Ausschuss stimmt dafür

Kommunalverbund plant Strategie für den „Grünen Ring“

Br.-Vilsen - Von Mareike Hahn. Landschaft, Naherholung, Freiraum: Diese drei Schlagworte verwendete Susanne Krebser, Geschäftsführerin des Kommunalverbunds Niedersachsen/Bremen, immer wieder.

Sie stellte bei der jüngsten Sitzung des Tourismusausschusses der Samtgemeinde die „Landschafts- und Naherholungsstrategie für den ,Grünen Ring‘ Region Bremen“ vor. Die Samtgemeinde ist Mitglied im Kommunalverbund, der als Verein organisiert und in Delmenhorst ansässig ist.

„Es geht um die Entwicklung von Naturräumen und Landschaft“, sagte Ausschussvorsitzender Bernd Schneider (Grüne) in der Sitzung im Rathaus Bruchhausen-Vilsen, bevor er das Wort an Krebser gab. Die Geschäftsführerin stellte den Verbund kurz vor. Er habe 28 kommunale Mitglieder, wobei jedes – unabhängig von der Einwohnerzahl – bei Abstimmungen eine Stimme habe. Neben Bruchhausen-Vilsen gehören dem Verein unter anderem Twistringen, Wildeshausen, Teile des Landkreises Verden, der Kreis Osterholz, Bremen und Delmenhorst an.

Der 2003 eröffnete „Grüne Ring“ umfasse fast 900 Kilometer Radwanderwege, sagte Krebser. 2015 habe der Verbund einen Grundsatzbeschluss gefasst, die Themen Landschaft, Naherholung und Freiraum in einem Leitbild verankern und den „Grünen Ring“ erweitern zu wollen. „Wir entwickeln die ,Landschafts- und Naherholungsstrategie‘ ausgehend vom Radwegenetz der Region“, erklärte Krebser. Im Dezember solle die Mitgliederversammlung über das Konzept beschließen.

Grüne Infrastruktur soll ausgebaut werden

Anschließend geht‘s ans Eingemachte: „Gemeinsam wollen wir Landschaft, Naherholung, Freiraum weiterentwickeln.“ Ziel sei es, die grüne Infrastruktur auszubauen, Grenzen zu überwinden und Angebote zu vernetzen. Der „Grüne Ring“ biete einen besseren Zugang zu Fördermitteln und helfe bei der Koordinierung und der Abstimmung zwischen den verschiedenen Akteuren. „Gemeinsam planen und denken“, nannte Krebser das.

„Natur, Kultur und Technik einer Region sollen erlebbar gemacht und für Gäste aufbereitet werden“, fuhr die Geschäftsführerin fort. Der Öffentliche Personennahverkehr solle mit Rad- und Fußwanderwegen vernetzt werden. „Leute, die Ideen haben, und Projekte mit regionaler Bedeutung können uns ansprechen. Wir versuchen, die Projekte voranzubringen, wir koordinieren und gucken, wie man sie umsetzen und vernetzen kann.“

Konkreter Profit war kein Thema

Wie konkret die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen von der Idee profitieren kann, war kein Thema. Doch der Ausschuss schien überzeugt: Einstimmig nahmen die Mitglieder die Strategie zur Kenntnis und beauftragten die Vertreter der Samtgemeinde – Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann sowie die Politiker Reinhard Thöle (SPD) und Dr. Rudolf von Tiepermann (CDU) – bei der Mitgliederversammlung im Dezember dafür zu stimmen.

Abschließend fragte Heinrich Klimisch (CDU), ob es in nächster Zeit eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge geben werde. „Ja, es steht ein Beschluss dazu an“, sagte Krebser. Die Höhe werde in der nächsten Bürgermeisterrunde beraten. Zurzeit zahlen die Mitglieder laut Satzung des Kommunalverbunds 40 Cent pro Einwohner und Jahr, für die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen sind es also rund 7000 Euro. Eine geplante Koordinierungsstelle für die „Landschafts- und Naherholungsstrategie“ wird durch die Mitgliedsbeiträge bezahlt, ein Finanzierungskonzept für die dazugehörigen Projekte gibt es noch nicht.

Rubriklistenbild: © dpa

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