Schulhof erstellt, es schlägt Veränderungen für alle frei verplanbaren – also nicht gepflasterten – Flächen vor: „In den nächsten Jahren soll der Hof komplett verändert werden“, sagt Schulleiter Lutz Hoffmeyer. „Welche neuen Geräte wohin kommen, sprechen wir jeweils mit den verschiedenen Gremien, dem Kollegium, der Samtgemeinde und dem Schulförderverein ab.“ Die freie Fläche umfasse etwa 3800 Quadratmeter.

Wenn der Samtgemeindeausschuss heute Nachmittag grünes Licht gibt, unterstützt die Samtgemeinde die Arbeiten in den diesjährigen Sommerferien mit 15000 Euro. Der Schulförderverein gibt 6000 Euro dazu, den Rest zahlt die Schule aus ihrem eigenen Budget.

„Wir haben die Ideen der Kinder gesammelt, und ganz viele wollten gerne einfache Spielgeräte wie Rutsche, Schaukel und Reck haben“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Yvonne Buch und freut sich, jetzt die ersten Wünsche umsetzen zu können. Einige Vorarbeiten sind bereits erledigt: Helfer haben auf der Fläche nahe dem Verwaltungstrakt, auf der das neue Reck stehen wird, die Büsche entfernt. Die Spielkombination kommt auf den gegenüberliegenden Bereich, auf dem derzeit einige große Bäume wachsen. Und für die neue Schaukel ist ein Platz in Richtung des Rathauses vorgesehen. Die Geräte bestehen aus Recycling-Kunststoff, der pflegeleicht ist und den man nicht streichen muss.

„Unser Hangelbalken, der gut frequentiert wird, wird in den Sommerferien ab- und an anderer Stelle wieder aufgebaut“, sagt Hoffmeyer und betont: „Nichts kommt weg. Wir wollen unsere jetzigen Geräte behalten, die neuen kommen zusätzlich dazu.“

Die Beteiligten möchten die Aufträge so schnell wie möglich vergeben, alle Arbeiten des ersten Schritts sollen komplett in den großen Ferien ausgeführt werden. „Wir werden versuchen, unsere Mitglieder zu mobilisieren und bei den Bauarbeiten einzubeziehen, um Geld zu sparen“, kündigt Anne-Katrin Schwarze vom Schulförderverein an.

„Wir wollen jedes Jahr einen weiteren Schritt gehen“, sagt Buch. Und Hoffmeyer ergänzt: „Bis der Schulhof so ist, wie wir ihn haben wollen, dauert es sicher fünf, sechs Jahre.“ Er rechnet mit Gesamtkosten im sechsstelligen Bereich.

Der Schulförderverein will nach den Sommerferien verstärkt Sponsoren suchen. Denn die Lehrer, Eltern und Kinder teilen einen teuren Wunsch: „Wir hätten gerne eine große Abenteuerkletterlandschaft mit vielen Balken und Seilen“, sagt Hoffmeyer. „Sie wird etwa 40000 Euro kosten.“ Die Schulförderer möchten möglichst viele Sponsoren dazu bringen, Bausteine à 500 Euro zu kaufen. „Ihre Namen werden auf einem Schild an dem Gerät erwähnt“, sagt Schwarze. Interessierte erreichen den Verein unter Telefon 04252/1333 oder E-Mail info@schulfoerderverein.com.

Auch ein grünes Klassenzimmer ist langfristig geplant. Neben weiteren neuen Geräten soll eine Schaukellandschaft entstehen, und die Auswahl der Spielgeräte in der „Spieletonne“ soll wachsen. „Wir haben über 300 Schüler, und wenn ich den jetzigen Zustand unseres Schulhofs mit anderen vergleiche, wünsche ich mir mehr Bewegungsangebote“, sagt Hoffmeyer. „Wir haben zu wenig Geräte, zurzeit müssen sich die Kinder erst mal anstellen, bevor sie eines nutzen können.“ Die Geräte dienten auch der Motorikschulung, fügt Buch hinzu: „Viele Schüler sitzen zu Hause meistens am PC, hier können sie hangeln und balancieren. Das ist wichtig und kommt gut an.“

mah

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