Fröhliche Weihnachtsfeier bei der Tafel / „TafelTheater“-Gruppe erfreut Kunden und Mitarbeiter / „Unser Kreis, der sei offen“

Wo jeder das Gefühl hat, willkommen zu sein

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Die „TafelTheater“-Gruppe sang und spielte bei der Weihnachtsfeier im Vilser Gemeindehaus.

Br.-Vilsen - „Lasst den Frieden der Erde in unseren Herzen sein“: Diese Zeile aus dem Lied „Unser Kreis, der sei offen“ sprach gestern während der Weihnachtsfeier der Tafel wohl allen Anwesenden aus der Seele. Im Vilser Gemeindehaus spielten die Mitglieder der „TafelTheater“-Gruppe – Freunde, Mitarbeiter und Kunden der Tafel – eine Szene und trugen zudem das bekannte Lied vor, das einst schon keltische weise Frauen und Druiden gesungen haben sollen.

Hätte die Weihnachtsfeier ein Motto gehabt, wäre es vermutlich „Gegenseitig danken und beschenken“ gewesen. Den Anfang machte das „TafelTheater“, das vom Verein „Land & Kunst“ aus Arbste getragen und von Vera und Peter Henze geleitet wird. Die Frauen und Männer, Mädchen und Jungen unterhalten die Kunden und die Helfer der Tafel traditionell jedes Jahr bei der letzten Ausgabe vor Weihnachten mit einer kleinen Darbietung. Diesmal ging es um das Thema Hektik – und darum, wie wichtig es ist, auch mal innezuhalten und still zu sein. Damit auch die Flüchtlinge unter den Tafel-Kunden den Sinn verstehen konnten, übersetzten die Darsteller einige Sätze. So hieß es nicht nur auf Deutsch „Wir alle wünschen uns heute Frieden und Glück“, sondern auch auf Arabisch, Englisch und Französisch.

Nicht alle Tafel-Kunden sind Christen, deshalb suchte die Gruppe mit „Unser Kreis, der sei offen“ bewusst ein Stück aus, „das für uns alle passt“, wie Peter Henze es formulierte. Aber auch das Winterlied „Jingle Bells“ und ein paar Takte aus „Stille Nacht, heilige Nacht“ erklangen. Matthias Brockes, Dietrich Wimmer und Olli Keune unterstützten die Gruppe mit Querflöte, Klavier und Trompete.

Auch die Kunden nutzten die Gelegenheit, um Danke zu sagen: Sie überreichten den Tafel-Mitarbeitern selbst angefertigte Geschenke – eine kleine Anerkennung für ihren „nicht selbstverständlichen Einsatz“ und dafür, dass sie jedem das Gefühl geben, willkommen zu sein.

Dass die Kunden zwar eine Nummer bekommen, aber für die Ehrenamtlichen nicht nur eine Nummer sind, betonte Tafelsprecher Matthias Brockes: „Wir sehen Sie als Menschen.“ Wer gestern das Treiben im Gemeindehaus beobachtete, der hatte daran keinen Zweifel. Die Helfer – insgesamt gehören gut 25 zum Team der Vilser Tafel – erfreuten die Kunden nicht nur mit verschiedenen Lebensmitteln, sondern auch mit netten Worten. Passend zu einer weiteren Zeile des Lieds: „Fröhlich kommt und fröhlich seid!“.

mah

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