Grundschul-Kletterlandschaft soll Ende 2016 „stehen“ / Anbau am Schulzentrum? / „Oberschule arbeitet wie gewohnt“

„Aufgeschmissen ohne Förderverein“

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Mit Blumen verabschiedete der Vorstand des Schulfördervereins seine langjährigen Mitglieder Manuela Brauner (Dritte von links) und Kirsten Brünjes (Fünfte von links). Nachfolgerinnen sind Ann Cathrin Schütte (Zweite von rechts) und Stephanie Schneider (nicht im Bild).

Br.-Vilsen - In der Grundschule Bruchhausen-Vilsen steht eine Inspektion ins Haus. „Dass wir dafür gut aufgestellt sind, daran haben Sie wesentlichen Anteil.“ Ein größeres Dankeschön kann es für den Schulförderverein kaum geben. Und nicht nur Grundschulleiter Lutz Hoffmeyer nutzte die Jahreshauptversammlung, um die Arbeit des Elternvereins zu würdigen. „Ohne den Förderverein wären wir aufgeschmissen“, sagte Fachdienstleiterin Cattrin Siemers im Namen des Schulträgers und dankte „für viele kleine und große Projekte.“

Diese im Einzelnen aufzuzählen, nahm im „Esszimmer“ einige Zeit in Anspruch. Von Buchpreisen für erfolgreiche Schüler bis hin zu einem sogenannten Kin-Ball für den Sportunterricht und die „bewegte Pause“, von einem Zuschuss für das Zirkusprojekt an der Grundschule bis hin zu gleich mehreren Präventionsprojekten an Oberschule und Gymnasium reichten die vielen „kleinen“ Posten. Klein aber nur im Vergleich mit dem „Riesenprojekt“, wie die Vertreterin des Samtgemeindebürgermeisters das nannte, was der Förderverein derzeit in Arbeit hat: Eine Kletterlandschaft für den Pausenhof der Grundschule, der „eigentlich nicht finanzierbar ist, aber wir kriegen das bis Ende des Jahres hin“, wagte Vorstandssprecher Bernd Brümmer vorauszusagen. Die großangelegte und mit viel persönlichem Einsatz der neun Vorstandsmitglieder durchgeführte Sponsorensuche zeigt erste Erfolge – finanziell ist bereits mehr als nur der Grundstein gelegt. Damit auch die Kinder für das neue Spielgerät aktiv werden können, starten sie nach den Sommerferien bei einem Spendenlauf, eine Idee des Fördervereins.

Wie gehabt, sollen und werden jedoch alle Schulen am Schulzentrum von Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Einnahmen des Vereins profitieren, im vergangenen Jahr waren das etwa 11000 Euro, sagte Kassenwart Harald Stellmann. Für 2016 sind gleich mehrere Vorträge beispielsweise für Eltern geplant, und zahlreiche Präventionsprojekte an allen Schulen sind durch den Förderverein möglich. Neu ist eine Kooperation zwischen Förderverein, allen drei Schulen und der Bücherei. Dadurch sollen gleich mehrere Jahrgänge in den Genuss einer Autorenlesung kommen. Für Oberschule und Gymnasium sollen diese Veranstaltungen schulübergreifend stattfinden, heißt das ausdrückliche Anliegen des Vereins.

Ein Anliegen, dem die Schulleitungen ganz offen begegneten. Traditionell nutzen sie den Rahmen dieser Versammlung, um die Mitglieder des Schulfördervereins über Neues aus ihren Häusern zu informieren. Das Thema Flüchtlinge stand dabei, wie dieser Tage bald überall, im Mittelpunkt. „Aufgrund der aktuellen Zahlen reicht ein Umbau der bestehenden Räume der Oberschule möglicherweise nicht aus. Gegebenenfalls benötigen wir doch einen Anbau“, teilte Cattrin Siemers neueste Überlegungen mit. Wie berichtet, soll der 78er-Trakt saniert und dabei durch eine neue Raumaufteilung mehr Platz geschaffen werden.

Dass die Lehrersituation im Fach Englisch derzeit dünn ist und demnächst in den Fächern Politik und Religion dünn werden wird, darüber informierte Jenny Döhl vom Gymnasium die Eltern. „Wir sind ein junges Kollegium, das immer mal wieder Kinder bekommt“, führte sie als Mitglied der Schulleitung an.

Gleich mit zwei unerwartet guten Nachrichten brachte Jürgen Schiffbach „seine“ Oberschule ins Gespräch: „Wir sind finanziell nicht handlungsunfähig“ und „die Schule arbeitet wie gewohnt“, beschrieb er die Situation, nachdem gegen die frühere Schulleiterin Tatjana Pfau wegen Veruntreuung von Geldern ermittelt wird.

Für eine ab sofort wieder engere Zusammenarbeit mit dem Förderverein steht die Wahl von Schulelternratsmitglied Stephanie Schneider in den Vorstand. Sie folgt Manuela Brauner, die nach acht Jahren engagierter Mitarbeit im Vorstand ihren Posten zur Verfügung stellte, weil auch ihre jüngste Tochter mittlerweile den Schulabschluss in der Tasche hat. Während der Grundschulzeit ihrer Kinder setzte sich Kirsten Brünjes mit viel Engagement für den Förderverein ein und machte jetzt Platz für Ann Cathrin Schütte. Sechs weitere Vorstandsmitglieder standen turnusgemäß zur Wahl und wurden in ihrem Ämtern bestätigt.

Der Einladung, sich und ihre Arbeit in diesem Rahmen vorzustellen, folgten die Schulsozialarbeiter Andrea Sordon und Aytac Dinc.

aks

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