Pandemie-Auswirkungen verzögern Pläne

Glasfaserausbau in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen auf 2022 verschoben

In sich zusammengefallen ist nicht nur das Schild in Asendorf. Ähnlich ist es Nordischnet auch mit seinen Plänen für den Glasfaserausbau in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen ergangen.
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In sich zusammengefallen ist nicht nur das Schild in Asendorf. Ähnlich ist es Nordischnet auch mit seinen Plänen für den Glasfaserausbau in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen ergangen.

Samtgemeinde – Eigentlich sollte es im zweiten Quartal dieses Jahres mit dem Glasfaserausbau in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen losgehen. Doch die Arbeiten haben noch gar nicht begonnen.

Die ersten Bewohner der sogenannten schwarzen Flecken in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen waren kürzlich noch guter Hoffnung, in diesem Jahr bereits schnelleres Internet zu erhalten. Denn Anfang 2021 hieß es vonseiten des beauftragten Unternehmens Nordischnet, welches zu den Marken von GVG Glasfaser gehört, dass der Bau für das innerörtliche Glasfasernetz im zweiten Quartal beginnen solle.

Doch wie Ann-Kristin Küllmer von GVG Glasfaser nun mitteilt, hat der Ausbau in Bruchhausen-Vilsen noch gar nicht begonnen. Der Baustart sei nun für März 2022 geplant. Einwohner müssen daher nun doch länger als erwartet auf ihren Glasfaseranschluss warten.

Anfang des Jahres gab Nordischnet noch an, dass die Pandemie die Ausbaupläne für die Samtgemeinde nicht beeinträchtigt habe. Die Kampagne konnte so rechtzeitig beendet werden, dass der Ausbau wie geplant beginnen könne, sagte damals Claudia Pelzl, Projektleiterin bei Nordischnet. Auch unter Corona-Bedingungen sei der Ausbau kein Problem. „Bei den Hausanschlüssen müssen wir das sehen“, meinte Pelzl und war zu diesem Zeitpunkt noch optimistisch, dass die Lage das Vorhaben erlaube, wenn es so weit sei. Nordischnet plante damals mit einer Bauzeit für die flächendeckende Versorgung mit Glasfaser von einem Jahr und kündigte an, die Bereiche, die bereits fertig seien, auch gleich freizuschalten.

Doch die vorherige Einschätzung, die Corona-Pandemie würde das Vorhaben nicht maßgeblich behindern, stellt sich nun als falsch heraus. „Aufgrund der Tatsache, dass der Winter 2020/21 weltweit weitestgehend im Lockdown stattgefunden hat, ist es zu einem erheblichen personellen wie auch materiellen Engpass gekommen, dessen Auswirkungen bis heute anhalten“, gibt Ann-Kristin Küllmer, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der GVG-Gruppe, jetzt auf Nachfrage zu. Projekte, bei denen der Baustart für Ende 2020 geplant war, hätten sich verzögert, sodass auch Folgeprojekte erst zu einem späteren Zeitpunkt starten konnten beziehungsweise können, führt sie weiter aus. Davon betroffen ist auch der Glasfaserausbau in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen. „Bis heute fehlt es – ebenfalls als Folge der Pandemie – weltweit an Halbleitern, die als Hauptbestandteil für Chips auch für den Glasfaserausbau nötig sind“, erläutert Ann-Kristin Küllmer das Problem.

Grund für den Mangel an Halbleitern ist die fortschreitende Digitalisierung. Die Mikroelektronik zieht in alle Bereiche des Lebens ein. Dadurch steigt der Bedarf an Halbleitern. Ein zusätzliches Problem ist zudem, dass Halbleiter ein Verfallsdatum haben und daher nicht endlos im Lager vorgehalten werden können. Darüber hinaus gab es in der vergangenen Zeit Versorgungsengpässe bei Rohstofflieferanten sowie geopolitische Spannungen zwischen China und den USA. Während der Rohstoff also knapper wurde, brachte die Corona-Pandemie den Chip-Markt durcheinander und trug zusätzlich zum weltweiten Halbleitermangel bei. Beispielsweise haben Hersteller von Kommunikations- und Unterhaltungselektronik mehr Chips verlangt, denn diese waren während der Pandemie mehr denn je gefragt. Die Halbleiterbranche vertröste ihre Industriekunden angesichts des Chip-Mangels inzwischen auf Sommer 2022, schreibt das Handelsblatt.

Ann-Kristin Küllmer von der GVG-Gruppe rechnet jedoch damit, dass der Glasfaserausbau im März 2022 starten kann. Geplant ist, die Tiefbauarbeiten in der Gemeinde Bruchhausen-Vilsen im vierten Quartal 2023 sowie in Martfeld und Asendorf im vierten Quartal 2022 abzuschließen. In Schwarme liege der geplante Baustart im Juni 2022. Dort sollen die Tiefbauarbeiten ebenfalls im vierten Quartal 2022 beendet werden. „Wir werden zum tatsächlichen Baustart aber noch einmal ausführlich informieren“, kündigt Ann-Kristin Küllmer an.

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