Vor Sozialausschuss

Die Tafel Syke stellt ihre Arbeit vor

Br.-Vilsen - Lebensmittel retten und Menschen dadurch helfen, das sind die Ziele der Syker Tafel, sagte deren Sprecher Ralf Grey. Er berichtete bei der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses der Samtgemeinde im Rathaus in Bruchhausen-Vilsen über die Arbeit des Projekts, dessen Träger der Kirchenkreis Syke-Hoya ist.

„Tafeln sind nicht dafür da, um unseren Kunden eine Vollversorgung zu bieten. Wir verschaffen ihnen einen finanziellen Spielraum“, fuhr Grey fort. Und zwar für Dinge, die sonst vielleicht nicht möglich wären. Als Beispiel nannte er einen Kinobesuch. Außerdem diene die Tafel zum „Austausch auf Augenhöhe“.

Die Ausgabestellen der Syker Tafel sind in Syke, Weyhe und Bruchhausen-Vilsen. Die wöchentliche Ausgabe sei klar geregelt: Die Kunden ziehen eine Nummer aus einem Lostopf. So gebe es kein Gedrängel.

Von Syke aus fahren laut Grey sechs Tage die Woche drei Sprinter los und „retten“ vier bis sechs Tonnen Lebensmittel. Größtenteils handelt es sich um Obst und Gemüse.

Die Ehrenamtlichen - insgesamt sind dies rund 130, in Bruchhausen-Vilsen 27 - entladen die Lebensmittel, sortieren sie und geben sie dann aus. Zum Teil würde auch mit den angrenzenden Tafeln getauscht.

Ausweis zeigt Bedarf an

Jeder Kunde hat einen Ausweis, auf dem vermerkt ist, für wie viele Familienmitglieder die Ausgabe gilt. In Bruchhausen-Vilsen hat es im Jahr 2018 an 49 Ausgabetagen insgesamt 3013 Abholer gegeben, sagte Matthias Brockes, Leiter der örtlichen Ausgabestelle. Zum Vergleich: 2017 waren es 3418 Abholer an 51 Tagen.

In jüngster Zeit gebe es immer häufiger Anspruchssteller, die zu wenig Rente bekommen, führte Grey aus.

Die Kunden zahlen einen Obolus - und zwar pro Erwachsenem zwei Euro und pro Kind 50 Cent pro Ausgabe. Unter anderem dadurch finanziert sich die Tafel, erläuterte Gerhard Morische, der die Finanzen vorstellte. Die Tafel erhalte zudem Zuweisungen des Kirchenkreises, Spenden sowie Zuschüsse der Gemeinden - nun auch jährlich eine in Höhe von 2000 Euro von der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen (wir berichteten). Das Geld werde unter anderem für das Personal verwendet. Bezahlte Kräfte seien wichtig, „da man bei bestimmten Stellen auf Kontinuität angewiesen ist“, sagte Grey.  

vik

Rubriklistenbild: © Pixabay

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