Die Geschichte von Loge und Tuschendorf auf 310 Seiten

Die neue Chronik soll sogar in den USA gelesen werden

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Die Chronik Loge-Tuschendorf präsentieren: (stehend, von links) Heinrich Gräpel, Elisabeth Otten, Erika Wulf, Anton Bartling sowie (sitzend, von links) Gertrud Mehlhop, Rosemarie Rahlf, Anneliese Schlake, Hartmut Bösche, Bernd Kunze und Manfred Thiesfeld.

Loge/Tuschendorf - Von Horst Friedrichs. Eigentlich wollten sie immer das tun, was ein Arbeitskreis tun muss: arbeiten. „Aber manchmal kamen wir aus dem Geschichtenerzählen einfach nicht heraus“, gesteht Erika Wulf schmunzelnd, und die übrigen Mitwirkenden an der Dorfchronik Loge-Tuschendorf bestätigen lachend, dass es ihnen nicht anders erging.

Vier Jahre lang waren sie damit beschäftigt, das siebte Buch der Martfelder Reihe „Vergangenheit und Gegenwart“ zu verfassen. Anneliese Schlake, Leiterin des Arbeitskreises, und Heimatverein-Vorsitzender Anton Bartling präsentierten zusammen mit ihren Mitstreitern die nun fertige Chronik der beiden einstmals selbstständigen Gemeinden bei einem Pressegespräch im Loger Schützenhaus.

In den vergangenen vier Jahren trafen sich die zehn Arbeitskreis-Mitglieder alle sechs Wochen, um Texte über Historisches aus Loge und Tuschendorf zusammenzustellen und in Kapiteln zu ordnen. Jetzt, rechtzeitig vor Weihnachten, kommt das 310 Druckseiten starke Ergebnis auf den Markt. Auch wenn das vergnügliche Geschichtenerzählen die akribische Arbeit auflockerte und die Gestaltung des Werks kreativ befeuerte: „Eine Sammlung von Döntjes ist es nicht geworden“, sagt Anton Bartling. „Es ist vielmehr eine Chronik mit dem Schwerpunkt Geschichtliches.“

„Ursprünglich haben wir sogar daran gedacht, über Loge und Tuschendorf je eine eigene Chronik zu erstellen“, berichtet Hartmut Bösche, ein aus Loge stammender Heimatforscher, dem Anneliese Schlake besonders dankt und dem sie einen maßgeblichen Anteil an der Buchproduktion bescheinigt. Bösche weiter: „Dann aber, beim Einstieg in die Materie, wurde uns klar, dass es sinnvoller sein würde, die Geschichte dieser beiden so unmittelbar benachbarten Martfelder Ortsteile in einem einzigen Band zusammenzufassen.“ Wichtig sei auch die Mitarbeit von Bürger Henns Harries, dessen Forschung über die Hofstellen bedeutende Erkenntnisse geliefert habe. Harries hat das Buch „Die Höfe im Kirchspiel Martfeld“ verfasst.

Mit einer Auflage von 400 Exemplaren wird die Dorfchronik Loge-Tuschendorf in den nächsten Tagen an die Verkaufsstellen in Martfeld geliefert: die Volksbank, die Kreissparkasse, die Apotheke und die Toto-Lotto-Annahmestelle von Hollen. Die Initiatoren hoffen, etliche der Bücher auch in die USA zu verkaufen. Hartmut Bösche: „Viele Menschen sind von hier in die Vereinigten Staaten ausgewandert.“ Loge und Tuschendorf seien ein bemerkenswertes Beispiel für den Zusammenhalt in kleinen Orten, wobei der Schützenverein Loge-Tuschendorf die wichtigste Gemeinsamkeit darstelle.

Loge sei der eher landwirtschaftlich geprägte Ort, während Tuschendorf einige Gewerbebetriebe beheimate. Als Beispiel dafür recherchierte Bernd Kunze die herausragenden Leistungen der Zimmermannsfamilie Fiddelke, deren Fachwerkgebäude noch heute die weitere Umgebung prägen. Konkurrierende Ansprüche der Nachbardörfer Loge und Tuschendorf wirken bis heute nach. So verläuft die Grenze zwischen den Kirchspielen Hoyerhagen und Martfeld mitten durch Loge.

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