90 Feuerwehrleute in Wechold im Einsatz / Mähdrescher und weiteres Gerät verbrennen

Großbrand vernichtet Scheune

Die Rauchsäule des Scheunenbrands war in einem weiten Umkreis zu sehen. - Foto: Marion Thiermann

Wechold - Von Marion Thiermann. Die zu einem Großbrand am Samstag in Wechold gerufenen 90 Feuerwehrleute aus Wechold, Hoya, Wienbergen, Eitzendorf, Hilgermissen, Ubbendorf und Bücken (Einsatzleitwagen) konnten nicht verhindern, dass eine Scheune bis auf die Grundmauern abbrannte. Zwei in dem Gebäude abgestellte Mähdrescher verbrannten ebenso wie drei Schneidwerke, eine Sähmaschine, eine Kreiselegge, ein Wagen mit Heurundballen und das im hinteren Teil gelagerte Stroh. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Die Kreisstraße 141 war im Bereich zwischen der ehemaligen Volksbank und dem Gasthaus „Peitsche“ während der Löscharbeiten gesperrt.

Gegen 11.30 Uhr hatte eine Nachbarin des landwirtschaftlichen Anwesens Qualm aus dem Scheunendach steigen sehen und die Feuerwehr gerufen. Noch während sie den Notruf absetzte, schlugen Flammen durch das Dach. Weitere Anwohner berichteten von einem lauten Knall und sagten: „Etwas flog durch die Luft.“ Wahrscheinlich waren es Splitter der Fotovoltaikanlage auf dem Scheunendach, die später weit verstreut in einem Maisfeld nebenan lagen.

Bereits kurz nach dem Eintreffen der Feuerwehren stürzte der obere Teil des Giebels ein. Die 90 Einsatzkräfte, darunter 22 Atemschutzgeräteträger mühten sich, das Gebäude noch zu retten. Zum Einsatz kamen ein Wasserwerfer, zwei Tanklöschfahrzeuge und das Wasser aus zwei Löschwasserbrunnen und zwei Unterflurhydranten, das durch 40 B- und 15 C-Schläuche zum Brandherd gedrückt wurde. Das dicht an der Scheune liegende Wohnhaus schützten sie mit Wasser aus einem Düsenschlauch.

Als etwa eine Stunde nach der Alarmierung der Dachstuhl einstürzte, konnten die nachalarmierten Drehleiter-Fahrzeuge aus Nienburg und Verden ihre Anfahrt nach Wechold abbrechen.

Es gelang den Feuerwehrkräften unter der Einsatzleitung von Wecholds Ortsbrandmeister Carsten Laue allerdings, einen Anbau der Scheune zu retten, in dem ein Trecker und ein altes Auto abgestellt waren.

Von der Feuerwehr waren auch Gemeindebrandmeister Carsten Meyer, sein Stellvertreter Wilfried Gütz sowie der stellvertretende Brandabschnittsleiter Nord, Ehler Lange, vor Ort, außerdem die Kriminalpolizei aus Nienburg und der Arbeiter-Samariter-Bund aus Hoya mit einem Rettungswagen. Später kam als Ablösung die Schnelleinsatzgruppe der Johanniter-Unfallhilfe aus Hoya.

Nachbarn schafften an diesem heißen Tag kistenweise Mineralwasser für die Helfer herbei. Die meisten Feuerwehrleute konnten den Einsatz nach zwei Stunden beenden.

Die Nachlöscharbeiten dauerten noch bis in die frühen Abendstunden. Dabei halfen 30 Einsatzkräfte, während mittels eines Kettenbaggers die einsturzgefährdeten Reste der Scheune abgerissen wurden.

Zur Brandursache und der Schadenshöhe konnte die ermittelnde Kriminalpolizei vor Ort keine Auskünfte geben. Aufgrund des massiven Schadens waren Untersuchungen am Wochenende nicht möglich, hieß es am Sonntag auf Nachfrage. Die Ermittlungen sollen diese Woche erfolgen.

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