Vorsitzender will sein Amt 2019 abgeben

G.d.S. bittet Mitglieder, sich zu engagieren

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Bei der Versammlung: (von links) Vorsitzender Friedrich Holtorf, sein Stellvertreter Jürgen Rosenhagen, die stellvertretende Schriftführerin Ingrid Rahlmann und der stellvertretende Schatzmeister Jürgen Hustedt.

Martfeld - Von Regine Suling. „Unser gemeinsames Ziel muss es sein, das Leben im Ort lebenswert zu erhalten“, betonte Friedrich Holtorf, der Vorsitzende der Gemeinschaft der Selbstständigen (G.d.S.) Martfeld, auf der Jahreshauptversammlung, zu der sich die Mitglieder im Gasthaus Dunekack in Kleinenborstel trafen. Finde man keine Nachfolger mehr für die Vorstandsämter, könne das auch bedeuten, dass es in Martfeld künftig keinen Weihnachtsmarkt oder keinen Servicebus mehr gebe. Um beides kümmert sich die G.d.S.

Holtorf, der sein Amt im kommenden Jahr abgeben will, appellierte daher an die Versammlung, sich im Vorstand zu engagieren. „Es braucht Leute, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen“, sagte auch Heiner Rahlmann, der die anstehenden Wahlen leitete. En bloc wurden Jürgen Rosenhagen, Ingrid Rahlmann und Jürgen Hustedt jeweils in ihren Ämtern als stellvertretender Vorsitzender, stellvertretende Schriftführerin und stellvertretender Schatzmeister bestätigt.

Zudem beschloss die Versammlung zwei Satzungsänderungen: Zum Einen ist der Vorstand nun berechtigt, zweckgebundene Kredite bis zu einer Höhe von 25 000 Euro abzuschließen. Zum Anderen hat er künftig die Möglichkeit, einen Geschäftsführer einzusetzen oder einzelne Aufgaben an andere Personen zu übertragen. „Ob wir beide Möglichkeiten nutzen, ist noch eine ganz andere Geschichte“, sagte Holtorf.

Einen Kredit über 9 000 Euro musste die G.d.S. unlängst aufnehmen, um einen Teil des Kaufpreises zwischenzufinanzieren, der für die Anschaffung des neuen Servicebusses 2017 fällig wurde. Der zugesagte Zuschuss der Europäischen Union von rund 9 000 Euro ist noch nicht geflossen, daher wurde die Zwischenfinanzierung notwendig. Die Gemeinde hat zusätzlich 5 000 Euro dazugegeben.

Ihre Logopädie-Praxis stellte Carolin Rahlmann vor. Die Anwesenden stellten Fragen an drei Personen: Martfelds Bürgermeisterin Marlies Plate, Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann und Wirtschaftsförderin Uta Seim-Schwartz durften spontan auf ihre eigentlich geplanten Vorträge verzichten, stattdessen durften die Anwesenden sie mit Fragen löchern – ein Angebot, das angenommen wurde.

„Bisher gibt es kein Ergebnis“, antwortete Seim-Schwartz auf die Frage, ob sich ein Mieter für das einstige Netto-Gebäude abzeichne. Zum Thema „Geplantes Dorfgemeinschaftshaus“ hielten sich alle Befragten bedeckt. Dieses Projekt könne man nur mit einem Trägerverein angehen, sagte Bormann lediglich.

Der Kindergarten-Neubau solle bis zum Sommer abgeschlossen sein, sagte der Samtgemeindebürgermeister auf Nachfrage. Auch ein weiterer Neubau mit einem freien Träger sei in den kommenden Jahren in Martfeld oder Schwarme angedacht, um alle Kinder unterbringen zu können, die Anspruch auf Betreuung hätten. Einwände, dass der aktuelle Neubau schon zu klein geplant gewesen sei, ließ Bormann nicht gelten.

Fakt ist: Es bleibt spannend, in Martfeld und in der G.d.S., die überlegt, wie sie sich noch stärker nach außen präsentieren und die Arbeit intern besser verteilen kann. „Denn alle ehrenamtlichen Tätigkeiten ruhen fast immer auf denselben Schultern“, sagte Friedrich Holtorf. 

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