Gäste feiern (nicht nur) die Holunder-Ernte

Beste Stimmung bei Bockhops Hoffest

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Auch Schmuck gehörte zum Angebot.

Graue - Von Jana Wohlers. Felder, so weit das Auge reicht, ein Wäldchen und eine Ruhe, wie man sie selbst auf dem Land nur selten findet – der Hof von Melanie und Hans Bockhop ist definitiv idyllisch gelegen. Kürzlich lockte das Ehepaar zahlreiche Besucher in den Asendorfer Ortsteil Graue. Das fünfte Hoffest bot ein kulturell und kulinarisch vielfältiges Programm für Jung und Alt.

Von dem bisschen Regen und der grauen Wolkendecke ließen sich die Gäste nicht abschrecken. Die Stimmung war bestens, die Stände der über 30 Aussteller waren durchgehend gut besucht, und die Organisatoren zeigten sich mit der Resonanz sehr zufrieden.

„Das erste Hoffest haben wir noch intern gefeiert, als Dankeschön für unsere Erntehelfer“, erinnerte sich Hans Bockhop. Dann entstand die Idee, eine solche Veranstaltung auch für die Öffentlichkeit auszurichten. Seitdem steht der letzte Sonntag im September bei vielen Bürgern fest im Kalender.

Jetzt tummelten sich Klein und Groß auf dem weitläufigen Gelände, sogar an den Bremer Stadtgrenzen wohnende Bürger waren gekommen. Die Anfahrt lohnte sich: Das Angebot des Hoffests hielt für jeden Geschmack etwas parat.

Hoffest der Bockhops in Asendorf-Graue

Wer mochte, der konnte ausgiebig shoppen – Dekoratives, Kunsthandwerk, Schlemmereien, Patchwork, Schmuck oder Holzkunst. „Das Hoffest ist eigentlich ein Holunder-Erntefest“, verriet Hans Bockhop. In der Zeit der Veranstaltung stehe jedes Jahr die Ernte der kleinen, dunklen Beeren an. Die beliebte Frucht kam beim Hoffest erntefrisch auf den Tisch: In leckeren Kuchen und Torten verarbeitet, als Sirup auf dem Eis der Molkerei Siebenhäuser, und in den Weinen und Spirituosen von Carsten Kraft aus Gehlbergen waren die Früchte in flüssiger Form zu finden.

„Wir legen viel Wert darauf, nur mit Ausstellern aus der Region zu arbeiten“, erklärte das Ehepaar. So kam mit dem „Wilker Pilsner“ aus Pennigsehl ein regionales Bier auf den Tisch; und der gelernte Müller Johann Hüneke, Inhaber einer Wassermühle in Bruchhausen-Vilsen, bot neugierigen Besuchern die Möglichkeit, selbst einmal Hand an zwei Mahlwerke anzulegen.

Wer ein wenig Entspannung suchte, der kehrte zu Kaffee und Kuchen in die gemütliche Scheune ein, lauschte den Klängen des Musikduos „Landbardel“ oder schaute sich im familieneigenen Museum im alten Speicher um.

Einen besonderen Anlaufpunkt bot das älteste Gebäude des Hofs, erbaut im Jahr 1707: Dort hatte Hans Bockhop eine Lounge für alle Zigarren- und Spirituosenliebhaber zum Verkosten und Fachsimpeln eingerichtet. Eines lernten die Besucher – ob fachkundig oder Neuling – schnell: Zu einer guten Zigarre gehört auch ein guter Schluck.

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