Bereits 37.000 Badegäste in dieser Saison

Förderverein Wiehe-Bad packt seit 13 Jahren an

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Eine Anschaffung, auf die der Verein besonders stolz ist, ist die Breitwellenrutsche.

Br.-Vilsen - Von Vivian Krause. Die 13 ist eine Pechzahl? Das gilt mitnichten für die „Ehe“ zwischen dem Förderverein des Wiehe-Bads Bruchhausen-Vilsen und der Samtgemeinde als Betreiberin. Die Zusammenarbeit klappt nach Auskunft beider Seiten hervorragend.

„Ohne den Verein würde unser Bad nicht so aussehen, wie es aktuell aussieht“, sagt Nils Igwerks, bei der Samtgemeinde zuständig für den Bereich Bäder. Denn auch dank des im Jahr 2005 gegründeten Fördervereins hat sich im Freibad einiges getan – und es gibt noch viele weitere Ideen. Heinz-Dieter Schütt spricht mit der Kreiszeitung über die zahlreichen Projekte, die umgesetzt worden oder noch geplant sind und laut dem stellvertretenden Vereinsvorsitzenden das Ziel haben, „funktionell und optisch die Attraktivität des Bads zu steigern“.

Seit seiner Gründung vor rund 13 Jahren unterstützt der Verein die Samtgemeinde, sowohl durch tatkräftiges Anpacken bei Arbeitseinsätzen als auch durch Gelder. Schütt zählt beispielhaft auf: ein Soccer-Court, Spielgeräte, neue Haartrockner und Spiegel im Umkleidebereich, Bäume, die Schatten spenden, und neue Blumenkübel. An den Anschaffungen hat sich der Verein teilweise mit fünfstelligen Beträgen beteiligt. „Es gibt viele, viele Punkte, bei denen uns der Förderverein extrem geholfen hat“, sagt Igwerks. Der Verein finanziert sich neben den Mitgliedsbeiträgen durch Spenden und Werbeeinnahmen aus Bannern, die im Wiehe-Bad hängen. Der fünfköpfige Vorstand arbeitet unentgeltlich, die Mitglieder bringen freiwillige Leistungen ein.

Eine Anschaffung, auf die der Verein besonders stolz ist, ist die Breitwellenrutsche. „Dafür haben wir drei Jahre gespart“, sagt Schütt. Der Verein hat einen Zuschuss von etwa 20. 000 Euro gegeben, die Rutsche kostete insgesamt rund 60 .000 Euro. Ein Drittel der Kosten übernahm die Samtgemeinde, ein weiteres Drittel der Flecken. Die Rutsche gibt es bereits seit 2013, sie ist seitdem ein Anziehungspunkt – vor allem für die kleinen Besucher.

Sommerliches Flair 

Das Beet im Eingangsbereich des Bads hat sich von einem wüsten Haufen, wie Schütt ihn bezeichnet, zu einem ansehnlichen Platz entwickelt. Schön anzusehen sind auch mehrere Palmen, die die Sitzecke des Wiehe-Bads zieren. Sie versprühen laut Schütte sommerliches Flair und werden jedes Jahr zum Saisonbeginn von einer Firma aus einem benachbarten Ort angemietet. Einst war an der Stelle, an der heute Stühle und Tische stehen, ein Kanal. Heute ist dort Platz zum Essen, Entspannen und Klönen.

In regelmäßigen Treffen von Förderverein und Samtgemeinde werden mögliche Verbesserungen des Bads besprochen. Die Anregungen zu neuen Projekten kommen laut Schütt teilweise aus der Bevölkerung, teilweise über die Webseite oder aber vom Schwimmmeister. Zudem gebe es mindestens einmal im Jahr eine Begehung des Bads. Eltern haben die Vereinsmitglieder darauf aufmerksam gemacht, dass der Bereich rund um die Kinderrutsche gefährlich sei. Die dort bestehenden Betonplatten wurden also durch Fallschutzmatten ersetzt. Sollte ein Kind ausrutschen, fällt es jetzt auf Gummi.

Apropos Beteiligung der Bevölkerung: Gemeinsam mit dem Waldkindergarten und den örtlichen Schulen startete der Verein mehrere Malaktionen. Die dabei entstandenen Bilder zieren einige Bereiche der Badeanstalt, beispielsweise des Planschbeckens.

Die nächsten Projekte sind schon in Planung. So sollen die derzeit noch tristen, braunen Verkleidungen der Geländer in Angriff genommen werden. Außerdem steht auf der Liste des Fördervereins der Weg entlang der Eisbahn zum Planschbecken. Dieser muss laut Schütt erneuert werden.

Mai und Juli seien „bombastisch“ gewesen

Doch nicht nur optische Veränderungen strebt der Verein an, zuletzt hat er in Kooperation mit der Samtgemeinde einen Aquafitness-Kurs ins Leben gerufen. Dieser fand bis gestern immer mittwochs in den Sommerferien statt. Der Kurs war laut Nils Igwerks mit 16 Teilnehmern gut besucht, lediglich zwei Plätze blieben frei. Für nächstes Jahr ist eine Wiederholung geplant.

Dass das idyllisch gelegene Bad ankommt, zeigen die Besucherzahlen. Sicherlich auch dank des heißen Wetters kamen in diesem Jahr vom Saisonbeginn am 1. Mai bis jetzt rund 37 .000 Gäste, um sich in der Einrichtung am Bürgerpark abzukühlen. „Wir rechnen stark damit, dass es das beste Jahr der letzten zehn Jahre wird“, sagt Nils Igwerks. Besonders die Monate Mai und Juli seien „bombastisch“ gewesen. Zum Vergleich: 2017 waren es insgesamt nur 31 364 Gäste.

Ebenso begeistert ist der Verwaltungsmitarbeiter nicht nur vom Engagement des Wiehe-Bad-Vereins, sondern auch von dem der Fördervereine der weiteren zwei Bäder in der Samtgemeinde (Freibad Schwarme und Hallenbad Martfeld): „Sie leisten alle drei sehr gute Arbeit.“

Wer Interesse hat, im Förderverein Wiehe-Bad mitzuarbeiten, meldet sich bei Heinz-Dieter Schütt (Telefonnummer 04252/913260), der Vorsitzenden Daniela Immoor (Telefonnummer 04252/3700) oder informiert sich auf der Webseite des Vereins: www.wiehe-bad.de. Dort stehen auch die Öffnungszeiten.

Eckdaten

23. Mai 1906: Eröffnung des Wiehe-Bads durch den Verschönerungsverein Bruchhausen-Vilsen

1. Januar 1973: Übernahme des Betriebs durch den Flecken Bruchhausen-Vilsen

Mit der Gebietsreform 1974: Übertragung des Freibads auf die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen

12. Dezember 2005: Gründung des Fördervereins Wiehe-Bad

Quelle: Internetseite www.wiehe-bad.de

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