Fest für Charlotte Mira ein voller Erfolg

Gemeinsam stark für schwerkranke Lotte

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Lotte – Charlotte Mira Scholz – leidet unter einer seltenen Stoffwechselkrankheit. Bei dem Kinderfest sammelten ihre Eltern Spenden für den Verein „Freunde der Kinderklinik des UKE Eppendorf“, der sie seit der Diagnose unterstützt.

Schwarme - Von Jana Wohlers. Spiel und Spaß, Gemeinschaft und Zusammenhalt – das Schwarmer „Kinderfest für Lotte“ stand am Sonntagnachmittag unter einer ganz besonderen Botschaft. Hunderte Besucher tummelten sich auf dem Schwarmer Festzeltplatz rund um das Schützenzelt. Nicht nur, um an einem sonnigen Nachmittag Spaß zu haben, sondern vor allem, um gemeinsam Gutes zu tun.

Der Anlass: das geplante Kinderfest im Rahmen des Schwarmer Schützenfest-Wochenendes war kurzerhand in ein „Kinderfest für Lotte“ umgewandelt worden. Gewidmet war die Veranstaltung der fünfjährigen Lotte aus Schwarme. Lotte, die eigentlich Charlotte Mira Scholz heißt, leidet unter der sehr seltenen Stoffwechselkrankheit Leukodystrophie.

Die Krankheit schreitet langsam voran und endet ohne unterstützende Behandlung tödlich. Einzig eine Stammzellentransplantation kann das Fortschreiten – in manchen Fällen – stoppen. Doch von dem ernsten medizinischen Anlass des Kinderfestes fanden Besucher kaum eine Spur. Die Botschaft war deutlich: Gemeinsam sind wir stark!

Von Bullen- und Ponyreiten über eine Hüpfburg und ein Karussell bis hin zu allen möglichen Schlemmereien war auf dem Festplatz einiges zu finden.

Die Idee für eine Veranstaltung dieser Art hatten Corinna und Torsten Schröder. Torsten Schröder agiert im Vorstand des Schützenvereins Schwarme. Das Ehepaar organisierte die Veranstaltung des Schützenvereins federführend und stellte den Nachmittag in wenigen Wochen auf die Beine. Auf Hilfe musste er dabei nicht verzichten: Zahlreiche Freiwillige und Verwandte boten ihre Beteiligung an.

In weißen T-Shirts wuselten die engagierten Helfer über den Festplatz, unterstützten die Idee nach Leibeskräften – sei es mit selbst gebackenen Waffeln, der Suche nach Sponsoren und Attraktionen oder einem Info-Stand. „Diese Bereitschaft und Anteilnahme zu erleben, all die Hilfe und Kraft von allen Seiten – das ist wundervoll“, lobte Johann-Dieter Oldenburg. Der Schwarmer Bürgermeister hatte sich bereit erklärt, die Schirmherrschaft für das Kinderfest zu übernehmen. „Die Initiative des Schützenvereins, die große Unterstützung von Firmen und Sponsoren und die große Beteiligung sind wirklich lobenswert.“

Vielfältiges Programm für die Kinder

Das Angebot des Kinderfestes gestaltete sich so bunt wie der Nachmittag selbst – von Bullen- und Ponyreiten über eine Hüpfburg und ein Karussell bis hin zu allen möglichen Schlemmereien war auf dem Festplatz alles zu finden, was das (Kinder-)Herz begehrt.

Der Erlös der Veranstaltung kommt dem Verein „Freunde der Kinderklinik des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE)“ in Hamburg zugute. Das ist Lottes Eltern, Katrin und Michael Scholz, besonders wichtig. „Das Projekt des Fördervereins des UKE hat uns seit der Diagnose sehr geholfen und durch einen ruhigen, fachkundigen Umgang unheimlich viel Kraft gegeben“, sagte Michael Scholz. Das Projekt finanziert sich alleinig über Spendengelder. „Uns ist es wichtig, dass auch andere Betroffene in Zukunft davon profitieren können und die wertvolle Arbeit im UKE gesichert wird.“

Quelle neuer Kraft für Lottes Eltern

Für die Eltern der fünfjährigen Lotte war das Kinderfest eine Quelle neuer Kraft und Hoffnung. „Unsere Dorfgemeinschaft so zu erleben, die große Hilfsbereitschaft, das Engagement ganz ohne große Worte – das ist keine Selbstverständlichkeit“, finden sie. „Es ist toll, wie aus einer Idee von zwei Personen mit der Unterstützung von so vielen selbstlosen Personen uns kleinen Menschen geholfen wird. Es hilft ungemein, trotz aller Ereignisse die Freude zu behalten. Wir sagen Danke!“

Der Schwarmer Schützenverein hatte sich sofort bereiterklärt, das „Kinderfest für Lotte“ in den Rahmen des Schützenwochenendes aufzunehmen. „Durch das zusätzliche Fest sind alle ein bisschen näher zusammengerückt“, bilanzierte Torsten Schröder. „Der Schützenverein hat zwar die Leute zusammengeführt, aber die Beteiligung von außerhalb sprengt alle Rahmen.“

Schwarme: Kinderfest für Lotte

Hintergrund: Stammzellenspenden

Eine Typisierung im Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellspender-Register (NKR) oder in einer anderen Organisation wie der Deutschen Knochenmark-Spender-Datei (DKMS) kann Leben retten helfen. Voraussetzung ist ein Alter zwischen 17 und 55 Jahren. Und so einfach geht’s: Typisierungsset im Internet unter www.nkr-hannover.de anfordern, mit dem zugesandten Wattestäbchen etwas Wangenschleimhaut aufnehmen und es zurücksenden. Bezahlen muss dafür niemand; da jede Typisierung 40 Euro kostet, sind Spenden aber willkommen. IBAN: DE21 2505 0180 0000 1977 00, Aktionsname: „Charlotte Mira“.

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