500 Gäste lassen sich von Pianist Andy Lee und den „Country Men“ mitreißen

Sein Spiel ist musikalische und körperliche Artistik

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Bei einigen Besuchern gingen die Rhythmen direkt in die Beine.

Br.-Vilsen - Von Heiner Büntemeyer. „Andy Lee & his Rockin‘ Country Men“ dürfen gerne wiederkommen. Was sie am Mittwochabend im Zuge der „Musik im Park“-Reihe unter der Konzertmuschel präsentierten, war ein mitreißender Mix aus rasantem Boogie, fetzigem Rockabilly und kernigem Country-Rock‘n‘Roll. Wenn die Band einen Blues dazwischen schob, dann auch deshalb, damit Musiker und Zuhörer im Kurpark in Bruchhausen-Vilsen mal einen Gang herunterschalten konnten.

Mit Leidenschaft und großer Hingabe sorgten die vier Musiker dafür, dass kein Gast ruhig auf seinem Platz sitzen konnte. Die Rhythmen gingen bei vielen durchs Ohr direkt in die Hände und Beine. Da wurde geklatscht und gewippt, und je länger das Konzert dauerte, desto mehr Zuhörer suchten sich vor der Bühne einen Platz, um zu tanzen, jeder in seinem individuellen Stil, zwei junge Damen sogar als Line-Dance-Duo.

Das Repertoire von „Andy Lee & his Rockin‘ Country Men“ umfasste Songs aller Größen des Rock‘n‘Roll – von Elvis Presley über Buddy Holly, Chuck Berry und Johnny Cash bis zu Jerry Lee Lewis. Bei Liedern wie „Shake, rattle & roll“, „Hound dog“ oder „Blue suede Shoes“ wussten die Besucher schon nach den ersten Akkorden, was auf sie zukam. Dann tanzten die zehn Finger von Andy Lee über die Tasten seines Pianos, sie hämmerten darauf im Stakkato, oder er wischte mit dem Arm Arpeggien darüber hinweg. Sein Spiel war musikalische und körperliche Artistik, selbst wenn er auf dem Instrument stand oder lässig ein Bein darauf legte, gehorchte ihm das Piano, und er groovte, dass es eine Freude war.

Selbst den eigentlich recht betulichen „Tom Dooley“ präsentierte die Band als mitreißenden Boogie, und sie bewies mit „Move it“, einem der ersten Songs von Sänger Cliff Richard, dass auch er seine musikalischen Wurzeln im Rock‘n‘Roll hat.

Obgleich das Wetter herbstlich kühl war und es zeitweise sogar regnete, blieben die rund 500 Besucher bis zum letzten Akkord und verlangten stürmisch Zugaben. Einige hatten Decken mitgebracht und machten es sich auf dem Rasen gemütlich. Sie kamen nicht nur aus Bruchhausen-Vilsen und der näheren Umgebung. Auch aus Syke, Bremen, Bassum und Hoya waren sie angereist, um bei diesem Konzert dabei zu sein – und sie bereuten ihr Kommen bei keinem der vielen Songs.

Das nächste „Musik im Park“-Konzert beginnt am Mittwoch, 15. Juli, um 19.30 Uhr. Dann spielt Hermann Lamers Meyer mit den „Emsland Hillbillies“ ungewöhnliche Country-Musik.

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