Appell besonders an jüngere Mitglieder

G.d.S. wünscht sich mehr Engagement

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Die wieder gewählten Vorstandsmitglieder (von links): Friedrich Holtorf, Tobias Büscher, Uwe Hartmann und Helga Blume.

Martfeld - Von Regine Suling. Friedrich Holtorf bleibt auch in den kommenden zwei Jahren erster Vorsitzender der Gemeinschaft der Selbständigen (G.d.S.) in Martfeld.

„Ich lasse die G.d.S. nicht im Regen stehen“, sagte Holtorf, der eigentlich nicht wieder antreten wollte. „Wir haben nach einer Lösung gesucht, aber keine gefunden“, erklärte der Vorsitzende. „Ich mache das gerne, aber das ist die letzte Periode, dass muss ich ganz deutlich sagen.“

Außerdem bestätigte die G.d.S.-Mitgliederversammlung im Gasthaus Dunekack in Kleinenborstel Uwe Hartmann (Schatzmeister), Helga Blume (Schriftführerin) und Tobias Büscher (Referent für Öffentlichkeitsarbeit) in ihren Ämtern.

Holtorfs Stellvertreter Jürgen Rosenhagen appellierte besonders an die jüngeren Mitglieder, sich im Vorstand zu engagieren. Bleibe dieses Engagement aus, „dann gibt es keine andere Alternative als den Verein aufzulösen. Und dann gibt es keinen Weihnachtsmarkt, keine Weihnachtsbeleuchtung und auch keinen Service-Bus mehr. Fällt Martfeld dann in einen Dornröschenschlaf ohne Happy End?“ Heiner Rahlmann befand: „Abwickeln geht eigentlich gar nicht.“ Vielmehr sei eine Lösung, einen Geschäftsführer gegen eine Aufwandsentschädigung zu finden, der den Vorstand in seiner täglichen Arbeit entlaste. „Jeder sollte in sich gehen, was er machen kann. Wir müssen die Arbeit auf mehr Schultern verteilen“, sagte Holtorf.

Denn die G.d.S. leiste viel und sei wichtig für die Gemeinde Martfeld. „Was wir machen, tun wir nicht für uns, sondern für alle Bürgerinnen und Bürger.“ So werde der Service-Bus im Frühjahr durch einen neuen ersetzt. „Dafür bekommen wir einen Zuschuss in Höhe von 5 000 Euro von der Gemeinde.“ Zudem würden die Anschaffungskosten des Busses dank eines Förderprogramms, das Verwaltungsmitarbeiterin Christa Gluschak aufgetan habe, mit 30 Prozent gefördert. „Ein besonderer Dank gilt auch den ehrenamtlichen Fahrern, die die Fahrgäste zu Hause abholen und sie anschließend wieder nach Hause bringen“, sagte Holtorf. Zudem fahren die Fahrer seit Mai vergangenen Jahres auch einmal pro Woche zur Tafel nach Bruchhausen-Vilsen.

Martfelds Bürgermeisterin Marlies Plate hatte ebenfalls gute Nachrichten im Gepäck: „Wir haben den monatlichen Zuschuss für den Service-Bus von 200 auf 250 Euro erhöht.“

Dass die für April geplante Messe „regiolife“ in Bruchhausen-Vilsen mangels Beteiligung abgesagt werden musste, bedauerte Holtorf. Jedes G.d.S.-Mitglied erhalte einen Fragebogen dazu, warum es sich nicht angemeldet habe und was man künftig besser und anders machen müsse.

Positiv fiel die Bilanz für den Christkindlmarkt aus: „Wir hatten 38 Aussteller, davon acht neue, und haben diesmal besonders viel für die Kinder gemacht.“

Altes Netto-Gebäude ist verkauft

Gemeindedirektor Bernd Bormann hob herausragende Projekte hervor: „In eineinhalb Jahren ist der neue Kindergarten fertig.“ 2,6 Millionen Euro investiere man in den Neubau. Außerdem werde das Baugebiet Alter Kamp in Zusammenarbeit mit der Kreissparkasse Syke weiterentwickelt. „Den Boom sollte man mitnehmen.“

Bormann ermunterte die Selbstständigen, Flüchtlingen Praktika und Hospitationen anzubieten. „Wir müssen versuchen, die Flüchtlinge zu integrieren. Und das geht nur über Beschäftigung.“ Eine Nachricht, die aufhorchen ließ: „Das alte Netto-Gebäude ist verkauft.“ Über eine Nachnutzung indes sei noch nicht entschieden, sagte Bormann. „Aber wir sind da am Ball.“

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