Großer Andrang auf dem Gelände des Asendorfer Automobilmuseums

Oldtimer-Ausstellung mit vielen „Benzingesprächen“

Einige Besucher hatten sich bei der Oldtimer-Ausstellung in Asendorf sogar passend gekleidet.
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Einige Besucher hatten sich bei der Oldtimer-Ausstellung in Asendorf sogar passend gekleidet.

Asendorf - Von Heiner Büntemeyer. Bestes „Oldtimerwetter“ sorgte am Sonntag für viel Andrang bei der Asendorfer Oldtimer-Ausstellung auf dem Gelände am Automobilmuseum. Es war ein Stelldichein ältester Fahrzeuge von der legendären „Tin-Lizzy“ bis zum VW-Käfer, vom französischen „Minot“ mit Holzspeichenrädern bis zum Lloyd-Alexander.

Die Fahrzeuge waren liebevoll gepflegt und ihre Chromteile strahlten mit der Sonne um die Wette. Protzige US-amerikanische Straßenkreuzer der 50er-Jahre wie Chevrolets und Buicks fehlten nicht, aber auch knuddelige Fiat 500, DKW- „Meisterklasse“, Ford „Taunus“ oder NSU-“Prinz“ fanden ihre Bewunderer.

Die meisten Besucher waren mit eigenen Vorstellungen gekommen. Margrit und Heinrich Behrmann aus Bassum diskutierten heftig mit einem Besucher, der ein ausgestelltes DKW 250-Motorrad für „nichts Besonderes“ hielt. „Moment mal, mit diesem Motorrad hab ich damals meine Frau kennengelernt. Da hängen für uns Erinnerungen dran“, korrigierte ihn Heinrich Behrmann.

Auch der knapp zwei Meter lange Wohnwagen, der zu einem Trabbi gehörte, steckte für das Ehepaar Warrelmann aus Rotenburg voller Erinnerungen. „Da das zulässige Gesamtgewicht nur 280 Kilogramm beträgt, musste man schon überlegen, was man mitnimmt“, berichtete Thomas Warrelmann, und seine Frau Anneliese ergänzte ihn: „Ich hab extra abgenommen, damit er keinen Grund hatte, mich zu Hause zu lassen.“

Es machte Spaß, den „Benzingesprächen“ der Aussteller zu lauschen. Jeder hatte eine Story zu erzählen, jeder steckte voller Details über sein Fahrzeug.

Ein ehemaliger Kraftfahrzeug-Mechaniker aus Syke betrachtete nachdenklich einen „Ford“-Granada und einen Jaguar E, an denen er einst als Lehrling geschraubt hatte. „Schön, wenn man die mal wieder sieht“, sagte er. „Bei uns hat jedes Auto eine Geschichte“, berichtete Ellen Pätzold aus Bremen, vor ihrem Lloyd 600 stehend.

Ein Hingucker war auch der „Hanomag-Kurier“, Baujahr 1934, den der Besitzer vor 20 Jahren dem Stuttgarter Mercedes-Museum abgekauft hatte. Bei dem Fahrzeug wurde der Richtungswechsel noch mit einem seitlich angebrachten „Winker“ angezeigt.

Klimaanlagen gab es damals noch nicht, das wurde bei diesem Auto durch die Ausstellfunktion der Windschutzscheibe geregelt. Bei gutem Wetter wurde die Scheibe einfach hochgestellt und frische Luft konnte einströmen. Zum Hingucker wurde dieser Hanomag auch durch seine Insassen, denn die beiden Damen aus Neustadt waren nur unwesentlich jünger als ihr Auto und trugen auch die zu jener Zeit passende Kleidung.

Viele Besucher drehten sich um, als Thomas Hachmann aus Rotenburg auf seiner „Rex am Riemen“ über das Gelände ratterte. Dabei trieb ein kleiner „Rex“-Motor über einen Zahnriemen das Vorderrad eines „Miele“-Fahrrads an, dessen Netz am Hinterrad die Röcke der Damen davor bewahrte, sich in den Speichen zu verheddern.

Groß war das Gedränge auf der „Teilemeile“, wo Zubehör, Fachzeitschriften, Modellautos oder auch die Vase vor der Windschutzscheibe, die gehäkelte Abdeckung für die Klorolle auf der Rückbank und „Wackel-Dackel“ angeboten wurden.

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