Präsentation des Studienprojekts in Asendorf

Große Pläne für das „Reallabor Arbste“

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Studenten der Leibniz-Universität Hannover präsentierten auf dem Hof Arbste 7 ihre Arbeiten zum Thema „Zukunft ländlicher Raum – Neues Leben für alte Höfe“. Unser Bild zeigt Projektbetreuerin Anna Drewes und Hofbesitzerin Vera Henze (von links) mit sechs Studenten aus fünf Arbeitsgruppen in der historischen Diele. 

Arbste - Von Horst Friedrichs. „Zukunft ländlicher Raum – Neues Leben für alte Höfe“: Diesem Thema haben sich zwölf Studenten von der Fakultät für Architektur und Landschaft an der Leibniz-Universität Hannover gewidmet.

Im April dieses Jahres holten sie erste Erkundigungen auf dem Hof Arbste 7 in Asendorf ein. Jetzt waren sie dort, bei Peter und Vera Henze vom Verein „Land & Kunst“, erneut zu Gast, um ihre fertigen Arbeiten der Öffentlichkeit vorzustellen. Passender Termin dafür war der „Tag des offenen Denkmals“.

Eine große Zahl von Besuchern nutzte die Gelegenheit, sich die Präsentation des Studienprojekts in der Diele anzusehen. Ringsherum auf dem weitläufigen Hof gab es „Programm“ bei strahlendem Sonnenschein – von Informationsständen über Kaffee, Kuchen und Gegrilltes bis hin zu feiner klassischer Bläsermusik, gespielt vom Trio „Los Blechos“.

„StadtLandPlus“ und „Land Leben“

Projektbetreuerin Anna Drewes und sechs der zwölf Studenten, die sich zum „Reallabor Arbste“ zusammengefunden hatten, standen den Besuchern der Dielen-Ausstellung Rede und Antwort. Ihre Arbeitsergebnisse stellten die Studenten auf fünf verschiedenen, anspruchsvoll gestalteten Schautafeln vor. Denn fünf Teams waren es, die sich ins Thema eingearbeitet hatten. In ihrer Fachsprache redeten sie trocken von „Entwürfen zur nachhaltigen Umnutzung alter Bausubstanz“. Pro Gruppe gab es ein Arbeitsergebnis, das auf einer Tafel mit aussagekräftigem Titel dargestellt wurde.

„StadtLandPlus“ heißt die Arbeit eines Teams, bestehend aus Sofia Hanina, Lena-Kristin Lauermann und Aleksandra Eggers; hier geht es um die Optimierung bis hin zur Umnutzung alter Höfe in verschiedenen Stufen. „Land Leben“ nennen Matteo Garzosch, Jana-Jaqueline Gorny und Markus Krause ihr gemeinsames Studienergebnis, in dem es um Therapieangebote und Aspekte der Inklusion im Zusammenhang mit den bereits angebotenen kulturellen Veranstaltungen auf dem Hof Arbste 7 geht.

Besitzer wollen den Bauernhof weiterentwickeln

„Einfach Besonders“ betiteln Sina Beatrice Wagner, Nina Weiland und Charlyn Pagewski ihre Arbeit. Ihr Konzept beinhaltet eine Einrichtung für Menschen mit und ohne Behinderungen, einschließlich gemeinsamen Wohnens, Lebens und Arbeitens. „HeimArt“ lautet Amelie Bienias Kürzel für einen Platz für Individualität mit Raum für Gemeinschaft. „KulturWirtschaftsLand“ überschreibt Annika Füchtenbusch die Zusammenfassung ihrer Studien zum Thema. Sie schlägt für den Hof Arbste 7 den Wiederaufbau einer rentablen Landwirtschaft nach neuen Konzepten vor.

Vermutlich werden die Hofbesitzer Vera und Peter Henze nicht alle Ideen umsetzen können, aber sicher ist, dass sie den alten, aus dem 15. Jahrhundert stammenden Bauernhof stetig weiterentwickeln. Sie planen beispielsweise, aus der Diele einmal „Der Saal“ werden zu lassen. So heißt ein anderes Projekt, das beim „Tag des offenen Denkmals“ vorgestellt wurde: Architektin Bettina Gödecke aus Syke zeigte den Stand ihrer Arbeiten, einschließlich eines Modells, zu einem Planungsauftrag, den sie von den Henzes erhalten hat. Kern dieses Vorhabens ist die Umgestaltung der Diele zu einem Theatersaal. Neben einer mobilen Bühne sind verschiedene Nebenräume, etwa für Lesungen, sowie Funktionsräume vorgesehen.

„Los Blechos“ spielten Stücke aus Renaissance und Klassik

Mit einem Informationsstand war auch das „Netzwerk Baukultur in Niedersachsen“ vor dem mächtigen alten Fachwerkgebäude des Hofs vertreten. Carolin Heidloff und Christina Dirk versorgten Interessierte mit Einzelheiten über kommende Veranstaltungen des Netzwerks und schilderten dessen Arbeit – zum Beispiel im Hinblick auf die Zukunft des ländlichen Raums, ein hochaktuelles Thema angesichts des Höfesterbens.

Markige Klänge von Blechblasinstrumenten unterfütterten das abwechslungsreiche Geschehen auf dem Hof Arbste 7. Im Freien, unter der Spätsommersonne, spielten „Los Blechos“, bestehend aus den Posaunisten Kristian Schröder (Bassum) und Fidel Roldan (Verden) sowie dem Hornisten Oscar Alemany (Bremen). Die drei Musiker sind einem weiten Publikumskreis als Orchestermitglieder der Nordwestdeutschen Sinfonie Syke bekannt. Ihr Programm umfasste neben Stücken aus Renaissance, Klassik und Romantik auch neue Kompositionen.

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