Heimatverein feiert 25. Geburtstag – mit der längsten Tafel, die es in Asendorf je gab

Gemeinsam stark

Vorsitzender Dietrich Fiddelke (links) und Gründungsmitglied Fredi Rajes zeigen einen alten Artikel aus der Kreiszeitung. - Foto: nie

Asendorf - Von Dieter Niederheide. „Nach der 900-Jahr-Feier sollte etwas Besonderes entstehen“, erinnert sich Fredi Rajes (65). Er gehört zu den Gründern, die am 14. Oktober 1991 den Heimatverein Asendorf aus der Taufe hoben. Jetzt, knapp 25 Jahre später, ist dieser Verein definitiv etwas Besonderes. Nämlich eine Institution, die für das Miteinander in Asendorf und den dazugehörigen Ortschaften große Bedeutung hat.

Mit einem Sommerfrühstück unter freiem Himmel an der St.-Marcellus-Straße wird das Jubiläum am Sonntag, 31. Juli, ab 8.30 Uhr gefeiert – an der längsten Tafel, die es je in Asendorf gab. Jeder Teilnehmer bringt sein eigenes Frühstück mit, Pastorin Melanie Simon hält eine Andacht, die Dorfmusiker spielen, und Insider lassen die vergangenen 25 Jahre Revue passieren.

Mitbegründer des Heimatvereins waren Ferdinand Wehrspaun (Vorsitzender von 1991 bis 2000, heute Ehrenvorsitzender), Margret Bremer, Anke Döpke, Marianne Brinker-Burdorf und Harald Cordes. In einem Gespräch mit der Kreiszeitung verrieten Dietrich Fiddelke (75), seit 2000 Vorsitzender des Heimatvereins, und Fredi Rajes, langjähriger Schatzmeister, wie es zur Gründung kam. Am Anfang stand besagte Festwoche aus Anlass der 900-Jahr-Feier Asendorfs. Fredi Rajes, damals Mitglied im Festausschuss, erinnert sich, dass die Idee geboren wurde, „das Miteinander für die Zukunft zu sichern“. Für die Gründung und Unterstützung des Heimatvereins wurde in den zur Gemeinde Asendorf gehörenden Ortschaften geworben.

Die „Werber“ müssen überzeugend gewesen sein. Heute zählt der Verein 210 Mitglieder. Sein Logo spricht mit den dort verewigten sieben Abteilungen für sich. Was bedeuten die abgebildeten Merkmale? Der Reihe nach, von links oben bis rechts unten: Das Rad ist das Symbol der Radlergruppe, die Tänzerin steht für eine Tanzgruppe, die Garnspule für die Dienstagsrunde, die auch in Sachen Bewirtung bei Festen einspringt, die Ähre symbolisiert die Natur- und Umweltgruppe, die Maske ist das Zeichen der Theatergruppe „De Spektaklers“, das Tintenfass mit der Schreibfeder steht für die Chronisten und der Trecker unten rechts für die AG Alteisen.

Im vergangenen Vierteljahrhundert hat der Heimatverein mit Akribie die in der Satzung festgelegten Ziele verfolgt, zum Beispiel die Pflege der Dorfgemeinschaft, der Heimatgeschichte und der niederdeutschen Sprache sowie die Denkmal-, Naturschutz- und Landschaftspflege. Wobei für den Vorsitzenden die Pflege der Dorfgemeinschaft vorrangig ist.

Wie sieht er die Zukunft des Vereins? „Ob der Heimatverein so wie bisher weiter arbeiten kann, da habe ich leichte Zweifel.“ Fiddelkes Begründung: „Es gibt zu wenige, die sich mit Heimatgeschichte und Chronik beschäftigen.“ So gebe es die alten Dorfschullehrer, die in früheren Zeiten die Chroniken der Orte wahrten, nicht mehr.

Der engagierte Vorsitzende, der früher auch als Regionalvorsitzender im Kreisheimatbund Diepholz Akzente setzte, macht sich nicht zuletzt auch Gedanken darüber, ob sich in absehbarer Zeit ein Nachfolger finden lässt: „Ich möchte etwas kürzer treten“, kündigt er an.

Zunächst aber steht das Jubiläumsfest vor der Tür. Und was ist mit der längsten Tafel im Freien, wenn es regnet? Da haben die Verantwortlichen eine Lösung: „Bei Regen findet die Veranstaltung in der neuen Halle der Firma Bremer an der Alten Heerstraße statt“, sagt Fiddelke. Sein Wunsch ist, dass sich möglichst viele Bürger beteiligen – und dokumentieren, dass die Gemeinschaft in und um Asendorf noch genauso stark wie vor 25 Jahren ist.

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