Positive Stimmung bei Infoabend in Asendorf

Flurbereinigungen rücken näher

Asendorf - Von Mareike Hahn. Wenn alles läuft wie geplant, werden in der Gemeinde Asendorf spätestens 2018 mehrere neue Flurbereinigungsverfahren beginnen. Die ersten Schritte sind gemacht: Der Rat hat eine finanzielle Beteiligung der avisierten Projekte beschlossen, und ein Arbeitskreis hat in acht Zusammenkünften eine umfassende Zielplanung und einen Finanzierungsvorschlag vorbereitet. Bei einer Informationsveranstaltung brachte Projektleiter Joachim Delekat vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Leine-Weser mit Sitz in Sulingen nun etwa 120 Bürger auf den aktuellen Stand.

Anders als in manch anderen Gemeinden scheinen die Asendorfer einer Flurbereinigung positiv entgegen zu blicken: „Ich war überrascht, dass eigentlich gar keine kritische Stimme kam“, erklärte Delekat auf Nachfrage. „Sonst gibt es die eigentlich immer. Diesmal war die Stimmung sehr gut.“

Ziel: Lebensverhältnisse verbessern

Delekat erklärte den Anwesenden im Gasthaus Uhlhorn zunächst die Zielsetzungen einer Flurbereinigung. Neben der übergeordneten „Verbesserung der Lebens- und Arbeitsverhältnisse im ländlichen Raum“ gehe es vor allem um eine „Verbesserung der Produktions- und Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft“, aber auch um „außerlandwirtschaftliche Aspekte, insbesondere gemeindliche Entwicklung, Naherholung, Wasserwirtschaft und Naturschutz“. Wichtig sei auch die „Herstellung eines ökologischen Mehrwerts“. Das heißt: Wege könnten ausgebaut, Flächen getauscht, ökologische Maßnahmen im Einzugsgebiet des Siede-Bachs mit den einmündenden Gewässern Hohenmoorgraben und Kuhlenkamper Beeke umgesetzt sowie der Bau eines Radwegs an den Kreisstraßen 14 und 15 unterstützt werden.

Um diese Ziele zu erreichen, soll es in Asendorf westlich der Bundesstraße 6 gleich zwei Flurbereinigungen geben, nämlich Hohenmoor-Uepsen und Kampsheide-Kuhlenkamp. Zusätzlich ist auf Twistringer Gebiet, in Rüssen, ein Verfahren vorgesehen.

Kosten: etwa 4,3 Millionen Euro

Die allgemeinen Ausführungskosten für die Verfahren in der Gemeinde Asendorf, die circa 2670 Hektar Fläche umfassen, schätzt Delekat auf rund 4,3 Millionen Euro; inbegriffen sind Wegebau, Flächentausch und Kompensationsmaßnahmen. 75 Prozent dürften Europäische Union, Bund und Land tragen, den Rest müssen die Flächeneigentümer und die Gemeinde jeweils zur Hälfte aufbringen. Dazu kommen etwa 270.000 Euro für die ökologischen Projekte. Auch hier ist mit einem Zuschuss von 75 Prozent, gezahlt von Bund und Land, zu rechnen. Bleiben 25 Prozent für die Gemeinde und Träger wie Naturschutzvereine.

Als nächstes wird das ArL die Flurbereinigungen verbindlich beim Land Niedersachsen anmelden, bevor konkrete Pläne ausgearbeitet werden. Bei Fragen ist Delekat unter Telefon 04271/801119 erreichbar. 

Rubriklistenbild: © dpa

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