Küken schlüpfen vor den Augen der Kinder

In der Grundschule piept es

Die am Projekt beteiligten Kinder mit (von links) Christoph Stegemann-Auhage (Landwirt), Eyck Steimke (Landwirt), Torben Wittmershaus (Schulleiter) und Heinrich Dreyer (GZV Bruchhausen-Vilsen).

Asendorf - Woher kommen die Küken? Dieser Frage gingen jetzt einige Schüler der Asendorfer Grundschule im Rahmen eines Projekts nach.

Vor rund einem Jahr hatte ein Vater von einem Geflügelprojekt an einer Grundschule im Kreis Vechta gelesen. Er fand die Idee so toll, dass er sie in der Asendorfer Grundschule vorstellte – und auf Zustimmung stieß. Der Förderverein der Grundschule Asendorf schaffte daher dank der finanziellen Unterstützung einiger ortsansässiger geflügelhaltender Landwirte einen Brutautomaten und eine Wärmeplatte an.

Anfang April kamen die ersten befruchteten Eier in den Brutautomaten. Sie stammten von den Rassen Vorwerkhuhn, Ostfriesische Möwe und Ross. Eine Woche nach dem Einlegen durchleuchteten die Kinder der Klassen 1b und 2b die Eier, um zu sehen, ob sie befruchtet sind und sich Küken entwickeln. Heinrich Dreyer vom Geflügelzuchtverein (GZV) Bruchhausen-Vilsen unterstützte die Mädchen und Jungen sowie die Lehrkräfte dabei.

Nach rund 20 Tagen im Brutautomaten erblickte das erste Kücken das Licht der Welt. Entsprechend groß war das Gedränge am Brutautomaten, „Jeder, nicht nur die Schüler, sondern auch die Mitarbeiter der Grundschule wollten sehen, wie ein Küken schlüpft“, schreibt die Grundschule in einer Pressemitteilung. Weiter steht dort: „Am nächsten Tag zogen die ersten Küken ins Gehege um, das mit einer Wärmeplatte ausgestattet war. Schnell füllte sich dieses, und es kam zu einer ,Piep-Schau‘.“

Allerdings erlebten die Kinder mit den Küken nicht nur schöne Momente. Es gab auch traurige, da einige Tiere zu schwach waren und starben.

Die Kinder der Klasse 1b und 2b kümmerten sich während der Brutzeit um die richtige Luftfeuchtigkeit im Brutkasten. Nachdem die Küken geschlüpft waren, versorgten sie diese mit Futter und Wasser und reinigten das Gehege. Parallel zu ihren Aufgaben bearbeiteten sie im Sachunterricht das Thema Huhn und den Weg vom Ei zum Küken. Nach rund zwei Wochen in der Schule fanden alle Küken neue Plätze bei Familien.

„Im nächsten Schuljahr sollen die ersten und zweiten Klassen das Projekt wieder im Unterricht durchnehmen“, heißt es in der Pressemitteilung. Dann gibt es wieder eine „Piep-Schau“ in der Pausenhalle der Grundschule, und der Schultag kann mit einen kurzen oder langen Blick zu den Küken beginnen und enden.

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