Antrag beim Land soll 2019 gestellt werden

Flurbereinigung in Hustedt: Arbeitsgruppe erstellt Konzept

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In dem gelb umrandeten Gebiet soll die Flurbereinigung stattfinden.

Hustedt - Die Vorbereitungen für ein Flurbereinigungsverfahren in Hustedt haben begonnen. Bei einem Informationsabend im Dorfgemeinschaftshaus hat sich ein zehnköpfiger Arbeitskreis gebildet, der nun ein Wege- und Grüngestaltungskonzept erarbeiten will. Anschließend wird die Gruppe ihr Konzept öffentlich vorstellen und es dann mit der Bitte um Genehmigung ans Land schicken.

Etwa 40 Bürger waren zu der Infoveranstaltung gekommen. „Die Stimmung war positiv, es gab keinen Widerspruch“, bilanzierte auf Nachfrage Gemeindedirektor Bernd Bormann, der an dem Abend anwesend war.

Martfelds Bürgermeisterin Marlies Plate freute sich, dass die Verfahrensvorbereitung jetzt konkret angegangen wird. Bereits im Januar 2016 hatten sich die Hustedter Grundstückseigentümer zu einer ersten Informationsveranstaltung getroffen und dabei großes Interesse an der Durchführung einer Flurbereinigung bekundet. Auch die Gemeinde Martfeld begrüßte ein solches Verfahren und fasste einen entsprechenden Grundsatzbeschluss.

Gute Stimmung beim Infoabend

Der Planungsbereich deckt die Gemarkung Hustedt sowie Teile der Gemarkung Martfeld (östlich der Kreisstraße von Martfeld nach Beppen) ab.

Während der jetzigen Infoveranstaltung erklärte Christian Schönfelder von der Flurbereinigungsbehörde, dem Amt für regionale Landesentwicklung (ArL), die Zielsetzung einer Flurbereinigung. „Die infrastrukturelle Verbesserung kleinerer Gemeinden ist Voraussetzung für die Entwicklung ländlicher Gebiete, sie erleichtert und stabilisiert die Wettbewerbsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe“, sagte der ArL-Dezernatsleiter. Gleichzeitig könne den Belangen des Naturschutzes Rechnung getragen werden.

Die Mitglieder des neu gegründeten Arbeitskreises: (von links) Karl-Heinz Grahl, Hermann Meyer-Schierenbeck, Hilmer Grieme, Jörg Wichelmann, Jürgen Lemke, Christa Gluschak (Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen), Marlies Plate (Bürgermeisterin), Michael Gantzen, Johann Schütte, Heinfried Bröer und Joachim Masemann. Es fehlt: Rennig Söffker.

Ursprünglich seien neue Flurbereinigungsprojekte vom Land angeordnet worden. „Heute muss eine Flurbereinigung von der Landwirtschaft gewollt sein.“ Deshalb werde in der Regel zunächst ein Maßnahmenkonzept entwickelt und erst dann das Verfahren eingeleitet.

25 Prozent der Kosten zahlen Teilnehmer und Gemeinde

Eine Flurbereinigung beinhaltet laut Schönfelder bodenverbessernde und -schützende Maßnahmen. Neue Wirtschaftsflächen werden gestaltet, Wege aufgehoben. Das soll zu einer Reduzierung des Arbeitsaufwands für Landwirte beitragen, indem ihnen die Bewirtschaftung ihrer Flächen erleichtert wird. So ist eine Verringerung der Entfernungen vom Hof zum Feld beziehungsweise von Feld zu Feld beabsichtigt. Die Flurbereinigung soll außerdem ein leistungsfähiges Wirtschaftswegenetz sowie Kostenminderungen bei Maschineneinsätzen und Co. schaffen.

Die entstehenden Kosten werden zu 75 Prozent vom Land Niedersachsen, vom Bund und von der Europäischen Union getragen. Die restlichen 25 Prozent entfallen auf die Teilnehmer und die Gemeinde. Martfeld hat nach Angaben von Bernd Bormann bereits beschlossen, die Hälfte der übrig bleibenden Kosten, also 12,5 Prozent, zu tragen.

Maßnahmekonzept wird erarbeitet

Die Personalkosten und den Sachaufwand für die Planungsleistungen bezahlt das Land in voller Höhe.

Wie geht es nun weiter? „Bis zum Herbst wird der Arbeitskreis in mehreren Sitzungen ein Maßnahmenkonzept einschließlich Kosten und Finanzierung erarbeiten“, sagte Christa Gluschak, Leiterin der Stabstelle Regionale Entwicklung/Förderprogramme/Tourismus bei der Samtgemeinde. Möglichst noch in diesem Jahr soll eine Infoveranstaltung für die Grundeigentümer stattfinden. Anfang 2019 wollen die Beteiligten dann beim Landwirtschaftsministerium den Antrag zur Aufnahme ins Flurbereinigungsprogramm des Landes und somit zur Einleitung eines Hustedter Flurbereinigungsverfahrens stellen.

mah

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