Die Flüchtlinge.

So macht Vokabellernen Spaß: Flüchtlinge fahren Museumsbahn

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Die Flüchtlinge.

Br.-Vilsen - Ni-ko-laus. Der deutsche Wortschatz zahlreicher Flüchtlingsfamilien wurde um eine Vokabel reicher bei einem Ausflug, den der Lions-Club allen ermöglichte, die vom Verein „Lebenswege begleiten“ in der Samtgemeinde begleitet und betreut werden. Mehr als 60 Kinder mit ihren Eltern folgten der Einladung zu einer Fahrt mit der Museumseisenbahn ab Bruchhausen-Vilsen.

Das Zusammenrücken auf den engen Holzbänken, der schrille Abfahrtspfiff, das laute Pfeifen der Dampflok – besonders für die Kinder war das ein ganz abenteuerliches Erlebnis. „Gleich kommt der Nikolaus“, erklärten die Ehrenamtlichen von „Lebenswege“. Ni-ko-laus. Ein Wort, für das sich zunächst in den zahlreichen fremden Sprachen kein Pendant finden lassen wollte.

Als sich der Mann im roten Rock dann mit seiner Glocke klingelnd am Bahnsteig Vilsen-Ort bemerkbar machte, war die Aufregung groß. Von leuchtenden Kinderaugen ist dieser Tage ja viel die Rede, aber so fröhliche und neugierige Kinder wie in diesem Moment trifft der Nikolaus sicherlich nur selten an. Für den Herrn mit weißem Bart gab es im Abteil von „Lebenswege“ kein Durchkommen. Jede Familie wollte ihr persönliches Erinnerungsfoto machen, eine Prozedur, für die sich der Nikolaus zur Freude aller sehr viel Zeit nahm. Dass man ihm sogar neugeborene Babys in den Arm legte, war auch für ihn ein Zauber der Weihnachtszeit.

Auf dem Bahnsteig in Asendorf ging das Fotografieren weiter. Kinder mit Nikolaus, Familie mit Nikolaus, Kinder vor Lok, Kinder auf der Lok, denen Lokführer Robert Angerhausen fürs Foto seine Mütze lieh. „Wir möchten, dass sich die Familien auch untereinander kennenlernen“, nannte Asylbegleiter Hans-Heinrich Meyer im Namen von „Lebenswege“ ein Ziel dieses Nachmittags.

Ein anderes Anliegen, das durch die Unterstützung der Lions möglich wurde: den Familien etwas bieten, was sie von den Erlebnissen der Flucht für ein paar Stunden ablenkt. Für viele der Asylsuchenden ist es außerdem nicht leicht, als komplette Familie die Unterkunft zu verlassen und etwas zu unternehmen.

Doch nicht nur die Familien aus den unterschiedlichsten Ländern lernten sich untereinander kennen, auch mit den Ehrenamtlichen kam es zu vielen Gesprächen über Bräuche und Sitten. Ein wunderbarer Nachmittag, an dem alle voneinander lernten.

aks

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