Große Messe in Bruchhausen-Vilsen macht ihrem Namen alle Ehre

Frauensache

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Lydia Schwieger und Waltraud Prozesske (von links) kamen extra aus Diepholz zur Messe und kauften bei Ruth Elbert Tonkabohnen.

Br.-Vilsen - Von Rike Schockenhoff. Es brummte, anders kann man es nicht sagen, es brummte sogar ordentlich bei der Messe „Frauensache“ in der Küchenwelt Klingeberg in Bruchhausen-Vilsen am Sonntag. Vormittags öffneten sich die Türen der Küchenwelt, die sich für einen Tag in eine Ausstellungshalle mit Kleidung, Schmuck, Geschirr, Dekoartikeln, Leckereien und allerlei anderem Schönen verwandelte.

Die Gästeschar erschien pünktlich, schon vor der Mittagszeit wimmelte es im Gebäude von Frauen, die in kleinen oder größeren Gruppen durch die Gänge bummelten. Ausstellerin Anke Wiesner, die mit einer großen Auswahl an Magnetschmuck gekommen war, half einer Kundin gerne dabei, die Schmucksammlung ihrer Tochter zu vervollständigen. Die Tochter hatte bereits einen Kettenanhänger in Pfötchenform, jetzt gab es auch die passenden Ohrstecker dazu.

Am Stand von Kathrin Derboven naschten die Besucherinnen begeistert von den verschiedenen Käsesorten, die in der Bunkemühler Hofkäserei in Warpe hergestellt werden. Viele Frauen nahmen eine Tüte mit Käsespezialitäten mit nach Hause.

Bei Ruth Elbert von „iss smart“ entspann sich eine lebhafte Unterhaltung zwischen der Ernährungsberaterin und zwei Kundinnen. Waltraud Prozesske und ihre Freundin Lydia Schwieger waren extra aus Diepholz zur Messe gekommen, und für Prozesske hat sich der Anfahrtsweg dank eines kleinen Beutels Tonkabohnen schon gelohnt. Die begeisterte Köchin kaufte die kleinen Bohnen bei Ruth Elbert, und schnell waren die Frauen in ein Gespräch über Rezepte vertieft. Die Bohnen eignen sich zum Beispiel als Ersatz für Vanille.

Das Wort Beton klingt erst mal, als ob es nicht besonders gut ins Konzept der schönen Dinge bei „Frauensache“ passen würde; in den Händen von Gundula Gudde änderte sich das aber schnell. Die Barrierin bot einen Workshop mit einer Beton-Effekt-Paste an, die sich sowohl komplett auf Dekoartikel als auch mithilfe einer Schablone als Muster auf Oberflächen auftragen lässt. Beim Fixieren hilft: ein Föhn. Und so stand Gundula Gudde zwischen den Gesprächen über ihre Arbeit immer wieder in einer Musterküche von Klingeberg, föhnte ihre Ausstellungsstücke und erzählte dabei, dass sie nicht nur die Gestaltungsmöglichkeiten begeistert hätten, sondern auch die Idee, aus alten Stücken etwas Neues zu zaubern.

Messe Frauensache in Bruchhausen-Vilsen

Svenja Ehlers, Corinna Pessel und Diana Rehnert, die drei Organisatorinnen der Messe und Betreiberinnen der Boutique „Frauenzimmer“ in Syke, hatten genau wie die übrigen Ausstellerinnen alle Hände voll zu tun. „Für uns wäre es am praktischsten gewesen, wenn wir unseren Laden in einem Anhänger hätten und ihn hier an Ort und Stelle wieder hätten öffnen können“, scherzte Diana Rehnert. Sie und ihre Kolleginnen hatten einen Querschnitt aus dem bunten Sortiment der Boutique mitgebracht, und da sie besondere Messepreise für Blusen, Schals, Taschen und farbenfrohes Geschirr anboten, herrschte viel Andrang an ihrem Stand. „Total begeistert“ waren die drei Geschäftsfrauen von der guten Stimmung und dem Erfolg der Frauenmesse.

Imke Lahrs und ihre Freundin Andrea Troue hatten, wie viele andere, Erfolg bei ihrem kleinen Einkaufsausflug: Unter Andrea Troues Arm klemmte ein Karton mit schicken Sommer-Sandalen. Zum Mittagessen gönnten sich die beiden Freundinnen aus Ristedt und Weyhe den „Teller mit vier kleinen Schweinereien“: italienischer Nudelsalat, eingelegte Pilze, rote Grütze und ein Muffin im Miniformat.

Viele der Frauen, die sich gegenseitig auf schöne Dinge aufmerksam machten oder eine Leckerei genossen, waren Freundinnen, Schwestern oder Arbeitskolleginnen. Doch auch Gespanne von Mutter und Tochter kamen zur „Frauensache“. Bianca Cordes aus Bramstedt hatte ihre Tochter Zoe (8) im Schlepptau. Oder war es vielleicht andersherum? Denn Zoe war vom Angebot mindestens genauso begeistert wie ihre Mutter. Nachdem die Achtjährige ihre Meinung zu einer Müslischüssel abgegeben hatte, ging sie allerdings eine Runde ins Bällebad, während ihre Mutter weiter stöberte.

In Anbetracht des breiten Sortiments auf der Messe waren wohl das einzige, an dem Mangel herrschte, männliche Besucher. Ein paar Herren waren zu sehen, sie unterhielten sich allerdings lieber entspannt und stöberten nicht mit so viel Enthusiamus durch das Angebot wie die Frauen. Naja, manches bleibt dann eben doch wohl Frauensache.

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