Regen und Wind machen es Piloten schwer

Spannende „Fun & Fly“-Modellflugtage: Das geht ja zu wie am Airport

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Da lohnt sich ein Foto: Spektakuläre Szenen gab es am Himmel zu sehen.

Schwarme/Emtinghausen - Von Andree Wächter. Alle fünf Minuten ein Start und eine Landung. Was nach der Bilanz des Bremer Flughafens klingt, sind die Zahlen des Flugplatzes in Emtinghausen. Zwei Tage lang war der Modellflugverein (MFV) Schwarme Gastgeber des Modellflugtags „Fun & Fly“. Rund 70 Piloten zeigten ihre Maschinen und viel Geschick mit dem Joystick.

„Bei dieser Veranstaltung gibt es keine Wertung“, sagte MFV-Vorsitzender Bernd Beschorner. Meint: Alle Piloten flogen fürs Publikum. Am Samstag pendelten die Gäste zwischen Flugwiese und Zelten hin und her. Regenschauer und Wind unterbrachen immer wieder das Event. Gerade der Wind machte es den Besitzern schwer, ihre teilweise nur wenige Kilogramm schweren Modelle in der Luft zu halten.

Nachdem ein Regenschauer vorbeigezogen war, enthüllten die Piloten ihre Schätze wieder. Sofort brachten sie die Mini-Flugzeuge an die Startstelle. Die kleinen Modelle wurden getragen, die größeren geschoben.

„Die Schwierigkeit beim Fliegen ist, dass man die Distanzen abschätzen muss“, sagte Kai Orth. Und weiter: „In einem Personenflugzeug sieht der Pilot alles aus dem Cockpit. Wir stehen am Boden und lenken alles mit den beiden Steuerknüppeln an der Fernsteuerung.“ Jeder Joystick ist in vier Richtungen zu bewegen. „Es braucht viel Fingerspitzengefühl“, so der Nienburger weiter. Er war mit seiner „Super Stearman“ am Start. 

Das Modell wog 53 Kilogramm und hatte eine Spannweite von 4,1 Metern. In der Luft zeigte Orth Loopings und Saltos im Takt zur Musik. Damit die staunenden Besucher auch alles verfolgen konnten, zog er eine weiße Rauchspur hinter sich her, genauso wie bei großen Flugshows. Nach der Landung bekam der „Pilot mit Bodenhaftung“ viel Applaus.

„Modelle ab 25 Kilogramm brauchen eine Zulassung vom Luftfahrtbundesamt“, sagte Bernd Beschorner. Und weiter: „Bei uns dürfen Flugzeuge bis 150 Kilogramm starten und landen.“ Der Vorsitzende moderierte fachkundig durch die Veranstaltung.

Flugtag „Fun & Fly“ in Schwarme

 © Andree Wächter
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Auch Modellsegelflieger waren im Bruch dabei. Der Schleppstart eines Segelflugzeugs wurde von einem anderen Flugzeug übernommen. Daneben gab es bei dem Event auch Hubschrauber und Multikopter, besser bekannt als Drohnen, zu sehen.

Wer einmal ein Gefühl für die Modellfliegerei bekommen wollte, konnte dies an einem von zwei Laptops tun. Die Rechner waren jeweils mit einer maßstabsgetreuen Fernsteuerung verbunden. Entsprechende Flugsimulatoren-Programme sorgten für viel Spaß bei Kindern und Erwachsenen, ohne einen echten Totalschaden an Modellflugzeugen zu verursachen. Wenn dies gut klappt, dann können neue Modellpiloten an einem sogenannten Lehrer-Schüler-System teilnehmen. Dabei haben beide eine Fernsteuerung für einen Modellflieger in der Hand, und der Lehrer kann sich jederzeit ein- und ausklinken.

Nach der Ausbildungszeit können die neuen Piloten dann ihre Künste beim nächsten „Fun & Fly“-Flugtag in Emtinghausen zeigen.

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